11. März 2013

Jahrgangsübergreifendes Lernen

An den Berliner Grundschulen wurde es 2005 flächendeckend eingeführt, jetzt ist es wieder den Schulen überlassen, ob sie jahrgangsübergreifend unterrichten wollen oder nicht. Und siehe da, ein Drittel will zum Schuljahr 2013/14 zu jahrgangshomogenen Klassen zurückkehren.
Die Zahl der Sitzenbleiber Verweiler stieg in den jahrgangsübergreifenden Klassen von 4,5% (2007), 6,7% (2010) auf 14% im Jahr 2011. Ein dramatischer Anstieg.
Was immer auch die Gründe sein mögen: Uns geht es darum, den Schulen zu überlassen, wie sie ihren Unterricht organisieren wollen. Aber nein, es wird diktiert. Schule ist ja auch von je her streng hierarchisch aufgebaut.
Wie sagte doch unser Freund Alex Rühle am Ende des Artikels, in dem er eine Lanze für unseren Berufsstand brach?
"Auf die Frage, was die Lehrer sich am dringendsten wünschten für einen besseren Unterricht, antworteten alle, egal, ob sie nun am Gymnasium, einer Haupt-, einer Grund- oder einer Realschule tätig waren: Zeit. Zeit für die Klasse. Zeit für den Stoff. Und Zeit für den einzelnen Schüler."
Und Ruhe.
Ruhe.
Und nochmal: Ruhe.

1 Kommentar:

  1. Es hat für die Schulen, die JüL wieder abschaffen nur eine doofe Konsequenz: Sie verlieren zusätzliche Erzieherstellen, die sie bekommen hatten, damit die JüL-Klassen vernünftig betreut werden können. Braucht man dann ja nicht mehr. Kopf -> Tisch.

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