31. Dezember 2017

Samstag, 30.12.2017

Der Kater, auf den Kochbüchern liegend, übt sich wieder in Kontemplation. Die Vögel,
Hauptgrund seiner Betrachtungen, sind nicht zu erkennen, aber im Sonnenstreifen zahlreich vorhanden. Nach  einer halben Stunde dreht er sich um und ruht weiter. Ein paar Einkäufe noch für die Bayerische Creme, die zur Nachbarin mitgenommen wird. Die Transportbänder im Geschäft quellen über; die Leute kaufen ein als ob eine dreiwöchige Ladensperrung verhängt würde. Dann, im neuen Jahr, kann wieder kräftig weggeworfen werden: 85 kg Nahrungsmittel pro Kopf der deutschen Bevölkerung im Jahr.
Die Krähen holen sich das verschmähte Katzenfutter. Eine wacht, eine frißt, eine ist

schon weg und verbuddelt einen Schnabelvoll im Nachbargarten. Manchmal hüpfen sie auch auf die Bank und holen sich Erdnüsse, die eigentlich den Eichelhähern gehören, die heute aber nicht da sind. Wahrscheinlich sind sie bei diesen milden Temperaturen wieder weiter in den Wald gezogen, wo sie eigentlich hin gehören.
Am Nachmittag den Camillieri "Das Spiel des Patriarchen" fertig gelesen, ein sehr spannender Kriminalroman um die Jahrtausendwende erschienen.
Abends: Zwei Stückchen Halsgrat mit Rosenkohl, Bohnen und Bratkartoffeln.





30. Dezember 2017

Freitag, 29.12.2017

Ein sehr ruhiger Tag. Es soll ja auch die stille Zeit sein, bis morgen gegen Mitternacht die Feinstaubbelastung ins Unerträgliche steigt.
Nachmittags die Spikes am Fahrrad ein bisschen ausgetestet: Die am alten Manufakturrad (28 Zoll) waren besser angeordnet als die am neuen Simplon Kagu (26 Zoll). Die alten Spikes waren im Zick-Zack über die Lauffläche verteilt, am neuen Rad sind sie am Rande der Lauffläche. Um besssere Griffigkeit zu erzielen, müsste etwas Luft abgelassen werden. Aber es geht. Man soll ja auch nichts übertreiben, vor allem in diesem vorgerückten Alter.
Am Abend eine Verabredung mit einer alten Freundin, einer sehr umtriebigen Emerita, beim Lieblingsitaliener.
Die Damen aßen Bruschette mit Lachs und Meeresfrüchte in Knoblauchsoße, Hauptschulblues Vorspeisen aus der Vitrine. Als Hauptgericht gab es zweimal Nierchen in Wodkasauße, für Hauptschulblues Spaghetti Aglio e Olio. Zur Nachspeise Tiramisu, Panna Cotta und Grappa, später Kaffee. Ein sehr unterhaltsamer Abend. Unsere Wege trennten sich dann in die Innen- und in die Vorstadt.
Die nächste Verabredung findet wieder beim Italiener statt, bei Trippa à la Siciliana.

29. Dezember 2017

Donnerstag, 28.12.2017

Das Donnerstag-Sudoku steht unter der Bezeichnung "leicht" und ist fast das einzige, bei dem Hauptschulblues sich vertut. Wahrscheinlich weil es so schnell und flüssig von der Hand geht wird er zu Hudelei verleitet.
Dann ab in die Stadt zum KVR, Poccistraße. Das Wetter feucht und griesgrämig, so wie die Gesichter der meisten Menschen. Niemand lächelt oder sieht einen freundlich an, seltenst wird ein Anlächeln erwidert.
Das KVR ist eine Behörde im Umbau mit endlos langen, verschachtelten Gängen. Aber mit sehr freundlicher Hilfe der dort Arbeitenden findet sich auch das entlegenste Zimmer.
Am Umsteigebahnhof Marienplatz natürlich wieder ein Abstecher zur Schmalznudel für den Nachmittagskaffee. (Man/Frau sieht schon, die Wege von Hauptschulblues wiederholen sich.)
Viele Bettler. Soll man sich zehn Euro in Münzen einstecken, wenn man in die Stadt geht? Die Verkäufer von BISS bekommen immer etwas über die Zeitung hinaus, und wenn die Zeitung schon gekauft wurde, dann einen Tee oder Kaffee oder eine Leberkässemmel.
Frau Hauptschulblues saß beim Heimkommen noch über der Zeitung (Hauptschulblues: "Du lernst SZ und taz auswendig"), der Kater stand auf um zu begrüßen. Er ist überhaupt ein sehr höfliches Tier.
Die Perle des Hauses - sie kommt jeden Donnerstag, und das seit 31 Jahren - war wieder da und es gab erst einmal Kaffe und Schmalznudeln bzw. Striezel. Viel Erzählen, was in den letzten 6 Tagen passiert ist.
Der Kater hasst Putzen, genauso wie die verstorbene Katze, und versuchte griesgrämig draußen sein Glück, kam aber bald wieder herein und rollte sich im ersten Stock ein.
Radfahren wird allmählich gefährlich, trotz Spikereifen. Die Autos fahren nämlich Rillen, die zufrieren, und wenn man da in eine hineingerät wird es spannend.

Wieder zur Nachbarin wegen Endplanung Silvester.
Zu Abend gab es Kartoffelsuppe à la Frau Merkel und  ein Gläschen Prosecco (Ruffini natürlich).



