25. April 2016

SchlaU und ISuS II

Heute besuchte ich die Schlauschule in München.
Ich war beeindruckt.
An den beiden Schulen SchlaU und ISuS werden etwa 300 junge Flüchtlinge nach dem Fächerkanon der bayerischen Regel-(Mittel-)schule unterrichtet und zu Schulabschlüssen oder, genauso wichtig, Anschlüssen geführt. Die Schule unterstützt die SchülerInnen intensiv individuell, so daß es möglich ist, an eine Regelschule zu wechseln oder extern staatliche Prüfungen abzulegen oder/und in das duale Ausbildungssystem einzusteigen. Durch das Programm SchlaUzubi werden Ehemalige während der Ausbildung oder dem Besuch einer weiterführenden Schule nachbetreut, um eine nachhaltige Integration zu ermöglichen.
Der Film dauert 12 Minuten, ist aber sehr sehenswert.

Die ISuS-Schule (Integration durch Sofortbeschulung und Stabilisierung) um die Ecke in der Schillerstraße wurde 2012 gegründet und hat zum Ziel, jungen Flüchtlingen unmittelbar nach ihrer Ankunft durch Beschulung und sozialpädagogische Betreuung einen Halt, Strukturen sowie eine Perspektive zu geben.
Mit Gründung der Schule wurde den jungen − oftmals schwer traumatisierten −  Menschen der Zugang zu ihrem Menschenrecht auf Bildung und die dringend benötigte Perspektivenschaffung sowie ein geregelter Alltag im neuen kulturellen Umfeld ermöglicht.
Insgesamt fünf Lehrkräfte, angestellt beim Referat für Bildung und Sport der Stadt München, sowie mehrere Honorarkräfte unterrichten die jungen Flüchtlinge in den ehemaligen Räumlichkeiten der SchlaU-Schule in der Schillerstraße. In fünf Klassen erhalten die SchlerInnen Unterricht in den Fächern Deutsch schriftlich, Deutsch mündlich und Mathematik. Neben den Kernfächern spielen insbesondere die Themenbereiche Orientierung, Gleichberechtigung und Konfliktmanagement eine große Rolle.

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