26. März 2013

Lehrer haben es leicht, oder?

Drei Monate Ferien im Jahr.
Halbtagsjob.
Arbeit mit Kindern ist doch nicht so schlimm wie getan wird.
Bis 28 Wochenstunden Unterricht?
Differenzieren, individualisieren, inkludieren?
Leistungen von Schülern dokumentieren, Leitlinien entwerfen, Schule entwickeln, Förderpläne aufstellen?
Vorbereiten von Schulstunden, Korrigieren von Klassenarbeiten, Elterngespräche, AGs, Verwaltung, Telefonate mit Erziehungshilfen, Sozialbürgerhäusern=
mindestens 40 Prozent der Arbeitszeit?
In übervollen, engen, vor sich hin rottenden Schulhäusern?
Das Dumme ist nur:
34 % der LehramtsstudenInnen ergreifen den Lehrberuf, weil sie viel Freizeit haben wollen.
51 % wollen sich nicht vom Beruf  vereinnahmen lassen.


Kommentare:

  1. Erst am Wochenende mit Frau Rau Ferris Bueller's Day Off gesehen, zum ersten Mal gemeinsam und konzentriert. Beste Sequenz im Film. (Und schöner Film, angenehmes Tempo, Tanzsequenz, Schuldirektor leider underused und nur als butt der jokes verwendet, statt echter Widersacher zu sein.)

    Das mit der Freizeit ist immerhin im Sinken begriffen; spricht sich doch herum. Immerhin: Den Math/Nat-Leuten ist Freizeit noch wichtiger. Der Widerspruch zwischen Realität und Wünschen ist aber da und bringt Probleme - als Lösung gibt es a) frühere Aufklärung an den Unis, oder b) Ändern der Arbeitsbedingungen.

    (Und: Online-Umfrage? Ist das repräsentativ? Hatte noch keine Zeit, gründlich reinzuschauen.)

    AntwortenLöschen
  2. Leider ist die Vorstellung mit den vielen Ferien immer noch sehr verlockend! Morgens in der Schule und nachmittags daheim auf der faulen Haut. Du meine Güte, ein begabter, erfahrener Lehrer macht doch seine Vorbereitungen bei geschlossenen Augen in der Hängemattte. Das denkt sich nicht nur ein Teil der deutschen Bevölkerung, auch die Behörden greifen immer öfter auf alte Klisches zuück. Was kann man mit der "unterrichstfreien Zeit" der Lehrer alles anstellen, Mittags- oder Ferienbetreuung... Da eröffnet sich ein weites Feld. Außerdem gibt es einen schöneren Freizeitvertreib als mit Kindern zu spielen? Und das noch gegen Bezahlung? Die zu korrigierenden Aufgaben nimmt man mit auf die Wiese, schaut sie ein bisschen an und beaufsichtigt die Schüler. Geht doch, oder?

    AntwortenLöschen