10. August 2016

Penzberg, Campendonk


Heute war ein Ausflug bei Regen auf dem Programm.
Anfang Juni 2016 wurde in Penzberg das Campendonk-Museum eröffnet.
Heinrich Campendonk war ein Maler des Blauen Reiter.
Lebensdaten und Informationen gehen aus den Links hervor.
Die Erben Campendonks hatten der Stadt Penzberg den Nachlass angeboten, den diese aber nicht kaufen wollte (obwohl er zum Spottpreis angeboten wurde. Die Erben wollten halt die Bilder in Penzberg haben, aus gutem Grund).
Dann kaufte eine norddeutsche Mäzenfamilie die Bilder auf, verhandelte mit der Stadt Penzberg, die dann ein Museum an das alte Rathaus anbaute - ein geglückter architektonischer Versuch - und die für 15 Jahre der Stadt die Gemälde als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte.
Das Museum zeigt nicht nur die Campendonk-Bilder, es stellt auch eine Bergarbeiterwohnung nach und erzählt vom Umbau von einer Bergarbeiter- zur Industriestadt.
Bedrückend ist der Raum, in dem die Penzberger Mordnacht dokumentiert wird. Noch bedrückender ist die Tatsache, dass die Mörder in den 50er Jahren begnadigt, freigesprochen wurden oder irgendwie sonst davonkamen.
Aber das wissen wir ja aus der Nachkriegsgeschichte: Filbinger, Kiesinger, Globke, Lübke, nur um die bekanntesten zu nennen, die nahtlos vom Dritten Reich in die BRD wechselten, von den Militärs ganz zu schweigen
Ebenso sehenswert sind die Museen in Kochel und Murnau, dort auch das Russenhaus.
 
In Kochel und Murnau lässt sich übrigens excellent Kaffee und Kuchen einnehmen.

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