19. Mai 2015

Benehmen als Schulfach

Das wünschen sich laut einer Umfrage des Instituts "YouGov" (nie davon gehört) drei Viertel aller Befragten, die Hälfte als Pflicht-, ein Viertel als Wahlfach. Fontanefan berichtete auch darüber.
Wenn es immer mehr Fächer gibt, sollen dann die Schüler bis 18.00 Uhr beschult werden?
Warum sollen Sozialkompetenzen, die bis vor kurzer Zeit aus dem Elternhaus mitgebracht wurden, in der Schule vermittelt werden?

Besser wären vielleicht Erziehungskurse für junge Eltern. Wie vermittele ich meinem Kind, dass ein Tobsuchtsanfall im Geschäft besser unterbleibt? Wie schaffe ich es, dass ein "Nein" ein "Nein" ist, vielleicht schmerzhaft, aber letzten Endes für alle Beteiligten tragbar?

Kommentare:

  1. Ich habe mir die Umfrage nicht angeschaut. Vielleicht waren zehn neue Fächer angeboten, und *alle* hätten die Eltern gerne neu im (Pflicht-)Angebot - was die Absurdität zeigt. Interessant wären mal die Antworten auf Fragen wie: "Welches Fach sollte gestrichen oder gekürzt werden, um ein Fach Benehmen einzuführen?"

    Man kann's auch billiger haben, wenn auch der Mathelehrer den Schülern eine 6 gibt, wenn sie nicht grüßen oder finster schauen. Besser?

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  2. Man könnte die Eltern individuell wählen lassen, welche Fächer sie sich für ihr Kind wünschen. Im Allgemeinen wird die Schule als Dienstleistungsbetrieb betrachtet und sie hat auf Knopfdruck zu reagieren. Erziehung ist ein schwieriges Thema, Eltern wollen mit ihren Kindern konfliktfrei und stressfrei leben und da wäre es doch schön, wenn man alles Unangenehme abgenommen bekommt. Schule bis 18 Uhr? Phantastisch - Abendessen und ins Bett. .

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