27. Mai 2013

Sprachkompetenz

Beinahe täglich ärgere ich mich über Rechtschreib-, Grammatik- und Bedeutungsfehler bei SZ und taz. Bei der ZEIT ist das noch erträglich.


Jura-Professorin Jantina Nord merkte jetzt an, dass ihre StudentInnen an keinen Fachwortschatz mehr beherrschten, auch keine Grammatikregeln. Der Konjunktiv sei ihnen nicht geläufig, was natürlich bei RechtsstudentInnen besonders prekär ist.
Ich beobachte die Entwicklung jetzt über Jahrzehnte. Warum soll die Senkung des Bildungsniveaus sich nicht gesellschaftlich auswirken?
Bei den Printmedien wurden die Korrektoren schon längst eingespart.
Auf weiterführende Schulen müssen aus politischen Gründen auch die wechseln, deren Sprachkompetenz nicht genügend ist.
Nun ja. Beim Sprachtest von Bastian Sick tat ich mir auch schwer. Vorsicht bei der Frage nach der "First Lady". Die Frage ist nicht mehr zeitgemäß.

Kommentare:

  1. Ich habe im letzten Halbjahr bei meiner Achten in Deutsch Konjunktiv II gemacht.
    Die Schüler waren fassungslos, denn davon hatten sie noch nie etwas gehört. Und es war ein harter Kampf, sie davon zu überzeugen, sich näher mit dem Konjunktiv zu beschäftigen.

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    1. An Konjunktiv I geschweige denn II ist bei uns überhaupt nicht zu denken. Wir sind schon froh, wenn die Schüler lesen können, das Gelesene auch verstehen, wenn sie Techniken beherrschen, sich das Nichtverstandene zu erschließen, und wenn sie dann noch einigermaßen gerade Sätze reden und schreiben können.
      Ganz schön reduziert, Frau Hilde, oder?

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