28. Dezember 2017

Mittwoch, 27.12.2017

Endlich hat der Lieblingsbäcker um drei Eckchen wieder geöffnet. Resche Brezen und leicht knusprige Croissants geholt und dann wieder mit dem Kater die Vögel beobachtet. Er reagiert erstaunlich gelassen, hat auch kein Bedürfnis nach draußen auf die Jagd zu gehen. Die verstorbene Katze geiferte jedesmal, wenn ein Vogel zu nahe kam, wollte aber auch nicht raus. Hauptschulblues denkt, dass sie zu gut gefüttert sind um Jagdtrieb zu entwickeln (siehe "Hillary" im Stachusuntergeschoss. Die vertreibt nur die Tauben, weil auch sie übersatt ist).
Am Nachmittag zu einer Nachbarin gegangen, die die Silvestereinladung besprechen wollte.
Dann wieder in die Obstdiebin vertieft und fertig gelesen. Sofort an Frau Hauptschulblues weiter gereicht. Gespannt, was die Germanistin im Haus dazu meint.
Sie mag ja die Werke Handkes nicht, was wahrscheinlich an einem Urerlebnis, einer Theateraufführung von 1968 lag. Damals fuhr eine Schülergruppe mit einer Referendargruppe aus dem tiefen niederbayrischen Innviertel nach München ins Off-Off-Theater an der Ludwigstraße 6 Ecke Von-der-Tann-Straße (ja, das gab es dort. Kann man heute kaum glauben) um sich die "Publikumsbeschimpfung" anzuschauen (Die Youtube-Aufzeichnung ist zwei Jahre älter und aus dem Frankfurter TAT). Hauptschulblues war sofort sehr angetan, Frau Hauptschulblues war mehr Salzburger Operninszenierungen gewöhnt.
Ach ja, Abendessen: Gebratener Schinken und Kartoffelchips mit Spiegelei, dazu Romanasalat und ein Glas La Marega von Le Salette. Gibt es im Ruffini - dort sind auch bei der Weinprobe oft Leute von Le Salette anwesend (Ach ja, die Schleichwerbung).

27. Dezember 2017

Dienstag, 26.12.2017

Morgens mit dem Kater am Küchenfenster gesessen - in der kalten Zeit ist das unser Lieblingsplatz, in der warmen sitzen wir vor der Haustüre - und den Krähen, Elstern und Eichelhähern zugeschaut, wie sie sich aus dem Weg gehen. Die Eichelhäher fressen die Erdnüsse gleich, Krähen verbunkern gern ihre Leckerbissen in der Erde oder unter Moos. Die Elstern sind am geschicktesten: Sie beobachten die Krähen, sobald diese weg sind, ziehen sie das Versteckte hervor. Alle drei Vogelarten sind im Übrigen miteinander verwandt, sie gehören zur Familie der Rabenvögel (Corvidae). Und alle drei stellen jungen Singvögeln nach.
Nachmittags lernen mit Z.: Ernährungslehre, Familienrecht. Dabei gelernt, wie der Güterausgleich zwischen sich trennenden Ehepaaren, die Gütergemeinschaft haben, funktioniert. Z. findet das alles prima, sie freut sich dass Frauen hier so viel mehr Rechte haben als in ihrer Heimat.
Z., seit zwei Jahren in Deutschland, bestand den Quali nach einem halben Jahr Übergangsklasse mit der Note 2 und besucht eine Berufsfachschule mit dem Ziel der Mittleren Reife. Dazu aber vielleicht irgendwann einmal mehr.
Am Abend in die "Obstdiebin" versunken. Hauptschulblues hat schon lange kein so schönes Buch mehr gelesen wie dieses. Die alten Rezensionen wieder hervor geholt und sich dabei gefragt, wer denn von wem abschreibt. Und Hauptschulblues ärgerte sich über falsche Informationen, wie z. B. das Buch habe keine Handlung. Er mag auch nicht mehr mit Wissen aus Germanistikseminaren belehrt werden, schon gar nicht mit der immer implizit vorhandenen Frage "Was will der Dichter damit sagen?"
Abendessen? Gemüselasagne mit Zutaten aus der Ökokiste.

26. Dezember 2017

Montag, 25.12.2017

Früh am Morgen Kater, Eichhörnchen und Vögel versorgt.
Da es noch kälter und nebliger war als am Vortag sank die Lust, wieder nach P. zu radeln, enorm. Statt dessen mit dem Auto einen erheblichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.
Dort wieder von zwei verschlafenen Miezen beäugt und dann die drei Katzenkisten auf dem Katzenbalkon gereinigt.
Ein bisschen gespielt und später auf dem Kanapee gechillt.
Am frühen Nachmittag mit Frau Hauptschulblues einen Spaziergang bei Schloss Nymphenburg unternommen: Es schien so, als sei halb München auf diese Idee gekommen. Auf dem Heimweg gerade noch rechtzeitig gemerkt, dass das Ruffini erst am Mittwoch seine Tür wieder öffnet und deswegen Kaffee zu Hause.
Am Abend gab es dann Entenbrust mit Eigen-Topinambur und Blätterteig-Käseröllchen vom Griechen. Schmeckte gut, nur die Entenbrust war zu trocken.
Mit Z. telefoniert und Lerntermin für den nächsten Tag vereinbart.
Dann lesen:

