26. März 2013

Lehrer haben es leicht, oder?

Drei Monate Ferien im Jahr.
Halbtagsjob.
Arbeit mit Kindern ist doch nicht so schlimm wie getan wird.
Bis 28 Wochenstunden Unterricht?
Differenzieren, individualisieren, inkludieren?
Leistungen von Schülern dokumentieren, Leitlinien entwerfen, Schule entwickeln, Förderpläne aufstellen?
Vorbereiten von Schulstunden, Korrigieren von Klassenarbeiten, Elterngespräche, AGs, Verwaltung, Telefonate mit Erziehungshilfen, Sozialbürgerhäusern=
mindestens 40 Prozent der Arbeitszeit?
In übervollen, engen, vor sich hin rottenden Schulhäusern?
Das Dumme ist nur:
34 % der LehramtsstudenInnen ergreifen den Lehrberuf, weil sie viel Freizeit haben wollen.
51 % wollen sich nicht vom Beruf  vereinnahmen lassen.


20. März 2013

Teamarbeit

Eine Kollegin funktioniert nicht ...
Drei KollegInnen waren diese Woche auf einer Fortbildung der Akademie des Deutschen Schulpreises.
Themen waren Schulentwicklung - Unterrichtsentwicklung - Teamentwicklung.
Teamentwicklung und -arbeit sind in aller Munde, werden propagiert und gefordert. Das, was sich bei uns von unten langsam entwickelt hat, was von der Schulleitung ge- und unterstützt wird, wird an manchen Schulen von oben angeordnet und, man lasse sich das gedanklich im Kopf zergehen, bei der Beurteilung verwendet. Schulleitungen sitzen bei den Teamtreffen dabei und beurteilen ...
Ja, und dann kam der Spruch: "Eine Kollegin 'funktioniert' nicht".
Woran das wohl liegt?

11. März 2013

Jahrgangsübergreifendes Lernen

An den Berliner Grundschulen wurde es 2005 flächendeckend eingeführt, jetzt ist es wieder den Schulen überlassen, ob sie jahrgangsübergreifend unterrichten wollen oder nicht. Und siehe da, ein Drittel will zum Schuljahr 2013/14 zu jahrgangshomogenen Klassen zurückkehren.
Die Zahl der Sitzenbleiber Verweiler stieg in den jahrgangsübergreifenden Klassen von 4,5% (2007), 6,7% (2010) auf 14% im Jahr 2011. Ein dramatischer Anstieg.
Was immer auch die Gründe sein mögen: Uns geht es darum, den Schulen zu überlassen, wie sie ihren Unterricht organisieren wollen. Aber nein, es wird diktiert. Schule ist ja auch von je her streng hierarchisch aufgebaut.
Wie sagte doch unser Freund Alex Rühle am Ende des Artikels, in dem er eine Lanze für unseren Berufsstand brach?
"Auf die Frage, was die Lehrer sich am dringendsten wünschten für einen besseren Unterricht, antworteten alle, egal, ob sie nun am Gymnasium, einer Haupt-, einer Grund- oder einer Realschule tätig waren: Zeit. Zeit für die Klasse. Zeit für den Stoff. Und Zeit für den einzelnen Schüler."
Und Ruhe.
Ruhe.
Und nochmal: Ruhe.