9. Februar 2014

Studie zu Schulleitern

Der Zuger Bildungsforscher Stephan Huber stellte eine Studie zur Arbeitsbelastung von Schulleitern vor. Beteiligt waren die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschland (ASD).
Fast 5400 SchulleiterInnen wurden befragt; 16 % davon gelten als Risikogruppe mit Burnout.
Gerne gehen sie in den Unterricht, sie stoßen auch gerne Neuerungen innerhalb der Schule an. Weniger gern setzen sie verordnete Neuerungen um.
Gesundheitsmanagement und eine gute Aufgabenverteilung in der Schulleitung und im gesamten Kollegium seien sehr wichtig. Gerade hier stößt man aber an Grenzen, genauso wie bei der kooperativen Schulleitung. Es gibt zu viele Schulleiter, die ihre Stellvertreter mit ein paar Anrechnungsstunden abspeisen und sich auch bei ihren autokratischen Entscheidungen nicht dreinreden lassen wollen.
Bundesweit soll es 1200 unbesetzte Schulleitungsstellen geben, bei den Stellvertretern soll die Zahl noch höher sein.
Wen wundert es?
Die Ausbildung zum/zur SchulleiterIn liegt nach wie vor im Argen, es fehlen Qualitätsstandards. Kollegien haben kein Mitsprache- oder wenigstens Anhörungsrecht. Die Unterrichtsbelastung an den Mittelschulen ist nach wie vor viel zu hoch, bei aller Freude am Unterrichten.

4. Februar 2014

Merkwürdig ...

... wenn die eigene Stelle ausgeschrieben ist. Ein komisches Gefühl macht sich breit. Ein Ende zeichnet sich ab.



2. Februar 2014

Herr Neumaier, Sie haben keine Ahnung!

Es wäre bestimmt interessant, den Arbeitsplatz von Herrn Neumaier zu untersuchen. Wir als Schule haben sehr viel Medienerfahrung, auch und vor allem mit dem BR. Und wenn wir dann sehen, wie gelassen, in welch epischer Breite, von diversen Helfern flankiert, Redakteure einen Beitrag erstellen, sei es im Rundfunk oder im Fernsehen, packt uns der Neid.
Der Herr Redakteur Neumaier bedient in gewohnter Weise die bekannten Vorurteile, wahrscheinlich ohne je eine Woche an einer Schule hospitiert zu haben. Das haben bei uns einige Medienvertreter gemacht, und die haben nicht einen derartigen Quatsch von sich gegeben.
Herr Neumaier, Sie haben keine Ahnung!
Die Sprechstunden liegen meist am Vormittag, damit wir Lehrkräfte für Präsenz und Vertretung haben. Unsere LehrerInnen halten oft genug ihre Sprechzeiten in der unterrichtsfreien Zeit ab.
Arbeitsplätze? Kommen Sie doch mal und sehen Sie nach, ob Sie unter diesen Bedingungen in der Schule arbeiten wollen.
Bei uns ist am Nachmittag kaum ein Klassenzimmer frei, weil der Ganztag, zusätzliche Deutschkurse, der Leseclub, individuelle Lernförderung, die Berufsorientierung  usw. dort stattfinden.
"Privilegiertes Arbeitsleben"? Was meinen Sie damit? Dass manche KollegInnen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr nach Hause gehen, die Familie und den Haushalt bedienen und dann um 22.30 Uhr die Lampe am Schreibtisch ausschalten? (Wenn es denn so privilegiert ist, dieses Arbeitsleben, dann ist es doch schade, dass ein Kollege Neumaier an uns vorüber gegangen ist, dann hätte er ja auch davon profitieren können. Schließlich soll es allen gut gehen.)
Herr Neumaier, rufen Sie an, begleiten Sie uns eine Woche lang, ohne Vorurteile.