14. April 2016

Studie zur Entwicklung von Ganztagschulen (StEG)


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Mich interessieren Studien.
Die neueste Studie zum Ganztag ist recht aufschlussreich.
Ergebnis ist, dass Schüler sich durch den Besuch einer Ganztagesklasse in den Leistungen nicht verbessern.
Was sich allerdings verbessert, sind das soziale Gefüge, die Motivation und das Selbstkonzept.
Ein Résumé der Studie ist auch, dass es keine verbindlichen Qualitätskriterien für den Ganztag gibt.
Ob offen, ob gebunden, ob nur Hausaufgabenbetreuung, jeder Schule in der BRD ist es überlassen, wie sie den Ganztag gestaltet.
Und so wie das bundesweit aussieht ist alles der Knappheit der Ressourcen geschuldet.

Kommentare:

  1. Bei der Knappheit der Ressourcen können sich die Leistungen der Schüler gar nicht verbessern. Dabei wird das eingesetzte Geld noch verschleudert, da kann ich nur für München sprechen. Im gebundenen Ganztag geben die Lehrer oft das Mittagessen aus, weil man an den Küchen- und Aufsichtskräften sparen möchte. Dabei stehen der Klasse nur 12 Lehrerwochenstunden zusätzlch zur Verfügung. Die gehen somit großteils für Aufbewahrung und unterrichtsfremde Tätigkeiten drauf. Auch an sinnvollen Angeboten fehlt es - natürlich nur an denen, die bezahlbar wären. 6000€ pro Jahr für 6 Wochenstunden bekommt eine externe Kraft. Da springt nicht viel rüber, wenn man nicht gerade ein großer Menschenfreund ist und sich mit Herzblut auch noch ehrenamtlich selbstlos aufopfernd einsetzt. Darauf baut man offensichtlich und hat auch noch vielerorts scheinbar Erfolg. An vielen Schulen sitzt eine Ein-Eurokraft, geschickt von einer Organisation (die bekommt das Geld überwiesen) und beaufsichtigt bis zu 25 Schüler, was nicht immer konfliktfrei, aber recht erfolglos abgeht, da natürlich keine Hilfestellung bei der Übungsarbeit geboten wird. In manchen Augen ist das vielleicht eine Erziehung zur Selbständigkeit oder soziale Erziehung. Diesen Missstand braucht man nicht zu verharmlosen und auf die Verbesserung des sozialen Gefüges hinweisen.

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    1. Da haben Sie sicher recht. Wenn Sie in München arbeiten, kennen Sie bestimmt das Positionspapier (http://netzwerk-ganztagsbildung.de/positionspapier-zu-verbesserung-der-rahmenbedingungen-im-gebundenen-ganztag/) des Netzwerks Gebundener Ganztag.
      Da sind wir uns ja dann vielleicht schon über den Weg gelaufen.
      Für mich sind der erste Schritt allgemein verbindliche Qualitätskriterien. Dann sehen alle, dass das Geld und die Stundenzuweisungen nicht ausreichen.

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    2. Das Netzwerk kenne ich natürlich, da auch in mir die Hoffnung war, gemeinsam sinnvolle Qualitätskriterien auf den Weg zu bringen. An Ideen mangelt es nicht. Da diese Kosten verursachen, hält man lieber an den bisherigen Richtlinien stur fest und tritt auf der Stelle. Man gaukelt den Schulen freie Entscheidungsmöglichkeiten vor - zum Nulltarif. So bleibt es bei einer Ideenbörse. Man kann dann hinterher praktischerweise auch noch behaupten, wenn die Schulen nicht so unflexibel wären, ...

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