18. September 2013

Big Brothers Big Sisters oder: Fallengelassen

Seit zwei Jahren fand das erfolgreiche Mentorenprogramm mit SchülerInnen der Schule statt.
An Elternsprechtagen oder ähnlichen Veranstaltungen baute BBBS München einen Infostand auf. Sie betrieben erfolgreiche Arbeit mit einzelnen Schülern. Es fiel allerdings auf, dass zu den beiden letzten Einladungen niemand kam: personeller Engpass oder anderer wichtiger Termin waren jeweils der Grund.
Jetzt wollte zu Beginn des neuen Schuljahrs eine Schülerin ihre Mentorin wieder treffen und machte sich auf den Weg zum regionalen Stadtbüro. Es war alles verrammelt, kein Hinweis, nichts. Auch keine Benachrichtigung der Mutter.
Wikipedia wusste allerdings schon:
"Zu den anerkannten Organisationen gehört auch die gemeinnützige GmbH Big Brothers Big Sisters Deutschland (BBBSD) mit Sitz in Ludwigshafen. Sie eröffnete 2007 ein erstes Regionalbüro in Mannheim, das seither Tandems in der Rhein-Neckar-Region zusammenstellt und betreut. Ab 2008 wurde das Programm ausgeweitet. Neue Büros entstanden im Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt), im Ruhrgebiet (Essen), sowie in Hamburg, Stuttgart und München. Im Januar 2011 gab es in Deutschland im Rahmen von BBBSD 372 Tandems aus Mentor und Kind. 2013 entschieden Geschäftsführung und Stiftung (= Benckiser Stiftung) überraschend, das Projekt Ende 2014 in Deutschland einzustellen."
Dieses Verhalten von Stiftung und Geschäftsleitung macht es in Zukunft schwierig, sich auf ähnliche Projekte einzulassen. Schulen und noch mehr Kinder und Jugendliche brauchen Nachhaltigkeit.

1 Kommentar:

  1. In München ist schon alles sehr hastig geschlossen worden. Nicht einmal der betreuende Erwachsene ist verständigt worden. Da kommt Vertrauen auf!

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