18. Februar 2018

Samstag, 17,02.2018

Nach Bäckerfahrt und Einheizen mit Interesse Kaltmamsells gestrigen Beitrag gelesen: Ein Abend im Broeding. Frau und Herr Hauptschulblues haben dort schon oft Familienfeste mit der Hausbesitzerfamilie gefeiert. Spitzenküche und perfekter Service, erlesene Weine. Über die letzten 20 Jahre aber ein wenig überkandidelt geworden, zumindest für H.s Essverhalten. Da hält er sich lieber an das Lokal, aus dem die erste Broeding-Belegschaft kam. Und er könnte eine nette Geschichte erzählen, vor gefühlten 30 Jahren wäre er beinahe selber Wirt in der Schulstraße geworden.
Mittags mit dem Freund zum Bücher-flohmarkt verabredet. Alte Insel-Taschenbücher erstanden. Hunderte von Menschen in der Halle. Tolle Organisation. Muss man/frau sehen, sonst glaubt es keine/r. Hier der Link zum Fernsehen, ab ca. 16.40 Minuten.
Anschließend zur Katzenfreundin nach P. gefahren, mit auf dem Flohmarkt erstandenem Kuchen zum Nachmittagskaffee. Viel über Schule geredet, über Inklusion und KollegInnen kurz vor dem Ruhestand, die die zunehmenden Belastungen kaum mehr wegstecken können.
Die Wacholderdrosseln bleiben im Efeu. Sie kommen wieder im Schwarm und zupfen Beeren, ganz in der Dämmerung. Die anderen Vögel sind schon weg.
Abendessen: Gebackener Fisch mit Romanasalat, danach Kaffee.
Später orderte Frau Hauptschulblues Prosecco.

17. Februar 2018

Freitag, 16.02.2018

Früh zum Bäcker, es war sogar für die 300 Meter zu kalt.
Die Krähen legen ihre Ängstlichkeit nicht ab, wenn sie einen hinter der Scheibe sehen. Dabei sollen sie doch sehr schlau sein und noch nie hat ein Hausbewohner die Hand gegen sie erhoben. Währenddessen spaziert die Elster an ihnen vorbei, schert sich nicht um Kater und Herr und holt sich die Leckereien.
Der Wertstoffhof war wieder einmal angesagt. Dort war nichts los, das Personal auf ein Drittel reduziert (oder versteckt wegen der Temperatur).
Lernen mit Z. am Nachmittag. Wenn sie ihre Arbeiten laut vorliest, merkt sie Fehler viel schneller. Am Donnerstag bekommt sie ihr Halbjahreszeugnis.
Abends ein Anruf von D., einer lieben Freundin. Sehr drüber gefreut, weil zwei Jahre oder mehr nicht mehr gesehen. Frau Hauptschulblues verabredete sich gleich für Ende des Monats.
Das Abendessen war Linsensuppe à la Schwarzmann.

16. Februar 2018

Donnerstag, 15.02.2018

Früh aufgestanden (6 Uhr, viel zu früh - und der Kater hat es nicht verstanden. Um halb 7 Uhr beim Bäcker gewesen und dort hat man sich auch gewundert, weil Hauptschulblues doch seit einigen Jahren sich im Zustand der Rente befindet und nicht mehr auf dem Weg zur Arbeit einkauft.
Ab 8 Uhr in der Wildmooshalle beim Betischen und Bebüchern.
Großartig organisiert.
Nach zweieinhalb Stunden trollt sich Hauptschulblues wieder heim. Es sind ganz viele starke junge Asylbewerber beim Helfen, angeleitet von den Alterfahrenen.

