28. Mai 2016

Blogparade: Nur kein Stress!

Herr Mess ruft auf.
Ich antworte.

  • Welche Situationen im Schulalltag empfand ich persönlich als belastend?

Besonders belastend empfand ich das schnelle Umschalten zwischen den verschiedenen Situationen. Aus dem Unterricht kommend, warten Eltern. Das Schulamt will sofort zurück gerufen werden. Die Kommune will bestimmte Fragen besprechen. KollegInnen warten, um ein Problem zu besprechen. Die Gesundheit des Hauspersonals muss beachtet werden. Statistiken Statistiken Statistiken.
Und: Das Schulamt macht keine Fehler.

  • Welche Strategien habe ich mir zurecht gelegt, um mit derartigen Situationen klar zu kommen?

Eigentlich nur eine, eine typisch innviertlerische:
"Das ist mir jetzt im Augenblick wurscht (=total egal)! Ich mache das, was als nächstes ansteht. Und dann das übernächste."
Damit kann man ganz schön anecken.

Kommentare:

  1. Eine Kollegin, die eng mit dir zusammen gearbeitet hat, kann das voll bestätigen. Während die Mitstreiter hektischer und hektischer wurden, wurdest du ruhiger und immer bedächtiger. Auch sinnlose (aber entlastende) Wutausbrüche waren dir stets fremd. Die innviertlerischen Strategien beherrscht leider nicht jeder...

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  2. Bis auf Ausnahmen kommentieren hier leider alle anonym.
    Aber ich glaube, ich ahne schon, wer sich hinter dem Kommentar verbirgt.

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  3. Danke für das großartige Wort "innviertlerisch"! Von außen gesehen mag diese Besonnenheit als Sturheit erscheinen, und gerade Vorgesetzten mögen sie für eine Todsünde halten.
    Wo sie aber nicht dazu dient, jedes Engagement als Gutmenschentum abzuqualifizieren, sondern dazu verhilft, trotz aller Widerstände und Rückschläge nicht aufzugeben, ist sie geradezu eine Haupttugend.
    Wirklich schade, dass ich nicht schon früher bei dir in die Lehre gehen konnte.

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