21. Juli 2011

Morgen sind sie weg, wieder einmal

After School is over, you're playing in the park
Don't be out too late, don't let it get too dark
They tell you not to hang around and learn what life's about
And grow up just like them - won't you let it work it out
- and you're full of doubt
(a long instrumental break follows)
Don't do this and don't do that
What are they trying to do? Make a good boy of you
Do they know where it's at?
Don't criticize, they're old and wise
Do as they tell you to
Don't want the devil to
Come and put out your eyes
Maybe I'm mistaken expecting you to fight
Or maybe I'm just crazy, I don't know wrong from right
But while I am still living, I've just got this to say
It's always up to you, if you want to be that
want to see that
want to see it that way
- you're coming along!

Noch einen Tag sind sie unsere Schüler, dann gehören sie auf einen Schlag zu den Ehemaligen.
Was ändert sich dann?
Dann ist der Hauptschulgang nicht mehr ihre Heimat.
Dann haben wir erst mal keinen Schüler mehr, der vergnügt grinsend sich unter dem Pult versteckt (mit 15, wohlgemerkt), keinen, der auf der Feuertreppe schwindelfrei herumturnt und durch das Oberlicht in den Klassenraum schaut.
Erst mal keine 15 Mädchen aus den beiden Klassen, die mich, wo immer sie mich trafen, umbrüllten mit „Guten Morgen, headmaster!“
Es fehlt einer, der sich gerne als Realschulpraktikant ausgab, als er einmal eine Strafwoche an der Nachbarschule schieben musste.
Et je ne peux plus parler Français avec une jeune fille. Ça me manquerait, Richala.
Ja, einer wollte mit mir sogar bis zuletzt darüber diskutieren, warum der BMW X5M besser ist als mein 14 Jahre alter Twingo. Ich blieb störrisch und unbelehrbar.
Und beinahe hätte ich fast mein vier Jahre altes HTC-Handy entsorgt, weil einer meiner Informatikschüler wöchentlich Gehirnwäsche mit mir betrieben hatte; fast hätte ich mir das neueste Desire mit 237 Apps und eingebautem Navi gekauft.
Ich lernte auch die Zeichensprache: (vormachen)
Vielleicht wissen manche, was das bedeutet, ich jedenfalls werde es nicht vergessen.
Es gab auch eine, die seit der 5. Klasse immer für gute Laune im Schulhaus sorgte, wo immer sie sich gerade aufhielt.
Zwei sind anwesend, und da freue ich mich besonders darüber, die nach Wochen des Exils heute wieder zu uns gehören, und die auch den Frieden mit einem anderen Schüler wieder hergestellt haben.
Ach ja, da fällt mir noch einer ein, der drei Jahre lang zu mir sagte: „Warum immer ich?" Und dem ich die Antwort schuldig blieb. Wir grinsten uns an, und jeder wusste, was gemeint war.
Die Rede soll ja kurz bleiben. Ich könnte jedem/jeder etwas Persönliches sagen.
Ihr wart sehr menschlich, wenn wir miteinander zu tun hatten.
Ihr habt es geschafft.
Mit Hilfe von:
euren Klassenlehrerinnen und den anderen Lehrerinnen und Lehrern
Frau W
Herrn G
euren Lesepatinnen und Mrs Wo und Mrs We, den Englischladies
euren Berufspatinnen
den anderen zahlreichen Ehrenamtlichen, die in die Schule gekommen sind, einmal oder öfter
Frau H von der Arbeitsagentur
Frau K, die mit euch über alle Maßen arbeitete und für manche noch weiter arbeiten wird
mit eurem Elternbeirat, der im Hintergrund leise die Schule unterstützte
mit Hilfe von Herrn H und Frau B, die unzählige Gespräche mit euch führten.
Ihr habt Hilfe angenommen. Das war gut so.
Go for the goal!

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