25. Dezember 2017

Sonntag, 24.12.2017

Früh am Vormittag nach P. geradelt. Es war kalt an den Ohren, trotz Mütze. Neblig über dem ehemaligen Moor. Am Wasserlauf dicke Fische gesehen, einer sprang in die Luft.
Die Katzen der Freundin waren noch verschlafen, aber freundlich. Katze T. hatte wenig Appetit, aber Kater M. machte sich gleich noch über ihre Portion her. Hauptschulblues machte sich die zweite Tasse Kaffee des Tages und döste auf dem Sofa vor sich hin, von den Katzen beblinzelt.
Auf dem Heimweg ging es der mittlerweile scheinenden Sonne entgegen, es herrschte Rücken- statt Gegenwind.
Nachdenken über das Kriegsgefangenenlager und den Friedhof des ersten Weltkriegs, der damals noch nicht so hieß. Die Kriegsgefangenen mussten durch Gräben ziehen das Moor entwässern. Es waren bis 1920 mehr als 14.000 Russen und 10.000 Franzosen, bewacht von 3.800 Mann Wachpersonal. Das alles schwindet aus dem allgemeinen Gedächtnis.
Nachmittags kamen nacheinander zwei nette Nachbarinnen zu Besuch, Plausch und natürlich Plätzchen.
Abends war wieder Frau Hauptschulblues dran mit Katzensitten.
Dann gab es seit (gefühlten) Jahrzehnten wieder einmal Kartoffelsalat aus bunten Kartoffeln mit Wiener Würstchen.

24. Dezember 2017

Samstag, 23.12.2017

Beim Bäcker standen die Leute wieder bis auf die Straße heraus. Da Hauptschulblues sich aber (wie viele andere) angewöhnt hat, vorzubestellen und gleich zu bezahlen, konnte er an der Schlange vorbeigehen und bekam die vorbereitete Tüte mit Brezen, Semmeln und Croissants gleich ausgehändigt.
Nach dem Samstagssudoku ging es per Rad nach Neuhausen in die Lieblingsbuchhandlung:
Dort ist solche Literatur durchaus vorrätig. Wer Kluge und Baselitz sehen will:

Im Kaufhof lange Schlangen von Männern bei den Parfüms: Last-Minute-Geschenke einkaufen.
Auf dem Heimweg war Hauptschulblues ab dem Nymphenburger Kanal der einzige Radler; außer ihm fast nur noch riesige Autoungetüme unterwegs, steuerlich subventioniert, weil sie schon als LKWs gelten: SUVs mit mehr als 2,8 t Gewicht.
Nach dem Nachmittagskaffee in den kleinen Obstgarten geradelt, den Vögeln Futter aufgehängt und mit dem Nachbarn über seine Kaninchen geplauscht.
Am frühen Abend fuhr Frau Hauptschulblues nach P., um die Katzen einer Freundin zu sitten und zu bespielen. Währenddessen bereitete Hauptschulblues das Abendessen zu: Panierte Fischstückchen, dreierlei Sorten, dazu Topinambur aus Eigenanbau und Romanasalat. Hinterher gab es noch Plätzchen und den obligatorischen Kaffee.

23. Dezember 2017

Freitag, 22.12.2017

Hauptschulblues besucht seit Jahren eine Fußanfasserin, dieses Mal zum letzten Mal in 2017.
Wieder zu Hause, schmiss er sich in Schale, beriet Frau Hauptschulblues bei der Wahl ihres Schmucks und bei gräßlichem Nieselregen und Nebelschwaden ging es ins Oberland zum Geburtstag einer ehemaligen Nachbarin, die dort mit Kindern, Kindeskindern und Freunden ihren 80. feierte.
Da er den Ort des Feierns nicht auf Anhieb fand, fragte er in einer Schreinerei nach. In dieser wurden wunderbare Modelle von alten Bauernhäusern gefertigt. Ein alter Schreiner (oder Modellbauer) gab freundlich Auskunft. Hauptschulblues sah sich verstohlen nach Pumuckl um.
Viel Singen gab es, viel Musizieren, lustige Reden und natürlich Essen und Trinken. Das Essen, vor allem die Nachspeise, wäre durchaus des Fotografierens würdig gewesen, aber die Simkarte des Telefoninos fühlte  sich im Oberland nicht wohl (daheim war wieder alles gut) und legte den ganzen Apparat lahm.
Freunde getroffen, Bekanntschaften aufgefrischt. So spät nach Hause gefahren, dass keine anderen Autos mehr unterwegs waren.
Erschreckend war, wie sich die Landschaft in den letzten 20 Jahren zur baum- und strauchlosen Monowüste entwickelt hat. Als Hauptschulblues mit Schulklassen in diese Gegend fuhr, sah es noch etwas naturfreundlcher aus.

21. Dezember 2017

Donnerstag, 21.12.2017

Das Donnerstagssudoku ist keine Herausforderung. Es geht meist in einem Zug durch.
Der Bäckerladen war heute morgen in tiefes Orange getaucht. Drei Müllwerker und eine Müllwerkerin holten sich frischen Kaffee und warme Brezen.
Dann fuhr Hauptschulblues in die Stadt, zum städtischen Fundbüro. Er hatte nämlich Anfang Dezember in der S-Bahn oder im Bereich Orleansplatz/-straße seinen Schlüsselbund verloren. Das Fundbüro liegt sehr abseits der Stadtmitte in der Ötztaler Straße, allerdings vom U-Bahnhof Partnachplatz aus gut ausgeschildert.
Die Schlüsselbünde hängen dort wohl sortiert nach Monaten, sehr übersichtlich in Schaukästen. Der menschlichen Fantasie und Kreativität sind beim Schlüsselbund offensichtlich keine Grenzen gesetzt.
Der gesuchte war allerdings nicht darunter; der Verlierer wurde mit dem Hinweis getröstet, er solle doch Ende Januar 2018 nochmal kommen. Bei so kleinen Fundsachen dauere es oft recht lange, bis sie abgegeben werden, im Gegensatz zu großen Fundstücken.
Damit sich der Weg in die Stadt irgendwie lohnte, wurde das Café Frischhut am Viktualienmarkt aufgesucht und Strizl und "Ausgezogene" (i.e. Kiachi, Schmoiznudln) für den Nachmittagskaffee gekauft.
Rischart hatte leider keine rosa Herzen mehr; es wurden dann Zimtsterne.
Dann noch schnell die Zutaten für Frau Roethers Plätzchenrezept aus dem letzten ZEIT-Magazin gekauft. Ingwer, Muskat und schwarze Schokolade klingen vielversprechend.

