19. Mai 2014

Talkshows

Ich persönlich habe die Teilnahme an Talkshows immer vehement abgelehnt. Sehr viele Anfragen gab es zwar nicht, nur drei.
In Talkshows diktiert das Medium das Tempo und auch den Inhalt.
Äußerungen werden hinterher oft  falsch interpretiert und gegen einen verwendet.
Sehr gerne nahm und nehme ich jedoch an Podiumsdiskussionen teil.
Wenn garantiert ist, dass man ausreden und auch spontan etwas einwenden kann.

1 Kommentar:

  1. Offensichtlich haben Sie sich eine Talkshow angesehen, deren Thema grundsätzlich interessant, aber dann enttäuschend behandelt wurde, Auch ich würde mich aus den von Ihnen aufgeführten Gründen grundsätzlich zu keiner Teilnahme an einer Talkshow hinreißen lassen.Tatsächlich wird man seinem Anliegen selten gerecht.
    So wurde kürzlich bei G. Jauch das Thema Inklusion behandelt. Zu meiner positiven Verwunderung erfuhr ich, dass ein Mädchen mit Downsyndrom an einer Regelschule einen guten Hauptschulabschluss mit dem Fach Englisch Note "sehr gut" abgeschlossen hat!
    An meiner Schule schließt selten ein Schüler mit dieser Note ab. Sind wir zu streng, zu wenig "pädagogisch"? Geben wir zu wenig Chancen? Wir haben keine Schüler mit Downsyndrom. Wie beurteilen das Betriebe? Darf man so eine Leistung überhaupt kritisch sehen (wobei ich nicht unbedingt da etwas bekriteln kann und möchte, denn ich kenne weder Kind, Umstände noch Lernumgebung)? Ich bin ja auch nur eine einfache Grund- und Hauptschullehrerin.
    Was möchte man Eltern mit einem KInd, das Downsyndrom hat, vermitteln? Hat dann die Mutter des zweiten in der Sendung vorgestellten Kindes mit Downsyndrom nicht vollkommen Recht, die fordert, dass ihr Kind das Gymnasium besuchen darf? Offensichtlich will sie ihrem Kind eine Stigmatisierung ersparen (das wollen ja alle Elten, die fordern, dass ihre Kinder nicht auf die schreckliche Hauptschule, pardon Mittelschule; gehen sollen ). Förderschulen, gruselig! Das muss ja eine Art Gottesstrafe sein - für Kind und Eltern.
    Nirgendwo wird aufgeklärt, dass Förderschullehrer wohl die best ausgebildeten Lehrer der Republik sind, die Kindern eine stressfreie Lernumgebung mit individuell größt möglichen Resultaten ermöglichen. Alle Lehrer sollten den Hut ziehen! Sollte es nicht darum gehen, dass man den Kindern alle Chancen gibt, die individuell möglich sind? Wir erlauben uns ja nicht einmal mehr solche Inklusionspraktiken zu hinterfragen.
    Ehrliche und kritsche Artikel zu diesem Thema gibt es genug, leider nicht rührend oder reißerisch genug.
    Ich konnte mir die Sendung übrigens wegen Übelkeit nicht bis zum Ende anschauen.

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