21. Februar 2013

Lebenszeichen

Weiß jemand, was mit Frau Falke los ist?

20. Februar 2013

Für Frau LA², i.e. Referendarin!

Und auch ihr Link für meine LeserInnen:

1) Wenn du Pergament färben würdest, welche Farbe würdest du wählen?
hellblau/gelb
2) Hast du die richtige Fingerstellung, wenn du mit der Tastatur schreibst?
Meine zwei Finger stehen immer richtig.
3) Was hast du unter deinem Bett?
Bügelwäsche 
4) Was würdest du mit deiner ersten Million machen?
Mir einen Porsche kaufen und den Rest meiner Schwester, meiner Nichte und meinen Neffen geben.
5) Hast du jemals bei einer Klassenarbeit geschummelt?
Klar doch!
6) Lieber Obst oder lieber Gemüse?
Kommt drauf an. Eigentlich Gemüse, aber frische Beeren oder Äpfel vom Baum ...
7) Was solltest du öfters machen?
Ins Theater/Konzert gehen.
8) Hast du Freizeit?
Ja.
9) Und was machst du mit der?
Chillen. Spontanen Bedürfnissen nachgehen.
10) Was ist dein Lieblingswitz?
Kann mir keine merken, erzähle auch keine. Lache trotzdem viel.
11) Was ist das Peinlichste, was dir je passiert ist?
Sag ich garantiert nicht. Würde ich etwas schreiben, stimmte es nicht.

Für Frl. Ratgeber!

... Und für meine LeserInnen der Link zu ihr:


1. Welche Musik magst du?
Musik aus Nordafrika, Grateful Dead, Frank Zappa, Miles Davis, Ginger Baker, Attwenger, Traffic, Kinks, Rolling Stones, Beatles, die ganzen Sixties halt, the Canterbury Bands, Maceo Parker, Wellküren und ihre Brüder, Tamikrest, Tinariwen... ich könnte die ganze Seite vollschreiben ...
2. Wie würdest du deine Familie beschreiben?
Familie ist eine Zwangsgemeinschaft. Freunde kann ich mir aussuchen. Allerdings habe ich eine, wenn auch eine reduzierte.
3. Wo machst du am liebsten Urlaub?
In Städten. Basel, Berlin, London, Wien, Triest und Venedig auf dem Lido, Venice, Venezia.
4. Was war das Peinlichste, was du je erlebt hast?
---- Sag ich nicht.
5. Wenn du eine Person aus der Vergangenheit treffen könntest, wer wäre das?
Karl Marx.
6. Samsung oder Iphone?
HTC (6 Jahre alt!)
7. Hörbuch, eBook-Reader oder waschechtes Buch?
Hörbuch im Auto. Sonst nur Buch.
8. Dein liebstes Backrezept?
Apple Crumble.
9. Ein Sonntagmorgen aus deiner Kindheit?
----
10. Stadt oder Land?
Beides. Lebe in der Stadt, fast landartig.
11. Deine beste Eigenschaft?
Vergessen können. Wenige, echte Freundschaften nachhaltig pflegen können.

16. Februar 2013

Eine Lanze für die Lehrer und Lehrerinnen

Alex Rühle, Freund und Redakteur der Wochenendbeilage der SZ, hat eine Lanze für unseren Berufsstand gebrochen. Wie immer brilliant formuliert, witzig und feuilletonhaft geschrieben, im Kern aber sehr ernst gemeint.
Ach ja: Auf der ersten Seite der SZ am Wochenende vom 16./17.2.2013.


14. Februar 2013

Hauptschüler schaden Hauptschülern ...

... und Schüler der 5stufigen Realschule derselben.
Das hat das Ifo-Institut München herausgefunden.
Ziel der 6stufigen Realschule war ja, den Realschülern eine vertiefte und breitere Bildung zu ermöglichen. Nichts von dem ist eingetreten. Den Mittelschulen fehlen in der 5. und 6. Klasse leistungsstarke (Mittel)Schüler, an den Realschulen sinkt seitdem das Niveau (was immer das auch ist). Lehrkräfte und Schulleitungen haben seinerzeit, es war die Jahrtausendwende und in Bayern standen Wahlen am Horizont, lautstark davor gewarnt. Aber die bessere Lobby und das Bedürfnis, ein Wahlgeschenk machen zu müssen, obsiegten.
Jetzt ist die Situation die, dass in Gegenden mit hohem Migrationsanteil die Grundschulen hohem Druck ausgesetzt sind, bessere Übertrittsquoten zu erzielen. Das geht natürlich auf Kosten der schwächeren Schüler, die dann in der 5. Klasse der Mittelschule weder lesen können, geschweige denn die Texte verstehen, noch keine Grundrechenarten beherrschen (Wer das nicht glaubt, darf gerne bei uns hospitieren).
Aber irgendwie packen wir es in der Mittelschule, zusammen mit den Kindern. Und plötzlich treten welche in den sog. M-Zug an einer anderen Mittelschule über, und schon wieder fehlen die Zugpferde Leistungsträger.
Aber irgendwie packen wir es in der Mittelschule, zusammen mit den Kindern. Und plötzlich schaffen fast alle den Hauptschulabschluss und mehr als 2/3 den Quali. Wie ist dieser Riesenspagat von der 5. bis zur 9. Klasse möglich, bei minimaler staatlicher Unterstützung?
Und jetzt muss ich aufhören, sonst gibt es eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Da habe ich keinen Bock drauf, weil zu wenig Energie für so was da ist.

