15. Mai 2014

Prüfungen, Zerfleischung und andere unangenehme Zustände

Bei vielen MitbloggerInnen häufen sich die Berichte über inkompetente Chefs, über amoklaufende KollegInnen, die immer wieder die Nerven verlieren, oder KollegInnen, die diese Missstände auffangen und ausgleichen wollen.
Das geht nicht, das schlägt auf die eigene Gesundheit durch.
Solange SchulleiterInnen nicht vom Kollegium gewählt und abgesetzt abgewählt werden können, wird sich wenig ändern. Aber genau das ist nicht im Interesse der Schulaufsicht/-verwaltung. Es könnte sich ja eine Schule, in der es gut läuft, wo Schule als gemeinsames Projekt begriffen wird, auf den Weg machen und sich selbst nach eigenen Vorstellungen entwickeln. Und so eine Schule kann unbequem werden. Die Schulleitung könnte Druck von oben nicht unreflektiert weiter geben, sondern sorgfältig sortieren, was getan werden muss und was nicht. Dann verschanzt sie sich auch nicht hinter dem PC, sondern hat ein offenes Ohr für die Belange von Schülern, Eltern und Kollegium. Dann hält sie auch Unterricht und reißt sich nicht Stunden, die auch wegfallen können (Förder-, Differenzierungs- oder AG-Stunden), unter den Nagel.
Dann kann eine Schule entstehen, die sehr anstrengend ist, aber die auch Spaß macht. Wo die Mitarbeit der Leitung motiviert und mitreißt. Und die KollegInnen, denen das nicht gefällt, wandern freiwillig woanders hin.

Kommentare:

  1. Ich glaube auch, dass die Ministerialbürokratie durchaus schätzt, die Schulleiter in einer von ihr abhängigen Position zu sehen - das macht ad Leben für sie so viel einfacher...
    Halten Sie eigentlich die Einführung einer mittleren Führungsebene für eine gute Idee?

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    1. Davon halte ich wenig. Das ist ein Sparmodell. Um den Mittelschulleitungen nicht mehr Anrechnungsstunden geben zu müssen, sollen KollegInnen einspringen und bestimmte Leitungsaufgaben zum Nulltarif übernehmen.
      Wir setzen auf größmögliche Selbständigkeit und Berücksichtigung von Neigungen und Interessen der Lehrkräfte und fahren damit gut.

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    2. Was bei uns für besondere Ablehnung sorgt, ist der Plan, dass man einem Mittleren-Führungsebner, der einen beurteilen soll, zum "Coaching" zugeteilt wird - ohne Rücksicht auf Sympathien oder sonst was. Und wie ein Vertrauensverhältnis entstehen soll, wenn der Coach gleichzeitig Beurteiler ist, naja.

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  2. Sie sprechen mir aus der Seele. Die Schulleitungen in den Mittelschulen sind sowieso schon Mädchen für alles.

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