23. Juni 2012

Bildungsbericht 2012



Wirklich Neues bringt er nicht.
  1. Es gibt immer mehr Abiturienten. Das wissen wir; wie kann es auch anders sein bei einer Übertrittsquote von manchmal 90 %.
  2. Die Gruppe der 30jährigen bildet sich immer weniger fort. Normal heutzutage. Innerbetriebliche Fortbildungen sind nicht erwünscht; die Zahlen müssen stimmen, die Zielvereinbarungen.
  3. Die Zahl der Förderschüler steigt, sowohl in den Förderschulen als auch in den allgemein bildenden Schulen: Inklusion sei Dank! Förderschüler in Regelschulen sind natürlich billiger.
  4. Es fehlen 260.000 Kitaplätze für Dreijährige (Rechtsanspruch nächstes Jahr).
  5. In der Kita betreute Kinder haben in der Schule bessere Chancen. Wissen wir auch.
  6. Die Jugendlichen ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss, der "Sockel der Chancenlosen", macht 15 - 20 % aus. Jeder 5. Jugendliche ist ein schwacher Leser und kann Texte nicht ausreichend verstehen.
  7. Und noch ein Positivum: Die Zahl der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss ist seit 2008 um ein Prozent gesunken.

1 Kommentar:

  1. Wir sind gerade dabei alle Bildungsabschlüsse kräftig zu verseifen. Politiker betonen immer eifrig, das sei Eltern- und Wählerwille. Viele Abiturienten werden viele Studierende. Brauchen wir überhaupt so viele Akademiker? Wer wird Handwerker? Mitten im Schuljahr verkündet das Kultusministerium, dass man nun den Übertritt in die zweijährige Wirtschaftsschule ohne Quali antreten könne. Dies war in Bayern bisher so vorgeschrieben. Viele Schüler, die jetzt die Qualiprüfung nicht schaffen, können sich sagen: Macht nichts, dann mache ich in zwei Jahren eben die mittlere Reifeprüfung. Klar, dass man die Anforderungen herunter setzen muss. Es können nicht Massen von Schülern durchfallen. Die Qualiprüfung - was soll man denn damit noch anfangen? Einen qualifizierenden Hauptschulabschluss in der Mittelschule. Offensichtlich sollen Jugendliche dazu angeregt werden, eine Abschlussstufe zu überspringen (und dann kann man sagen, der Abschluss ist überflüssig). Wenn das beim "Sockel" nicht klappt, muss derjenige eben inkludiert werden, das findet dann in der Mittelschule stattt.

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