20. Dezember 2017

Mittwoch, 20.12.12017

Spät aufgestanden (Hauptschulblues denkt dann immer an die KollegInnen, die schon seit Stunden zugange sind, ihren Tag zu bewältigen).
Dann wie jeden Morgen zum Bäcker, der einer der besten in der weiteren Umgebung ist, und Breze, Croissant und Semmel geholt.
Sudoku gelöst, in kurzer Zeit.
Der Kater beguckte die Vögel von innen, das ist auch gut so. Frau Hauptschulblues füttert im Winter opulent und viele Vögel bevölkern den Garten.
Zwischen jetzt und dem Heilig-Drei-Königstag gibt es keine Blut- und Leberwürste, eine bayerische Spezialität. Dafür diverse Schweinswürstchen gekauft, Würstchen aus Nürnberg und München.
In die Ex-Schule gefahren, weil mit dem Ex-Hausmeister verabredet zum Ratsch. Kaffee getrunken, verschiedene Ex-KokllegInnen getroffen.
Der Hausmeister machte guten Kaffee, es gab dazu Plätzchen aus dem Übungsprojekt zur Projektprüfung für die V2.
Dann heim und nach der Bespielung der Katers Winnie gekocht:
Sauerkraut, Würstchen und Kartöffelchen vom Ellenberg. Hat gut geschmeckt.

8. Mai 2017

Hauptschulblues zieht um

Hauptschulblues zieht aus Gründen, die nicht erörtert werden, um.
Diese Seiten bleiben allerdings erhalten oder ziehen irgendwann auch mit.

Bis dahin werden wichtige Beiträge auch hier noch veröffentlicht.

Ab jetzt:
https://hauptschulblues.wordpress.com

3. Mai 2017

Tag der Pressefreiheit - die Namen inhaftierter JournalistInnen

Quelle: Reporter ohne Grenzen
Wahrscheinlich sind es noch viel mehr ...

Ägypten: Mahmoud Hussein. Mohamed Hassan. Hamdy Mokthar. Osama Al-Bishbishi. Omar Adel. Ahmad Mansi. Anwar Al-Sabry. Ismaïl Alexandrani. Hisham Gaafar. Mohamed Al Batawy. Mohamed Abdel-Moneim Imam. Hassan Al Kabani. Imad Abu Zaid. Omar Abdel Maksoud. Abdel Rahman Shaheen. Mossad Albarbary. Hani Salah Al Din. Saeed Abuhaj. Samhi Mustafa. Abdullah Al-Fakhrany. Mohamed Al-Adly. Mahmoud Abu Zeid. Mahmoud Abdel Nabi.
 
Aserbaidschan: Elchin Ismayilli. Ikram Rahimov. Afgan Sadygov. Fikret Faramazoglu. Javid Shiraliyev. Seymur Khazi. Arshad Ibrahimov. Araz Guliyev. Nijat Aliyev.
 
Äthiopien: Worku Getachew. Temesghen Desalegn. Asfaw Berhanu. Woubeshet Taye. Saleh Idriss Gama. Tesfalidet Kidane Tesfazghi. Shiferraw Insermu.
 
Bahrain: Mahmood Al-Jazeeri. Hussam Sroor. Ahmed Zain el Deen. Mustafa Rabea. Sayed Ahmed Al-Mousawi. Jaffar Marhoon. Hussein Hubail. Ahmed Humaidan. 
 
Bangladesch: Salam Abdus. Salah Uddin Shoaib Choudhury. Rahman Mahmudur. 
 
China: Gao Yu. Chen Yongzhou. Guan Jian. Qi Chonghuai. Ma Shiping. Korash Huseyin. Zhu Wanxiang. Lu Jianhua. Tashi Gyaltsen. Lobsang Dhargay. Thoe Samden. Tsultrim Phelgay. Jampel Gyatso. Nurmuhemmet Yasin. Zhang Wei. Zuo Shangwen. Abdulghani Memetemin. Lu Wanbin. Ma Linhai. Li Jian. Lin Youping. 
 
Demokratische Republik Kongo: Serge Kabongo.
 
Eritrea: Nebiel Edris. Ahmed Usman. Mohamed Osman. Identität unbekannt. Eyob Netserab. Hamid Mohamed Said. Saleh Al Jezaeeri. Seyoum Tsehaye. Temesgen Gebreyesus. Emanuel Asrat. Dawit Isaac. 
 
Gambia: "Chief" Ebrima Manneh
 
Indien: Santosh Yadav
 
Iran: Karimian Ramin. Saghafi Morad. Deldam Saleh. Karimian Zeniab. Riahi Tahereh. K aivan Karimi. Meisam Mohammadi. Issa Saharkhiz. Ehssan Mazndarani. Saman Safarzai. Afarine Chitsaz. Arash Zad. Narges Mohammadi. Khosro Kurdpour. Mohammad Sadegh Kabovand.
 
Kamerun: Lewis Medjo. Ahmed Abba. 
 
Kasachstan: Janbolat Mamay. Yaroslav Golyshkin. 
 
Kuba: Yoeni de Jesús Guerra García. José Antonio Torres. 
 
Kuwait: Ayyad Al-Harbi.
 
