27. Dezember 2015

Curtis Jones

Er war ein texanischer Bluesmusiker, der mit dem American Folk & Blues Revival in Europa gestrandet war.
Obwohl er ein renommierter Musiker war, sah er kaum Tantiemen. Ich traf ihn 1970 auf der Leopoldstraße, damals noch ein Ort, an dem es Clubs für Musik gab (PN Club, Big Apple), wo aber auch Straßenmusiker auftraten.
Curtis saß einfach auf einer Bank, mit seiner Gitarre - er war eigentlich Pianist - und sah hungrig und krank aus.
Wenn ich zu meinem Institut ging, steckte ich ihm jedes Mal einen 5-Mark-Schein zu, mehr hatte ich damals auch nicht.
Und er sagte mir immer, wenn er auftrat. Meist im "Danny`s Pan", später "MUH", eine Kleinkunstbühne im heutigen Unionsbräu.
Er war prima.
Seine Platten können nur nur einen Teil dessen vermitteln, was er live darbot.
Curtis Jones: In London, CDCurtis Jones: The Complete Blue Horizon Sessions, CDCurtis Jones: Lonesome Bedroom Blues, CD
Dann war er eines Tages nicht mehr zu sehen.
Mit 65 Jahren starb er an Herzversagen und wurde im Ostfriedhof begraben.

8264 neue Sprachklassen

Diese Zahl melden übereinstimmend alle überregionalen Zeitungen.
Gut so.
Für etwa 200.000 SchülerInnen. Das macht im Schnitt fast 25 Lernende pro Klasse aus.
Zu viele.
Nicht mit eingerechnet ist die Dunkelziffer von ungefähr 125.000 Kindern und Jugendlichen, die im Land sein sollen und schulpflichtig sind.
Bildergebnis für flüchtlingskinder in deutschland
Bild: UNICEF
8.500 Lehrkräfte wurden neu eingestellt, der Bedarf liegt laut Vorsitzender der KMK bei 20.000.
Das ist eine Riesenaufgabe.

21. Dezember 2015

Schulbesuch von Flüchtlingskindern

Es soll 150 000 Flüchtlingskinder in Deutschland geben - ich las aber auch schon mal von 300 000.
Egal.

Es ist wichtig, dass diese Kinder möglichst früh beschult werden. Jeder Tag ist ein Gewinn. Sie sind bereit, sich auf Deutschland und seine Kultur  einzulassen.
Das heißt ganz konkret, es müssen flächendeckend in der BRD die Vorbereitungsklassen oder Übergangsklassen oder Willkommensklassen oder Win-Klassen ausgebaut werden, in denen die Schüler Deutsch lernen. Und diese Klassen sollten auch in den Ferien offen sein. Und dann müssen Flüchtlingskinder so schnell wie möglich in die Regelklassen eingebunden werden.
Schülerpaten in den Regelschulen wären äußerst hilfreich.

19. Dezember 2015

"Pegida schwächelt"

, meint die Süddeutsche.
Das ist schon richtig. Und auch gut so. In München konnte das schon seit einem halben Jahr beobachtet werden. Nur noch eine Handvoll Rechtsradikaler und verurteilter Neonazis zog als geschrumpftes Häuflein durch die Straßen, geschützt durch Gerichtsurteile, die die Entscheide des Kreisverwaltungsreferates immer wieder aufhoben.
Viel Gegenwehr will das Bündnis "München ist bunt" organisieren. Foto: Homann
Foto: Homann, Münchner Merkur
Was aber nicht übersehen werden darf, ist die zunehmende Zahl von Übergriffen auf Flüchtlinge oder deren Unterkünfte.

11. Dezember 2015

Willkommen auf Lesbos

So heißt ein Artikel von Thomas Schmid aus der Berliner Zeitung vom 04.11.2015.
Kann gut sein, dass der Blog wieder gehackt wird, wenn so viel über Flüchtlinge berichtet wird.

8. Dezember 2015

Gehackt

Danke Thomas, für den Hinweis.
Ich hätte es aber heute abend auch gemerkt.

5. Dezember 2015

Lighthouse Welcome Center



Vor über einem Jahr richteten die Lichterkette München, die Innere Mission München und Ingvild Goetz Philanthropy das Lighthouse Welcome Center ein.
Täag für Tag kommen ja mehrere hundert Flüchtlinge in München an. Sie sind verunsichert und traumatisiert von den Erlebnissen, wegen derer sie fliehen mussten, aber auch von den Ereignissen, die sie auf ihrer unglaublich harten Flucht erlebt haben.
Hier in der Bayernkaserne werden sie empfangen, bekommen einen (sehr süßen) Tee, bekommen Ratschläge und Hilfe. Das Lighthouse Welcome Center wird von Ehrenamtlichen, darunter vielen Nachbarn, von 8.00 bis 20.00 Uhr betrieben.

30. November 2015

Am Übergang stehen bleiben ist gefährlich


Laut SZ von heute verlassen jedes Jahr 55 000 SchülerInnen die Schule (nur die HauptMittelschule? Kann nicht sein.) ohne Abschluss.
 
Das sind 55 000 junge Menschen zuviel. Im sogenannten Übergangsbereich zwischen Schule und Ausbildung - diverse Fördermaßnahmen der Arbeitsagentur und anderer Verbände - verharren fast 250 000 Jugendliche. Andererseits vermelden IHK und Handwerk zehntausende offene Stellen. Auch SchülerInnen mit Realschulabschluss befinden sich im Übergangsbereich, letztes Jahr 66 000.
Und - so die neuesten Zahlen - 1,3 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Ernüchternde Zahlen sind das.
Da gibt es was zu tun auf diesem weiten Feld.