11. April 2013

Warum?

Eine Schule Kollegium schafft sich alles selbst, ohne Unterstützung von außen (=Stadt und Staat).
Geht an denWochenenden an die Uni, um Schulentwicklung zu lernen.
Ab 2005 wird die Schule regelmäßig bepreist.
Sie hebt das Ansehen der bayerischen Hauptschule in den Medien der Öffentlichkeit.
Sie ist bundesweit bekannt und wird von anderen Schulen um Rat gefragt.
Sie ist einmal unter den 15 besten Schulen Deutschlands aller Schularten.
Sie ist 2013 bayerischer Landessieger.
Es hagelt eine Flut von Lob und Gratulationen aus ganz Deutschland.
AuchSogar zwei Schulen von 59 HauptMittelschulen aus der Stadt haben gratuliert.
Ein befreundeter Schulrat schickte eine nette Mail.
Viele Kooperationspartner und Freunde, bis hin zur Arbeitsagentur Bayern, haben gratuliert.
Die Stadt sagt nichts.
Die Parteien, die sich Bildung auf ihr Banner geschrieben haben, schweigen.
Die unmittelbar vorgeordnete Stelle schweigt schickt ein Gratulationsschreiben mit der Aufforderung, in einem bestimmtem Format Fotos und Texte einzuschicken.

Wir werden unseren Weg weiter gehen, allein.

Kommentare:

  1. Zur Auszeichnung gratuliere ich, nachträglich. Zum Grund für die Auszeichnung noch viel mehr. Und der Rest...

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    1. Danke, Herr Rau, das freut mich.
      Manchmal muss man halt einfach jammern... Die Stundenzuweisung für 2013/14 ist noch geringer als dieses Schuljahr. Macht bei einer kleinen Schule wie uns mindestens einen Lehrer weniger aus.

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  2. Wahrscheinlich kriegen derartige Auszeichnungen gar nicht viele Schulen und die unmittelbar vorgeordnete Stelle nicht mit. Mittlerweile ist man so mit der Verwaltung des Bürokratismus beschäftigt, dass der Tellerrand weit entfernt erscheint. Bei der Verleihung des Preises im Maximilianeum wurden weder der bayerische Kultusminister noch Vertreter der unmittelbar vorgeordneten Stelle gesichtet. Vielleicht wurden sie nicht eingeladen!? Aber jetzt gibt es ja eine neue Herausforderung: Wie geht guter Unterricht mit noch weniger Stunden?

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  3. Liebe/r Anonym/a!
    Die vorgeordneten Stellen wurden verständigt.
    Und Herr Spaenle ist mit G8/G9 bzw. zusätzlichem Schuljahr ab der 10. Klasse beschäftigt.
    Beim letzten Preis 2011 gratulierte noch Herr Schneider, damals seines Zeichens Kultusminister.

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  4. Die Stadt München hält sich zwar für eine Bildungsstadt, aber natürlich wird nur anerkannt, was man sich selbst zusammen gebraut hat. Eine staatliche Schule zählt selbstverständlich nicht dazu.
    Außerdem bestehen natürlich größte Bedenken, dass bei einer Anerkennung von Leistungen womöglich auch Erwartungen erfüllt werden müssen. Dazu zählen bei einem Sachaufwandsträger auch die Schaffung von Klassenzimmern, räumlicher Ausbau für den Ganztag... Das Schulamt ist immer noch die übergeordnete Stelle für das Personal der staatlichen Grund- und Mittelschulen. Die Lehrerbeurteilungen wurden den Schulleitern übertragen, man kennt kaum noch das Personal, man ist gewissermaßen entrückt. Die Anerkennung erschöpft sich darin, irgendwelche Leistungen gerahmt im Flur des Schulamts zu verewigen. Es hängt schon Einiges, die dort Beschäftigten können es sich betrachten. Da gibt es nicht viel Wind und andere die still vor sich hin werkeln, werden nicht gestört und vor allem nicht von Neidgefühlen geplagt. Alles wie immer, niemand wird bevorzugt.
    Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, dass nicht einmal auf der gepflegten Homepage des Schulamts auf besondere Leistungen hingewiesen wird? Vermutlich auch hier die Befürchtungen! Womöglich bekommt diese Schule Flausen und möchte mehr Lehrerstunden, womöglich noch bei der Lehrerauswahl mitreden. Ja, wo kommen wird denn da hin? Es muss schließlich alles seine Ordnung haben. Niemand darf aus der Reihe tanzen. Also "Hauptschulblues", seien Sie bitte nicht so arogant!

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