Laos: Thongpaseuth Keuakoun
 
Libyen: Abdullah Ali Al-Sanussi Al-Darrat
 
Marokko: Hicham El Mansouri
 
Nordkorea: Song Keum Chul
 
Oman: Youssef Al-Haj
 
Republik Kongo: Ghys Fortuné Bemba
 
Russland: Seit: Zhalaudi Geriyev. Aleksandr Sokolov. Aleksandr Tolmachev.
 
Saudi Arabien: Nazir Al-Majid. Alaa Brinji. Wadji Al-Ghazzawi.
 
Somalia: Abdilmalik Muse Oldon. Mohamud Mohamed Dahir.
 
Syrien: Jihad Assad Mohamed. Thabet Ahmed Al-Mhaisen. Mohamed Omar Al-Khatib. Hussein Issou. Abdel Majid Rashed Al-Rahmoun. Maher Dib. Moheeb Al-Nawaty
 
Tadschikistan: Khikmatullo Sayfullozoda.
 
Thailand: Somsak Pakdeedech. Somyot Prueksakasemsuk
 
Türkei: Deniz Yücel. Ahmet Sik. Mahir Kanaat. Ömar Çelik. Tunca Öreten. Akin Atalay. Bülent Utku. Önder Çelik. Mustafa Kemal Güngör. Hakan Karasinir. Güray Tekin Öz. Turhan Günay. Musa Kart. Kadri Gürsel. Murat Sabuncu. Mehmet Altan. Ahmet Altan. Atilla Tas. Gökçe Frat Çulhaolu. Murat Aksoy. Ercan Gün. Inan Kizilkaya. Gültekin Avci. Ayenur Parildak. Yakub Çetin. Ali Akkus. Sahin Alpay. Ahmet Turan Alkan. Ali Bulaç. Mümtaz'er Türköne. Aye Nazl Ilcak. Hanim Büra Erdal. Hüseyin Aydin. Cihan Acar. Seyid Kiliç. Abdullah Kiliç. Habip Güler. Ufuk Sanli. Vedat Demir. Yetkin Yildiz. Emre Soncan. Abdullah Özyurt. Aytekin Gezici. Isa Siyi. Arafat Dayan. Mehmet Baransu. Özgür Amed. Hidayet Karaca. Miktat Algül
 
Turkmenistan: Saparmamed Nepeskuliev.
 
Usbekistan: Barno Khudoyorova. Dilmurod Sayid. Bakhrom Ibragimov. Davron Kabilov. Ravshanbek Vafoev. Botyrbek Eshkuziev. Salijon Abdurakhmanov. Gayrat Mikhliboev. Jusuf Ruzimuradov
 
Venezuela: Braulio Jatar.
 
Vereinigte Arabische Emirate: Tayseer Al-Najjar
 
Vietnam: Nguyen Van Hoa.
 

24. April 2017

Sind mehr als 35% Migrantenkinder pro Klasse problematisch?

Bildungsministerin Ilse Wanka hat eine Diskussion losgetreten.
Sie fordert nämlich, den Anteil an Migrantenkindern pro Schulklasse zu begrenzen.
Was genau sie meint, lässt sie offen.
Ihr zur Seite gesprungen ist gleich der Philologenverband. Schulklassen mit einem Migrantenanteil von mehr als 35 Prozent seien problematisch, sagte der Vorsitzende, Heinz-Peter Meidinger.
Wie das durchzusetzen ist, darüber macht sich niemand Gedanken. Sollen die "überzähligen" Kinder einen weiten Schulweg auf sich nehmen? Was ist, wenn stadtviertelweit die Quote bereits ausgeschöpft ist?
Bildergebnis für migrantenkinder in schulen
Foto: taz
Hauptschulblues hat in seiner vierzigjährigen Tätigkeit oft erlebt, dass Kinder mit Migrationshintergrund ein blütenreineres Deutsch sprachen als Kinder mit deutschen Wurzeln.
Gehört das schon zum Wahlkampf? Dann ist es eine billige Methode, Stimmen zu heischen.
Wenn nicht, sollten Politiker vor öffentlichen Äußerungen erst einmal nachdenken.

16. April 2017

Bellevue di Monaco

Dutzende freiwillige Helfer, Flüchtlinge und Mitglieder der Sozialgenossenschaft Bellevue di Monaco haben mit Hilfe von Handwerkern und zwei Architekten von "Hirner & Riehl Architekten" in nur fünf Monaten aus einem Abrisshaus ein Wohnhaus für 20 bis 25 junge Geflüchtete geschaffen. Jetzt können diese auf fünf Etagen in ihre neuen Wohngemeinschaften ziehen. Zwei Stockwerke sind für junge Frauen reserviert, drei für männliche Flüchtlinge, die sich, betreut von fünf Jugendhilfeträgern, auf ein eigenständiges Leben in München vorbereiten.
Das ist ein wunderbares Projekt von Bellevue di Monaco, einer Genossenschaft, die der Landeshauptstadt München mit Unterstützung vieler Prominenter die drei Häuser abgehandelt haben. Das Kommunalreferat hätte die drei Häuser in der Müllerstraße wahrscheinlich noch jahrelang brach liegen lassen.
Jetzt werden sie mit Leben gefüllt - und jeden Montag gibt es dort Musik.

Schulleiterkongress? Schulleiterkongress!

