19. Mai 2014

Talkshows

Ich persönlich habe die Teilnahme an Talkshows immer vehement abgelehnt. Sehr viele Anfragen gab es zwar nicht, nur drei.
In Talkshows diktiert das Medium das Tempo und auch den Inhalt.
Äußerungen werden hinterher oft  falsch interpretiert und gegen einen verwendet.
Sehr gerne nahm und nehme ich jedoch an Podiumsdiskussionen teil.
Wenn garantiert ist, dass man ausreden und auch spontan etwas einwenden kann.

17. Mai 2014

Lachen

Lachen.


Morgens, ab 7 Uhr, lachen die ankommenden KollegInnen zur Bürotür herein.
Morgens, um halb 8, machen wir oft die Tür zum Lehrerzimmer zu, weil sie so laut sind.
In der Pause lachen sie wieder.
Die Kinder lächeln (bis lachen), wenn sie mir auf dem Gang begegnen.
In den Klassenzimmern wird viel gelacht.
Die Reinigungsfrau lacht uns an, wenn sie die Papierkörbe leert.
Wir müssen lachen, weil unsere Sekretärin bestimmte Dinge mit einem treffenden  trockenen Satz auf den Punkt bringt.
Wenn wir ab halb 3 unsere Gesprächsrunde mit dem Hausmeister haben, wird viel gelacht.
Wir unterrichten auch, die Kids lernen.
Unsere Abschlussquoten sind seit Jahren hervorragend.
Wir sehen aber auch alle Probleme, gehen sie an, können sie lösen oder nicht. 

15. Mai 2014

Prüfungen, Zerfleischung und andere unangenehme Zustände

Bei vielen MitbloggerInnen häufen sich die Berichte über inkompetente Chefs, über amoklaufende KollegInnen, die immer wieder die Nerven verlieren, oder KollegInnen, die diese Missstände auffangen und ausgleichen wollen.
Das geht nicht, das schlägt auf die eigene Gesundheit durch.
Solange SchulleiterInnen nicht vom Kollegium gewählt und abgesetzt abgewählt werden können, wird sich wenig ändern. Aber genau das ist nicht im Interesse der Schulaufsicht/-verwaltung. Es könnte sich ja eine Schule, in der es gut läuft, wo Schule als gemeinsames Projekt begriffen wird, auf den Weg machen und sich selbst nach eigenen Vorstellungen entwickeln. Und so eine Schule kann unbequem werden. Die Schulleitung könnte Druck von oben nicht unreflektiert weiter geben, sondern sorgfältig sortieren, was getan werden muss und was nicht. Dann verschanzt sie sich auch nicht hinter dem PC, sondern hat ein offenes Ohr für die Belange von Schülern, Eltern und Kollegium. Dann hält sie auch Unterricht und reißt sich nicht Stunden, die auch wegfallen können (Förder-, Differenzierungs- oder AG-Stunden), unter den Nagel.
Dann kann eine Schule entstehen, die sehr anstrengend ist, aber die auch Spaß macht. Wo die Mitarbeit der Leitung motiviert und mitreißt. Und die KollegInnen, denen das nicht gefällt, wandern freiwillig woanders hin.

7. Mai 2014

Förderschüler in Regelschulen erzielen bessere Leistungen ...

sagt die SZ-Online heute.
Welche Neuigkeit.
Das IQB in Berlin, das auch für die Vera-Tests verantwortlich ist, fand dies heraus.
Wir wissen das schon lange, wir spüren es förmlich.
Als Ende der 90er Jahre in Bayern die M-Züge eingeführt wurden, nahmen sich die damaligen Hauptschulen ab der 7. Klasse die besten Schüler weg. Das Niveau sank in der Folge.
Als die Zugangsbestimmungen für Realschule und Gymnasium aufgeweicht wurden, sank die Leistungsbereitschaft in den 5. und 6. Klassen.
Seit über 10 Jahren inkludieren wir Schüler mit Lernbehinderung und bringen alle zum Mittelschulabschluss, sehr viele sogar zum qualifizierenden Abschluss.
Da brauchen wir keine Untersuchung des IQB.
Die Damen und Herren Wissenschaftler dort sollen sich darauf konzentrieren, vernünftige und schaffbare Vera-Tests zu konzipieren.