24. April 2017

Sind mehr als 35% Migrantenkinder pro Klasse problematisch?

Bildungsministerin Ilse Wanka hat eine Diskussion losgetreten.
Sie fordert nämlich, den Anteil an Migrantenkindern pro Schulklasse zu begrenzen.
Was genau sie meint, lässt sie offen.
Ihr zur Seite gesprungen ist gleich der Philologenverband. Schulklassen mit einem Migrantenanteil von mehr als 35 Prozent seien problematisch, sagte der Vorsitzende, Heinz-Peter Meidinger.
Wie das durchzusetzen ist, darüber macht sich niemand Gedanken. Sollen die "überzähligen" Kinder einen weiten Schulweg auf sich nehmen? Was ist, wenn stadtviertelweit die Quote bereits ausgeschöpft ist?
Bildergebnis für migrantenkinder in schulen
Foto: taz
Hauptschulblues hat in seiner vierzigjährigen Tätigkeit oft erlebt, dass Kinder mit Migrationshintergrund ein blütenreineres Deutsch sprachen als Kinder mit deutschen Wurzeln.
Gehört das schon zum Wahlkampf? Dann ist es eine billige Methode, Stimmen zu heischen.
Wenn nicht, sollten Politiker vor öffentlichen Äußerungen erst einmal nachdenken.

1 Kommentar:

  1. Die Integration von Flüchtlingskindern ist eine große Herausforderung. Die Kinder benötigen zusätzliche Unterstützung, Lehrerstunden. Viele sind traumatisiert und brauchen Unterstützung. Bei wieder steigenden Schülerzahlen und anderen Aufgaben nicht einfach. Auch die Forderung der Inklusion ist eine wichtige Aufgabe, die ohne weitere Ressourcen nicht bewältigt werden kann. Treffender als im Dokumetarfilm "Ich. Du. Inklusion" kann diese Missstand gar nicht mehr dargestellt werden.

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