30. Oktober 2012

Abrutschen? Einfacher als aufsteigen!

"Ausgesiebt und abgestiegen" ... titelt Spiegel Online heute.
Doppelt so viele Schüler steigen in der BRD auf eine niedrigere Schulform ab als in eine höhere Schule "aufsteigen". Die Durchlässigkeit nach unten funktioniert traditionell gut, denn ganz unten ist ja die HauptMittelschule mit ihren Netzen, die auffängt, die Schüler wieder ermutigt, fördert und zu Abschlüssen bringt.
In der Öffentlichkeit wird die HauptMittelschule eher als eine "Tabuzone" gesehen: Ungeliebt, man geht nicht freiwillig dorthin.
Noch gibt es in Bayern die Hürde des Notenschnitts von 2,33 für den AufstiegÜbertritt an das Gymnasium. Die politische Tendenz geht allerdings in Richtung Elternwille und weg von der Empfehlung der Lehrkräfte und der klaren Aussage der Noten.



22. Oktober 2012

Kommentare?

Manche Blog-KollegInnen bedauern, nicht genügend kommtentiert zu werden.
Mir ist das egal. Antworten, freischalten, das macht ohnehin nur Arbeit. Wichtig ist, dass er gelesen wird.
Interessant bei meinem Blog ist, dass viele Mails ankommen, die sich auf Beiträge beziehen. Macht auch Arbeit. Ist aber auch prima.

16. Oktober 2012

Grundsicherung für Kinder

Die müsste her! Aber nicht unbedingt, um der überbevölkerten Erde noch mehr deutsche Kinder zu bescheren. (Siehe Studie "Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung")
Sondern um die Kinder, die da sind oder kommen werden, bestmöglich zu versorgen: Mit kostenlosen Betreuungs- und Vorschulangeboten, mit Schulen, die über mehr als ausreichendes Personal verfügen, mit kostenlosen kulturellen Angeboten, die in die Schule kommen oder günstig von Schulen aufgesucht werden können, Sportangeboten, Sprachförderkursen externer Einrichtungen usw.
Dieses Grundsicherungsnetz muss dann aber auch von Experten geplant werden, von Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, die erfahren sind, und nicht von selbsternannten Bundes- oder EU-Bürokraten, die wenig Ahnung von der Wirklichkeit haben.

9. Oktober 2012

Sorgenschule in der Provinz oder Ein Lehrer mehr pro Klasse

Heute schreibt Tina Baier in der SZ über die Mittelschule an der Weinbergerstraße in Neumarkt in der Oberpfalz, 2007 bayerischer Landessieger und 2. Bundessieger beim damaligen Hauptschulpreis (heute "Starke Schule").
Eine Mittelschule mit Problemen wie alle anderen Mittelschulen in Bayern, nur mit dem Unterschied, dass sie ähnlich wie unsere Schule seit 2007 beinahe jährlich bepreist wird.
Schulleiterin Petra Zeitler und ihr Kollegium sind hoch motiviert und engagiert, arbeiten an der Leistungsgrenze. Wie lange noch? Lehrkräfte werden zum "Hausarzt" für die Probleme der Kinder.
Spaenle dagegen verkündet, kein Kind dürfe zurück gelassen werden.
Die Lehrkräfte allerdings schon. Ausgepowert, kaputt, angeknackst von den nicht behebbaren Schwierigkeiten ihrer SchülerInnen und mangelnder Unterstützung.
Es wäre so einfach.
Der Anfang wäre eine zusätzliche Lehrkraft, ja, nicht pro Schule, sondern pro Klasse. So wie wir es am Nachmittag im Ganztag zu organisieren versuchen. Und vor lauter Knappheit und Mangel dabei verhungern.
Herzliche, solidarische Grüße in die Oberpfalz.

 

6. Oktober 2012

Bayerns Grundschüler lernen am besten?

Laut Studie der Kultusministerkonferenz schon. Auch bei anderen Tests liegen die bayerischen SchülerInnen mit ihren Leistungen vorne. Das hat viele Gründe.
Liegt`s daran?

Andererseits bekommen wir aber in die 5. Klassen eine große Zahl von Kindern, bei denen der Leselernprozess noch nicht abgeschlossen ist, die sehr, sehr langsam und derart verzerrt schreiben, dass es unleserlich ist und die die Grundrechenarten in keinster Weise beherrschen.
Eine Studie, die den Leistungsstand der nicht übergetretenen Schüler zu Beginn der 5. Klasse messen würde, die wäre mal interessant.

3. Oktober 2012