12. November 2014

"Gut ist uns nicht gut genug"

betitelt Melanie Staudinger ihren Artikel über Münchner Mittelschulen.
Anhand einer Schule in einem Problemviertel berichtet sie über die Vorzüge, die diese Schulart gegenüber anderen bietet. Allerdings werden diese von der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen.
Restschule:
Hoher Migrationsanteil.
Keine Mittlere Reife, nur Mittlerer Bildungsabschluss.
Kein Abitur.
Schade. Ich kenne keine Schulart, an der innovativer, auf höherem Niveau gearbeitet wird.


1 Kommentar:

  1. Das denke ich auch. Schon die Hertiestiftung, die die Preise für die besten Schulen, die zur Ausbildungsreife führen verleiht, befindet Ähnliches. So erkennt sie, dass vor allem unter schwierigen Bedingungen mit schwierigen Schülern Vorbildliches geleistet wird. Tatsächlich werden wir - damit meine ich die Mittelschulen (in anderen Bundesländern Realschule plus, Oberschulen,...) - nicht nur vollständig im Regen gelassen werden, man bürdet dieser Restschule noch Ungeheuerliches auf: Inklusion mutet man vor allem den Pflichtschulen zu, auch Integration. Alle Erlasse sind rudimentär, die Feinplanung erledigen die Pädagogen vor Ort, selbstverständlich unter größten Sparzwängen. Dies geschieht unter dem Deckmäntelchen der Selbständigkeit. Eine Scheinselbständigkeit. Oder sollte man klarer sagen: maulwurfsartige Aufarbeitung von Unvergorenem, mit dessem Resultat sich die Kumis dann brüsten können ohne sich damit näher beschäftigen zu müssen? Einzig in der Umbenennung der Schulart ist man bundesweit äußerst kreativ und eifrig.
    Nervig ist obendrein dann die ziemlich oberflächlige Pressearbeit, die in regelmäßigen Abständen offensichtlich Stammtischgespräche einbezieht und mit den immer gleichen dämlichen Vorurteilen die breite Masse befriedigt. Fehlt nur noch der obligatorische Lehrerwitz mit Fritzchen. Den könnte ich noch nachliefern, habe aber keine Lust dazu. Das Lachen ist mir gänzlich im Hals stecken geblieben.

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