Es gibt zwei bzw. drei große Schulleitungskongresse in Deutschland.
  • Bamberg: Hier findet alle zwei Jahre das "Bamberger Schulleitungssymposium" statt, heuer am 13. und 14. Oktober wieder.
    Das Bamberger Schulleitungssymposium ist eine Veranstaltung, die bereits 1988 von Prof. Rosenbusch ins Leben gerufen wurde und bis heute bundesweite Anerkennung findet. Im Zweijahresrhythmus treten pädagogische Führungskräfte aus ganz Deutschland mit Vertretern aus Wissenschaft und Bildung in einen intensiven Austausch über wichtige Themen aus den Bereichen Schulmanagement, Schulqualität und Schulentwicklung.
    Kiel: Im Wechsel mit Bamberg veranstaltet das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) das Schulleitungssymposium. Es fand zuletzt 2017 statt. Hervorragend und gleichzeitig amüsant sind die Vorträge von Prof. Annette Scheunpflug (auf beiden Veranstaltungen).
  • Düsseldorf: Der Deutsche Schulleiterkongress ist die größte dieser Veranstaltungen. Der nächste Kongress findet 2018 statt.
 Ich kann den interessierten Lehrkräften und SchulleiterInnen aller Schularten nur empfehlen, von diesen Tagungen Gebrauch zu machen.

10. April 2017

Realschulen überfüllt - Klassenstärken erhöht

Wie in der Tagespresse zu lesen ist, können in München etwa ein Viertel der Anmeldungen an den Realschulen nicht angenommen werden. Eine der Reaktionen, die durchaus übliche, ist die Klassenstärken zu erhöhen. Nach oben gibt es ja keine Grenze.
Es könnten aber auch Eltern dahingehend beraten werden, ihr Kind auf die Mittelschule zu schicken. Aber die Grundschulkollegien haben oft Vorurteile, manchmal sogar Ängste vor der Mittelschule.
Dabei sind die Kinder auf der Mittelschule oft glücklicher und entspannter als an den anderen weiterüfhrenden Schulen, weil ihnen dieser Schultyp angemessen ist. Und eine Sackgasse ist er keineswegs.

2. März 2017

Schlechte Chancen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund

Die BertelsmannStiftung hat am 1.3.2017 den neuen Chancenspiegel Schule veröffentlicht.
Es bleibt dabei: Bildungschancen hängen nach wie vor stark vom sozialen Milieu und vom Migrationshintergrund ab. Sprachförderung, Ganztagesschulen und regionale Unterschiede waren heuer die Schwerpunkte der Untersuchung.
Bei der Sprachförderung haben es MigrantInnen, besonders in Ostdeutschland, besonders schwer. Dort soll es ja weniger als im Bundesdurchschnitt geben. Werden sie deshalb weniger wahrgenommen?
Der Anteil der ausländischen Schulabbrecher stieg ein wenig auf nunmehr 12,9%. Was das für deren Zukunft heißt, kann man sich ausmalen.
In Sachsen besuchen bereits ungefähr 80% der SchülerInnen eine Ganztagesschule, in Bayern gerade mal 15%. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Ausstattung mit Geld und Lehrerstunden.

28. Februar 2017

Fehlende Aushilfskräfte - Die große Leere an Münchner Schulen

Das schreibt heute die SZ auf der ersten Seite im Münchner Teil: http://sz.de/1.3397749


Insgesamt ein geschönter Artikel, da die Probleme zum großen Teil hausgemacht sind. Natürlich sitzen, wenn aus drei Klassen zwei gemacht werden, nicht nur 25 Schüler in den Klassen - die Schülerstärken steigen - sondern es geht bis an die Obergrenze von 30-32 Kindern. Letztes Schuljahr war die 8. Klasse einer mir bekannten Mittelschule ca. 6 Monate ohne Lehrer, das macht sich jetzt noch bemerkbar, in den Leistungen und den Sozialstrukturen. Vergessen hat man auch zu schreiben, dass es Lehrern aus anderen Bundesländern sehr schwer gemacht wird einzusteigen. Man könnte gerade denken, dass außerhalb Bayerns die pädagogischen Entwicklungsländer beginnen und alle Lehrer dort nicht richtig ausgebildet sind. Offensichtlich ist aber so viel Geld in den Staatskassen, dass Herr Söder von Steuersenkungen spricht. Populärer vor den Wahlen wäre allerdings, mehr Geld für Bildung zur Verfügung zustellen. Letztes Schuljahr war die Situation ähnlich, da sandte man keine Hilferufe aus dem Ministerium sondern zeigte sich recht hochnäsig. Eine Lehrerin aus einem baden-württembergischen Gymnasium mit einem 1er Schnitt durfte sich nicht einmal nachqualifizieren, weshalb sie sich prompt bis Schuljahresende krank schreiben ließ und dann eine besser bezahlte Arbeitsstelle bei einer Stiftung fand. Bayerischen Realschul- und Gymnasiallehrkräften ohne Anstellung wird die Nachqualifizierung für die Mittelschule mit Stolpersteinen und Vorschriften erschwert. In diesem Februar war die oben erwähnte Schule übrigens drei Wochen ohne Klassenlehrer für eine 6. Ganztagesklasse, weitere drei Lehrer waren auch noch erkrankt, ebenso eine schwangere Kollegin. Alle Inklusionsmaßnahmen, Differenzierungen und Fördermaßnahmen bleiben auf der Strecke, bestehen zwar auf dem Papier, sind in der Realität jedoch bloße Beteuerung. Vielleicht übernimmt ja unser aller Landesvater auch hier das Ruder; Herr Spänle als zuständiger Minister und seine untergeordneten Stellen scheinen ja wirklich überfordert zu sein.

23. Februar 2017

"Schule ohne Rassismus" bekommt AfD-Funktionär als Rektor ...