Am Nachmittag in die Stadt, Karten holen für die Lesung von Polt/Well in der Akademie des Künste. Lange Schlange. Um 16 Uhr war Kartenausgabe, nach zwei Minuten war Schluss. Nach zwei Minuten sollen 176 Karten verteilt sein? Ein Rätsel. Dabei berichten die Vorderen, dass höchstens 50 Menschen in den Genuss einer Karte gekommen sind.
Das Schöne war aber eine Unterhaltung in der S-Bahn. Hauptschulblues legte sein englisches Taschenbuch neben sich und putzte seine Brille mit dem Pullover. Die junge Dame gegenüber reichte ihm ein Papiertaschentuch und nachdem H. sich ordentlich bedankt hatte, fragte sie, ob er Englisch spreche. Darauf entspann sich bis zum Karlsplatz ein sehr angeregtes Gespräch. Sie kommt aus Sarajewo, Abschluss Economy, und hatte den ersten Arbeitstag in Karlsfeld, Altenpflege, hinter sich. Wohnhaft in Perlach und eineinviertel Stunden U-Bahn und S-Bahn in die Arbeit. Deutschkurs im Goetheinstitut. H. ermunterte sie, im Kurs Freundschaften zu schließen, um in dieser teuren Stadt nicht allein zu sein. Er erzählte ihr noch, dass er Anfang der 90er Jahre Geld für die sich verteidigenden Bosnier, über Schüler etc. etc. geschickt hatte. Es hätte nicht viel gebraucht, hätten beide Telefonnummern getauscht, aber das anzubieten ist ja nicht unproblematisch in diesen Tagen.

15. Februar 2018

Mittwoch, 14.02.2018

Bei Sonne und Kälte zum Bäcker geradelt.
Das Sudoku war zuerst einfach, dann aber hängen geblieben.
Statt dessen Kuchen gebacken nach Rezept von Frau Schwarzmann: Die fast letzten Äpfel vom Herbst kamen hinein.
Das Haus um 1960. Die Eiche ist noch schmal, der Weg zur Garage geteert.Rechts befand sich eine Baugrube. Um das Haus herum Rasen (schwieriges Unterfangen auf Waldboden). Die Straße ein Kiesweg mit Schlaglöchern und unbeleuchtet. Fast 60 Jahre später sind Ost- und Nordseite mit Efeu und wildem Wein bewachsen, die Südseite ein bißchen. Der Garagenweg wurde entteert. Jetzt blühen hinter dem Auto Blumen. Aus dem Rasen wurde eine Wiese, die ein- bis zweimal im Jahr gemäht wird. Die Eiche ist mächtig, die 8 anderen Waldbäume auch. An den Rändern und auf manchen Teilen der Wiese bleibt viel Laub liegen als Rückzugsmöglichkeit für Insekten und anderes Getier. Amseln und Meisen graben auch fleißig um.
Am Nachmittag Transporter mit hunderten Bücherkisten beladen: Geht aufs Knie und aufs Kreuz, es hält sich aber alles in altersbedingten Grenzen. Gut organisiert, Fließarbeit. Rundfunk und Fernsehen waren auch schon da bzw. kommen noch.
Am Abend Verabredung mit Freund beim Lieblingsitaliener zum Fischessen. Das Ruffini rief zweimal an und bot zwei Plätze an, für halb sieben oder neun Uhr. Es wurden aber vier benötigt. Ordentlich bedankt für die nette Fürsorge und einen Besuch angekündigt.






14. Februar 2018

Dienstag, 13.02.2018

Der Kater wollte schon am Morgen in den Wintergarten, um Frau und Herrn H. von draußen zu beobachten. Da saß und blieb er eine ganze Weile.






