28. März 2012

Sinus-Studie 2012

Marc Calmbach, einer der Autoren der Studie, sagt:

"Die Jugend steht enorm unter Druck, sie nimmt vielfach wahr, dass der Wert eines Menschen in erster Linie in seiner Leistungsfähigkeit beziehungsweise Bildungsbiografie bemessen wird. Und das frustriert und verunsichert vor allem die Jugendlichen am unteren Rand der sozialen Stufenleiter, also vor allem die bildungsbenachteiligten Jugendlichen."

Er spricht von unseren Schülerinnen.

Als eine der Folgen der Studie, sagt Heike Kahl, müsse die Bildungspolitik in Zukunft viel zielgruppenorientierter vorgehen.

"Das bedeutet für die Pädagogen, dass sie ihre Haltung grundsätzlich ändern müssen."

Das tun wir schon lange.

"Dass sich im Grunde genommen die gesamte Grammatik des Lernens ändern muss. Dass man keinen einheitlichen Lernstoff mehr hat. Ich nehme mal ein Beispiel: Diese prekären Jugendlichen, wenn man die mit Mathematik im Mathematikunterricht konfrontiert, dann hören die gar nicht mehr hin. Wenn man mit denen aber ins Olympiastadion geht und sagt: 'Lasst uns hier mal eine Kurvenberechnung machen', dann ist man viel näher dran an ihnen. Und dann mag es gelingen."

Wirklich? Kein gutes Beispiel.
Denn auch im Olympiastadion wollen die Jugendlichen keine Kurven berechnen. 

Kommentare:

  1. Du hast Recht. An der Vorstellung, in einem Olympiastadion näher an den Schülern dran zu sein, habe ich auch gehangen.

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  2. Da muss ich Ihnen Recht geben; auch im Olympiastadion würden wir keine Kurven berechnen wollen.
    Außerdem, was soll der Versuch, ALLES interessant gestalten zu wollen...

    Und wenn man hier ein bisschen liest, hab ich doch den Eindruck, dass Sie und Ihre Kollegen allgemein sehr bemüht sind ;-)

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