... so titelt heute die SZ.
Da gibt es in Oberfranken eine"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", wobei man schon froh seim muss, dass es solche Schulen überhaupt außerhalb der Ballungsräume gibt.
Oberkotzau heißt das Dorf. Der alte Schulleiter geht in Ruhestand, ein neuer Schulleiter wird berufen.
Der ist nun Mitglied der AfD.
Wie kann das zusammenpassen?
Der Regierung von Oberfranken wäre mehr Fingerspitzengefühl zu wünschen gewesen.
Aber dort wird ja nur nach formalen Kriterien entschieden: Wie ist die letzte Beurteilung, wie oft schon hat sich jemand beworben?
Dass hier wahrscheinlich eine jahrelange Schulentwicklung kaputt gemacht wird, interessiert nicht.

17. Februar 2017

Wieder: Karl Markus Gauß

Wiederholt habe ich auf den österreichischen Publizisten Karl Markus Gauß hingewiesen.
Jetzt hat er wieder ein Buch veröffentlicht:




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DlBnxNFvhj9bhy3WFES9mJeIZntvZVlVu0FCsB8UCJmTV9NFBS8fwN26yC0SsJeBfSFLKAoYE5iCd8uviKZODvNdtsQ1u3ksZVQqeqZGLXUMtBVlyrKzIBGmk6CiaDNYrA3zaYKrZhfvOgLAoynNkV+1IQ5uRDKQCBpUuzhLv0h3csVzllykZWtm2F6tpMiGkwBEgGdSKupooM/0ewN211WdX//ABwt0tczfnARH6RJMTqORAq4u23J7LqB3ZJ+czUiaJoInU3f1q/w/wDdQLN39av8P/dUuiaCJ1V39av8P/vR1N39av8AD/3VL+dFBHS3ckE3FI5jJE/OdKe9K9UUCR7ij3tSz7mj3vQJ72o97UoPuaPe9AH3pSe9qU+9aD71oENHvalo970BSe9qJ9zSj3rQJQfelLPuaSgI9xRSn3rSe96APvSj3tSzR73oEPvSgUvveigT3tRHuKX3vQaApPe1HveloAD3FEURSemlAse4oikojyoFPvSiKSPKgDyoFikA9xQaKDzeMKTB2PwjtbcvGqqyb35o9snMc6kEAZip+MiSEEjUdoSRrFW8eVAoKScRkB/OTlt9ZoJ6zPbz9XH6OXPMafDHOn7zXzclMxts1oFSACokFmWdxEhl8iI1mz9KUigpC+J/OGH1ZLlvszClsjWmEA6KA8STLHWBFXaJAAkmOZ3PiaI8qQfKgWl97UlFAR7ilikooD3tRHuKKIoF97Unvaj0ooP/2Q==
Es ist großartig.
Er beschreibt nationale Minderheiten in Europa mit europäischem Blick.
Mit Ausnahmen schreibt er über Menschen und Landschaften in Südosteuropa.

9. Februar 2017

Staatlicher Lobbyismus für Privatschulen ...

... oder der Verfall von Werten.
Die neue US-amerikanische Bildungsministerin DeVos unterstützt sog. "Vertragsschulen" (charter schools). Das sind Schulen, die zwar staatliche Lehrer einstellen und an staatlichen Prüfungen teilnehmen müssen, aber ansonsten den Status von Privatschulen haben.
Staatliche Vorschriften gelten je nach Vertrag oder auch nicht. Meist sind die Schulen sehr klein, weisen aber dafür übergroße Klassenstärken auf. Ethnische Minderheiten können sich in ihre eigenen Schulen zurückziehen.
In Michigan, dem Staat, aus dem Frau DeVos kommt, und in dem sie sich vehement für die Charter Schools eingesetzt hat, haben die Schüler bei Pisa angeblich "prekär" schlecht abgeschnitten (so die taz am 9.2.2017). Das Bildungsniveau der USA bewegt sich seit 2006 im durchschnittlichen OECD-Bereich), in Mathematik leicht darunter.

23. Januar 2017

Wer setzt sich durch?

Es gibt einen Interessenskonflikt zwischen der bayerischen Staatsregierung und den bayerischen Wirtschaftsverbänden.
Diese suchen nämlich händeringend Auszubildende und glaubten, durch die in den beiden letzten Jahren angekommenen Flüchtlinge wieder Nachwuchs zu finden. Bayern hatte sich 2015 mit Wirtschaftsverbänden verpflichtet, 60 000 Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Dieser Verpflichtung arbeitet die CSU entgegen.
Die Bündnisse "Wir zusammen" und "Ankommen in Deutschland", von Wirtschaftsverbänden initiiert und getragen, werden von der Staatsregierung lahm gelegt. Und das durch einen Passus des neuen Integrationsgesetzes. Bayern hatte eine Lücke entdeckt: Dort heißt es in § 60a des Aufenthaltsgesetzes, dass eine Duldung zu erteilen sei, wenn konkrete Maßnahmen zur Aufenthaltbeendigung nicht bevorstehen. Diese liegt aber nach Auffassung bayerischer Behörden vor, wenn Flüchtlinge einen Pass beantragen.
Unternehmen brauchen aber Planungssicherheit, um jugendliche Flüchtlinge auszubilden. Die IHK in Bayern und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag fürchten um ihr Ziel, bis 2019 60 000 Flüchtlinge in Ausbildungsplätze zu vermitteln.
Der Grund für die bayerische Haltung liegt auf der Hand: Man will sich so weit rechts positionieren, damit der AfD nur noch wenig Platz bleibt.
Vielen Auszubildenden droht die Abschiebung in ihre "sicheren" Heimatstaaten, wie Afghanistan, wo vor kurzem das deutsche Konsulat in die Luft gebombt wurde.
Foto: Nora Klein, taz
Den SchülerInnen der SchlaU-Schule in München wird der Boden unter den Füßen weg gezogen.
Wer setzt sich durch? Wirtschaftsverbände oder die CSU?

17. Januar 2017

Münchner Schulpreis 2017


Am 17. Januar 2017 war die Preisverleihung.

