6. Dezember 2011

Wir wüßten schon wie es geht...

Heute war wieder so ein Nachmittag, der zeigte, wie Schule organisiert sein sollte.
Seit vielen Jahren gibt es die Vorlese-AG, die von 5 bis maximal 8 SchülerInnen besucht wird, meistens Mädels, da diese lieber (und folglich besser) lesen. Einmal pro Woche wird der Vortrag selbst ausgesuchter Texte geübt, die dann bei Engagements vorgelesen werden.
Mittlerweile ist es so, dass  die erfahrenen Vorleserinnen die jüngeren ausbilden. (Punkt 1 - miteinander voneinander lernen).
Eine Vorleserin aquiriert Engagements und stimmt die Termine ab (Punkt 2 - lebenspraktisches Lernen).
Es wird entschieden, wer zum Vorlesen geht (Punkt 3 - Mitspracherecht der Schüler).
Dann geht es zum Sportverein, in die Kirche, ins Altenservicezentrum oder an andere Schulen. (Punkt 4 - das Gelernte ausprobieren).
Die Rückmeldung des Publikums kommt sofort: Zögernder, verhaltener, lang anhaltender Applaus. Waren die Texte gut gewählt? Wurden sie gut vorgetragen (laut, deutlich, mit Blickkontakt, Gesten, Mimik und entsprechender Betonung)?
Nachbesprechung: Wie erging es den Schülern, waren sie nervös oder nicht, wo haben sie Fehler gemacht, was können sie besser machen?
So sind unsere AGs strukturiert (Schülerzeitung, Schulgarten, Buttonfirma).
Für den Unterricht brauchen wir auch kleine Gruppen. Dann können wir als staatliche Schule so unterrichten, dass noch weniger Schüler verloren gehen.

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