12. Februar 2013

Mädchen sind besser als Jungen

Vorurteile über Jungen tragen dazu bei, dass diese in der Schule schlechter sind, undisziplinierter und disziplinloser.
So eine mehr als zwei Jahre alte Studie von Bonny Hartley und Robbie Sutton von der Universität Kent. Mädchen glauben, dass sie von klein an in der Schule klüger, wohlerzogener sind und sich mehr anstrengen als Jungen.
Wenn man vor einem Test den Jungen sagt, sie seien schlechter als Mädchen, dann waren sie das auch. Sagte man beiden Gruppen, Mädchen wie Jungen könnten gleich gute Leistungen erbringen, so verbesserten sich die Jungen: Die Macht der Suggestion.
Zwei Mädchen fanden jetzt aber den biologischen Grund heraus, warum Jungen schlechter sein müssen:

Genau dasselbe sagten die Mädchen der 9b im Unterricht. Die Machos in der Klasse waren stinkesauer.

7. Februar 2013

Befragung zur Mittelschule

File:Reflection in a soap bubble edit.jpg

Ernüchternde Umfrageergebnisse, aber was Wunder.
Die herbe Wirklichkeit weicht stark ab von den propagierten Wunschvorstellungen des KM. 200 Schulleiter- und 800 LehrerInnen befragte der BLLV zur Situation an den HauptMittelschulen.
  • Mittelschule - ein Erfolgsmodell? 12 % der Befragten stimmen zu, 78 % lehnen ab.
  • Unterrichtsausfall gesenkt? 73 % verneinen dies.
  • individuelle Förderung ausgebaut? Mehr als 90 % sind nicht dieser Meinung.
  • mangelhaftes Angebot an Förderkursen, keine Unterstützung durch zusätzliche Lehrkräfte, ungünstige Voraussetzungen bei  der Ausbildungsplatzsuche...
  • ...und 80 % der Befragten meinen, dass sich die Qualität von Schule durch die Umetikettierungwandlung in Mittelschulen nicht verbessert hat.
Irgendwo stimmt irgendetwas bei irgendeiner Wahrnehmung nicht.

4. Februar 2013

Korrekte Kinderbücher

Datei:Struwwelpeter Mohr ausschnitt.jpg

Sie hört nicht auf, die Debatte um das Streichen bzw. Ersetzen bestimmter, heute missliebiger oder nicht mehr so gebräuchlicher und damit allgemein verständlicher Wörter in Kinderbüchern. Der obige Mohr* hat kein Baströckchen an. Negerkusswurfmaschinen** werden z.B. zu "Schokokusswurfmaschinen" oder "dunklen Schaumkusswurfmaschinen". Das geht ja gerade noch. Was machen wir aber mit der "Muhme Rumpumpel" aus der "Kleinen Hexe" von Otfried Preußler? Fußnoten! Fußnoten! Muhme und Oheim sind nicht mehr gebräuchliche Ausdrücke für Onkel und Tante mütterlicherseits; väterlicherseits heißen sie Onkel und Tante.
Das wäre dann tatsächlich Bildung. Für Vorleser- und ZuhörerInnen.


*heute sagt man "Schwarzer" oder "Mensch mit dunkler Hautfarbe"
**"Neger" stammt von "niger" (lat.), "nègre" (franz.), meinetwegen auch "negro" (span.) ab,

1. Februar 2013

Mehr Freiheit und Verantwortung?

(zur Pressemitteilung 021 des KM Bayern vom 1.2.2013)
Erstmal vorweg: Den Ausdruck "Schulfamilie" kann ich ebensowenig leiden wie die "Ressourcensonne", die immer dann auf dem Tisch ausgebreitet wird, wenn es um Sparen geht. Wäre ich dann der Papa der Schulfamilie? Oder gar der beginnend demente Opa?



Tja.
Entscheidungs- und Handlungskompetenz sollen vor Ort gestärkt werden.
Wieso eigentlich? Sollen mit der mittleren Führungsebene die KollegInnen "vor Ort" abgespeist werden, weil sie im Voksschulbereich kaum Aufstiegschancen oder Anrechnungen haben? Leitungsspannen reduzieren? Das Wort werde ich für das Unwort des Jahres vorschlagen. Soll die mittlere Führungsebene Schulleitungen zum Nulltarif entlasten, Schulleitungen, die in  der Grund- und Mittelschule wesentlich mehr Zeit für Unterricht aufbringen müssen als sie Zeit für Leitung haben, verglichen mit den anderen beiden Schulformen unserer heiligen Dreifaltiggliedrigkeit?
Und überhaupt: Fängt Autonomie nicht damit an, dass die Leitung zumindest Mitsprache beim Personal, bei der Stellvertretung oder der Nachfolgerin hat? Solange das nicht garantiert ist, bleibt alles andere Gewäsch.
Wunderbar ist, dass wir jetzt "eigene Schulentwicklungsprogramme" entwickeln dürfen. Als wir vor 12 Jahren anfingen, unsere Schule selbständig, mit externen Partnern, zu entwickeln, bekamen wir keine Unterstützung. Bis heute eigentlich. Die Preise oder Nominierungen, die wir alle zwei Jahre bekommen, werden natürlich stolz ans Revers geheftet.
Und dass die Schulen "begleitet" werden, das spüren wir ja schon immer. "Die Eigenverantwortliche Schule ist keine autonome Schule. Unsere Schule ist in einen stabilen Rahmen der Qualitätsentwicklung und Begleitung eingebunden“, so der Minister.
Es wird sich wenig bis nichts tun.