Erster Sieger wurde die SchlaU-Schule.
Schulleiterin Antonia Veramendi
 aus der Laudatio: "SchlaU heißt „Schulanaloger Unterricht“ in dem rund 320 junge Flüchtlinge analog zum Kernfächerkanon der bayerischen Mittelschulen in bis zu 20 Klassen unterrichtet und zum Schulabschluss geführt werden. Etwa 85 Schülerinnen und Schüler machen jährlich einen Schulabschluss und werden in Ausbildung oder weiterführende Schulen vermittelt.
Die Schule ist in 4 Stufen des Spracherwerbs gegliedert:
Eine Alphabetisierungs-, eine Grund-, eine Mittel- und eine Abschlussstufe.
SchlauschülerInnen jubeln
Nach einem selbstentwickelten Eingangstest, der den Sprachstand und die Mathematik-Kenntnisse erfasst, erfolgt die Aufteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Stufen. Diese Stufen sind durchlässig, denn das Ziel besteht darin, die Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern und wenn sich herausstellt, dass ein Schüler wegen guter Vorbildung eine Stufe ganz oder teilweise überspringen kann, so kann das problemlos umgesetzt werden. Ebenso kann auch bei Überforderung während des Schuljahres ein Wechsel erfolgen. Für die unterjährigen Wechsel sind die erreichten Kompetenzen entscheidend. Der Mathematikunterricht hat eine Sonderstellung, denn das Mathematikverständnis ist unabhängig vom aktuellen Sprachstand. Deshalb wird dieser Unterricht aus dem Klassenverband ausgegliedert und in einem parallelen Kurssystem durchgeführt.
Wie im staatlichen Schulsystem werden zweimal jährlich Zeugnisse vergeben, die von Lernentwicklungsgesprächen begleitet werden...."


Auf Platz 2 wurde von der Jury die Grundschule an der Helmholtzstraße gesetzt.

Schulleiterin Manuela Schwimmbeck und ihre SchülerInnen


aus der Begründung: "...Die Grundschule an der Helmholtzstraße besticht durch ihre großartige Strukturierung unterschiedlichster Prozesse. Dies betrifft z.B. die klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten. Nicht die Schulleitung allein organi-
siert die Schule, sondern dies geschieht unter 

Mithilfe des engagierten Kollegiums. 

Zur hervorragenden Organisationsstruktur der Grundschule an der Helmholtzstraße gehören auch die vielfältigen erfolgreichen Interaktionen mit dem Tagesheim, den Ganztagsbetreuerinnen und Ganztagsbetreuern oder den Kindergärten, aus denen die künftigen Schülerinnen und Schüler kommen. Alle diese Einrichtungen haben von der großen Zugänglichkeit der Lehrerinnen und Lehrer dieser Grundschule berichtet und erleben die Kooperation als erfolgreich und bereichernd auch für ihre eigenen Organisationen...."



Den dritten Preis erhielt die Wilhelm-Busch-Realschule

Die Jury meinte dazu: "Die Schulgemeinschaft, einer der größten Realschulen in München, hat sich mit fast 700 Schülerinnen und Schülern, deren Eltern, einem großen Kollegium und zahlreichen 
Kooperationspartnerinnen und -partnern auf den Weg gemacht, gemeinsam weitreichende Schritte in Richtung Zukunft zu wagen. Mit viel Engagement aller Beteiligten, Durchhaltewillen und Gestaltungsfreude hat sich die Schule innerhalb der letzten Jahre eine neue Struktur gegeben.

Die Schulleiterin Brigitte Preiß kam mit vielen VertreterInnen  aus Schüler- und Lehrerschaft












Die großen Umwälzungen, die damit für die gewachsene Schulgemeinschaft verbunden waren, sieht man dem Bestandsbau von außen betrachtet zunächst nicht an. Die Neugliederung der Schule in fünf Lernhäuser hat aber einiges verändert und viele weitere Entwicklungen angestoßen. Die neu geschaffene Lernhausstruktur fördert die Beziehung zwischen den Jugendlichen und den Lehrkräften und erleichtert die Zusammenarbeit der Kolleginnen und Kollegen, die so die Schülerinnen und Schüler noch besser unterstützen und fördern können: Ein Konferenzfenster ermöglicht eine gute Koordinierung des Teamteachings und hilft, die regelmäßig stattfindenden Lernbegleitgespräche mit jedem einzelnen Jugendlichen vorzubereiten.
Dieses Coaching, Regeln und Routinen, das Doppelstundenprinzip und die kleineren Organisationseinheiten geben den Schülerinnen und Schülern Sicherheit, Orientierung und ein Gefühl des Aufgehobenseins. Die Schule legt ihr Augenmerk auf soziales Lernen und Persönlichkeitsentwicklung. Sie bietet hier viele Neigungskurse und Arbeitsgemeinschaften, vor allem im Bereich der kulturellen Bildung, an. Gleichzeitig sind die Schülerinnen und Schüler über den Klassenrat und die Lernhaussprecherinnen und -sprecher aktiv an der Schulentwicklung beteiligt, übernehmen Verantwortung als Tutorinnen und Tutoren und sind in die Gestaltung der Schule fest eingebunden – so auch bei der Entscheidung für die Lernhausstruktur...."

13. Januar 2017

Grund für die Sendepause

Seit vier Wochen hat Hauptschulblues nichts mehr geschrieben.
Am 31.12.2016 wurde in den Blog eingebrochen.
Ob Hauptschulblues hier weiter macht, oder an anderer Stelle, oder sich in anderen Medien oder Plattformen äußert, das überlegt er.
Im Moment macht er mal hier ein wenig weiter.