29. Mai 2013

GEMEINT SIND WIR ALLE!


Rechte und rassistische Aktivitäten nehmen zu – Angriffe auf eine offene Gesellschaft!

In den letzten Wochen und Monaten nehmen rassistische und faschistische Angriffe in Bayern zu. Die organisierte Neonazi-Szene agiert zunehmend offen und aggressiv. In München kommt es im April und Mai zu mehreren Attacken von Neonazis. So wurden die Fenster des Wohnprojekts „Ligsalz 8“ eingeworfen, Nazi-Parolen in die Fenster eingeritzt und die gesamte Fassade mit Farbbeuteln beworfen. Die Geschäftsstelle des Bayerischen Flüchtlingsrats wurde Ziel ähnlicher Angriffe. Ebenso wurden vier Fensterscheiben des Büros des Kurt-Eisner-Vereins eingeworfen. Am EineWeltHaus konnten zweimal Vermummte vertrieben werden.
Auch bayernweit nehmen rechte Angriffe zu. Unter anderem wurde im Mai in Nürnberg die Gedenktafel für die Opfer des NSU mit rechten Aufklebern beklebt und in Bamberg eine türkische Familie angegriffen und verletzt.
Solche Angriffe treffen wenige, Einzelne. Sie sind aber Angriffe auf uns alle und auf eine offene, antirassistische Gesellschaft!

Für weitere Informationen:

http://www.nsuprozess.blogsport.de/
http://www.nsuprozess.info/
http://kafemarat.blogsport.de/
http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/muenchen-demonstration-gegen-nazi-attacken-2929452.html

27. Mai 2013

Sprachkompetenz

Beinahe täglich ärgere ich mich über Rechtschreib-, Grammatik- und Bedeutungsfehler bei SZ und taz. Bei der ZEIT ist das noch erträglich.


Jura-Professorin Jantina Nord merkte jetzt an, dass ihre StudentInnen an keinen Fachwortschatz mehr beherrschten, auch keine Grammatikregeln. Der Konjunktiv sei ihnen nicht geläufig, was natürlich bei RechtsstudentInnen besonders prekär ist.
Ich beobachte die Entwicklung jetzt über Jahrzehnte. Warum soll die Senkung des Bildungsniveaus sich nicht gesellschaftlich auswirken?
Bei den Printmedien wurden die Korrektoren schon längst eingespart.
Auf weiterführende Schulen müssen aus politischen Gründen auch die wechseln, deren Sprachkompetenz nicht genügend ist.
Nun ja. Beim Sprachtest von Bastian Sick tat ich mir auch schwer. Vorsicht bei der Frage nach der "First Lady". Die Frage ist nicht mehr zeitgemäß.

24. Mai 2013

Schulmahlzeiten

Das World Food Programme beschreibt in einer Studie die Schulverpflegung von Schülern und deckt große Mängel auf (einseitiges, teilweise ungesundes, dick machendes Angebot).

 Guten Appetit!

Wie halten wir es?
Wir bieten ab 7.15 Uhr ein kostenloses Frühstück an, auch für die Grundschüler im Haus. Im Winter gibt es Tee, das ganze Jahr über Orangensaft und Milch, Müsli, Käse, Wurst und Obst, Brötchen, Butter und Marmelade und Joghurt. Die Nutella wurde vom Hausmeister abgeschafft, sehr zum Leidwesen der verschleckten Schulleitung!
Das Mittagessen im Ganztag liefert zum einen Teil ein Kooperationspartner, der frisch kocht, 50 Meter von der Schule entfernt. Dort werden täglich für arme Familien preisgünstige und ernährungsphysiologisch ausgewogene Mittagessen angeboten.
Den anderen Teil bringt ein Caterer heiß, frisch zubereitet. Einer, der sich in die Töpfe schauen läßt.
Die Kommune möchte jedoch alles vereinheitlichen, scheitert aber bisher schon an der termingerechten Ausschreibung: Einen Caterer für alle Schulen, der am besten tiefgefroren anliefert.
Wir wollen das nicht und werden dagegen kämpfen. Aber bis zum nächsten Schuljahr wird noch nichts passieren.
Herr Lafer wäre uns allerdings schon recht, wenn auch nicht so hoch technologisiert (Essensbestellung via Smartphone).
Dass es auch mal nicht so schmeckt - mein Gott, wer kennt das nicht?

Deutschland als Einwanderungsland Hochqualifizierter - ja, aber ...


Im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ermittelte ein Forscherteam, dass die meisten Zuwanderer qualifizierter ausgebildet als die durchschnittliche eingesessene Bevölkerung seien und fordert, dass die BRD als Einwanderungsland neu aufgestellt wird. Zudem wird gewarnt, dass der Zuzug endlich sei und irgendwann versiege.
Das ist richtig.
Aber: Es gibt nach wie vor so viele junge Menschen in Deutschland, die nicht entsprechend gefördert werden.
Mehr Geld in die Ausstattung der Schulen. Bessere Ausbildung der Lehrkräfte. Einbeziehung anderer Berufsgruppen, z. B. von Erziehern, in die Schulen. Schulzeit eher verlängern als verkürzen. Das Niveau in den diversen Schularten nicht ständig senken; das ist verkehrte Förderung.

9. Mai 2013

Inklusion, zum xten Mal

Seit 2008 hören die BildungsKultusbürokratien nicht auf, Inklusion zu predigen und zu verordnen. Damals trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft und Vernor Munoz aus Costa Rica, der damalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, besuchte Deutschland und monierte prompt die hohe Zahl der Förderschüler. Inklusion wurde angemahnt, auf allen Ebenen. Dagegen würde ja auch wenig sprechen, bis auf besondere Fälle von Behinderung. Das Manko ist lediglich, dass es keinen verbindlichen Rahmen gibt, wie die Unterstützung der Inklusionsschulen bei den verschiedenen Arten von Inklusionsschülern aussieht.
Die Schulen sollen halt schon mal anfangen zu inkludieren und dann werde man schon Unterstützung gewähren.
Aber das kennen wir ja. Immer mehr auf unseren Schultern austragen.