22. Dezember 2012

Arm und Reich

Unter dieses Thema stellte die SZ am Wochenende ihre Beilage vom 22./23.12.2012.
Liest man die Beilage von vorne bis zur Mitte, geht es um Armut. Dann legt man sie zusammen, dreht sie um und hat das Thema Reichtum vor sich.
In der Mitte prallen Arm und Reich aufeinander, in Person von Herrn Roßmann und zwei Müttern unserer Schule. Die beiden hat Alex Rühle, unser Freund seit dem Jahr 2004, portraitiert.
Sehr lesenswert, das Ganze. Und illustriert haben alles zwei wunderbare Künstlerinnen:
Vespa
Larissa Bertonasco www.bertonasco.de 

und Carolin Löbbert www.carolinloebbert.de

vom Projekt www.springmagazin.de.

20. Dezember 2012

Schulsystem produziert Rechtsradikalismus?

Ja, der Herr Klaus Wenzel, Präsident des BLLV, hat sich vergaloppiert. Meint er doch, das dreigliedrige Schulsystem verstärke Spaltungsprozesse und schaffe dadurch letzten Endes mehr Neonazis.
Da läuft er aber ins offene Messer der bayerischen Staatsregierung, die natürlich stante pede kontert und sagt, dass im deutschen Osten, wo das Schulsystem zweigliedrig ist, mehr Rechtsradikale sind als in den westlichen und südlichen Bundesländern.
Herr Wenzel hätte besser darauf hingewiesen, dass jedes Schulsystem in Deutschland durch Konkurrenz und Auslese Verlierer produziert, die ein gefährliches Potenzial werden können.

11. Dezember 2012

Timms und Iglu 2011 - ein Grund zum Jubeln?

Deutsche GrundschülerInnen schneiden im internationalen Vergleich gut ab, sie befinden sich im Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften im oberen Drittel.
Prima.
Die Leseleistungen 2011 jedoch sind nicht besser als 2001.
Sachtexte fallen den SchülerInnen schwer. Jedes 6. Kind erreicht nicht ausreichende Kompetenzstufen im Lesen.
Bei uns in der 5. Klasse schließen wir bei einem Drittel der Kinder erst allmählich den Leselernprozess ab.
Jedes 5. Kind kommt mit ungenügenden Mathe-Kenntnissen in die 5. Klasse.
Kein Wunder, dass wir bei den Grundrechenarten wieder anfangen.
Die Bildungschancen sollen laut Bundesbildungsbericht steigen, 15-20% der Kinder und Jugendlichen bleiben aber von der Teilhabe an Bildungschancen ausgeschlossen. Zitat SPIEGEL Online 11.12.2012: "Sie können nicht richtig lesen oder Texte verstehen, brechen die Schule oder die Lehre ab und nehmen auch nicht an Weiterbildungskursen teil."
Der SPIEGEL weiter: "Die wirklich ernsten Probleme der deutschen Schüler beginnen nämlich in der Regel erst mit der 5. Klasse."
Sagen wir doch schon immer.

8. Dezember 2012

20 Jahre Münchner Lichterkette

Am 6. Dezember 2012 feierte die Lichterkette München ihren 20. Geburtstag, im Literaturhaus München, mit über 350 geladenen Gästen. Eine schöne Feier, der Lichterkette angemessen.
Marcus H. Rosenmüller stellte seinen für die Lichterkette gedrehten Spot "München - eine Stadt schaut hin" vor.
Zur Vorgeschichte:
Im Herbst 1992 brannten in Deutschland Asylberwerberunterkünfte, teilweise unter den Augen staatlicher Institutionen.

Daraufhin mobilisierten vier Münchner Bürger Hunderte von Helfern und organisierten am 6. Dezember 1992 die erste Lichterkette in Deutschland. Fast 500 000 Menschen setzten mit Kerzen in der Hand ein in aller Welt beachtetes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus.
Die Idee für die Lichterkette stammte von Gil Bachrach, Giovanni di Lorenzo, Christoph Fisser und Chris Häberlein.
Nach wie vor arbeitet der gemeinnützige Verein Lichterkette e. V. in München. Er entwickelt und unterstützt Projekte und Aktionen, die im Sinne der Völkerverständigung die Begegnung, den interkulturellen Austausch und das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in München fördern.

Wegen des runden Geburtstags bekommt die Lichterkette zur Zeit viel Aufmerksamkeit in den Medien (Bayern 2, "Nachtlinie" im Bayerischen Fernsehen, SZ u.a.). Und das ist gut so.