9. November 2014

Es wird aber auch Zeit!

Handwerkspräsident Georg Schlagbauer will verstärkt junge Flüchtlinge als Auszubildende bei Handwerksbetrieben unterbringen. Dazu gibt es jetzt bei der Handwerkskammer München die Stelle des "Flüchtlingsakquisiteurs".
Wenn die Not groß ist bzw. der Nachwuchs fehlt, kommt man in die Gänge. Der Bezirk Schwaben betreibt das Modell immerhin seit 2009, auch mit fest angestelltem Flüchtlingsakquisiteur.
Einsteigen müssen aber die Schulbehörden. Die Übergangsklassen sind überfüllt, Flüchtlingskinder ohne deutsche Sprachkenntnisse sitzen in Regelklassen und können nicht entsprechend gefördert werden. Abschlüsse müssen her - damit kein Kind verloren geht, dürfen die Klassen nicht stärker als 20 Kinder sein.
Die kulturellen Unterschiede zwischen Heimat- und Zufluchtland müssen erklärt, verstanden und überbrückt werden. Hier sind die Kommunen als Träger der Sozialarbeit gefordert, entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen.
Nur wenn alle Beteiligten sich an einen Tisch setzen, wenn entsprechende Mittel bereit stehen, kann die Integration in den Beruf mit diesen jungen Menschen von Erfolg gekrönt sein.

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