 
Vielleicht schaute er aber auch Hauptschulblues zu, wie er die Scheibe des Ofens vor dem morgendlichen Einheizen putzte. Sie ließ kaum noch Licht durch, aber mit ein wenig feuchtem Küchentuch und Asche dauerte es nur kurz, das Ergebnis ließ sich sehen.
Beim Lieblingsbäcker waren die Verkaufsdamen einschließlich der Seniorbäckerin wie jedes Jahr leicht faschinglich geschmückt, mit Federn, Blümchen und ähnlichem im Haar, dazu dezente Schminke im Gesicht. Nächstes Jahr wird um ein Foto gebeten!
Frau H. dann das Haupthaar gehennat. Seit über xx Jahren fragt sie: "Hast du das auch so gemacht, dass das Henna auch überall hinkommt?" Herr H., voller Contenance: "Du wirst es wie immer am Ergebnis sehen."
("Contenance [lat. continentia ‚ Bescheidenheit / Zurückhaltung, Enthaltsamkeit, Selbstdisziplin / Selbstbeherrschung] bedeutet so viel wie Haltung, Fassung oder Gemütsruhe sowie die Gelassenheit und Besonnenheit in schwierigen Situationen der Interaktion und Kommunikation.
Die Wahrung von Contenance kann in manchen Situationen taktische Überlegenheit schaffen und eine Eskalation verhindern." Aus der dt. Wikipedia)
Am Nachmittag war ein Besuch der Nachbarin angesagt, zu Kaffee und Krapfen. Neuigkeiten augetauscht, geratscht, Fragen blieben offen. Was im Sommer und Herbst draußen, über den Zaun stattfindet, muss im Winter und Frühling nach drinnen verlagert werden.
Abendessen: Lasagne mit Wustbrät vom Duroc-Schwein, Karotte, Stangensellerie, Zwiebel und Knoblauch, Mozarella und Tomatenstückchen. Petersilie und Pecorino oben drauf.
Schmeckte sehr gut mit Rotwein, Roccaperciata aus Sizilien, vom Holzkollektiv geschenkt.

13. Februar 2018

Montag, 12.02.2018

Am Morgen sehr verkatert aufgestanden, weil Megaföhn. Sogar die Wacholderdrosseln hielten sich zurück und kamen nur einzeln, um Efeubeeren zu naschen.
Der Kater bekam heute seine Lieblingsspeise: rohen Fisch. Er kaute bedächtig und lange und verlangte mehrmals mehr. So ist, wenn es Leckereien nur einmal im Monat gibt.
In der Bücherei Feldman "Überbitten" abgeholt.
Gegen 13 Uhr fuhren Frau und Herr H. ins Lenbachhaus zur Münterausstellung. Dort mit Z. getroffen, die sehr an Kunst interessiert ist, selber malt und Künstlerin werden will. H: "Wir müssen uns aber trotzdem einen Brotberuf überlegen."
Die Münterausstellung war großartig. Ganz wenig Leute, nur die, die wissen, dass das Lenbachhaus am Rosenmontag geöffnet hat. Vermittelte ein umfassendes Bild von Münters künstlerischem Wirken, angefangen mit Fotografien.
Hauptschulbluesens warteten seit Jahrzehnten auf eine große Ausstellung dieser so sehr unterschätzten Künstlerin. Auch ihre Auffassung von Kunst und Malen ist neu und pragmatisch. Interessant die Bilder aus Murnau und Umgebung zum Bau der Olympiastraße nach Garmisch 1936. Eine Prozession in Murnau 1934, der Ort deutlich erkennbar mit Hakenkreuzfahnen geschmückt, Münter jedoch malte keine Hakenkreuze.
Frau und Herr Hauptschulblues werden jedenfalls teilweise das Symposium zu Gabriele Münter besuchen.
Hinterher Kaffee- bzw. Teetrinken im Ella, dem Lenbachhaus-Café/Restaurant. Apfelkuchen und zweimal Schokoladekuchen, dazu grüner Tee, Haferl schwarzen Kaffee und Milchkaffee. Wer raten will, who got what, kann Einsendungen schicken. Zu gewinnen gibt es ein Lob.
Abendessen? Abendbrot! Radicchiosalat, gekochtes Ei fein aufgeschnitten, marinierter Fisch, alles mit ein wenig Marinade übergossen, dazu eine Scheibe getoastetes Pfisterbrot.


11. Februar 2018

Sonntag, 11.02.2018

Erich Mühsam:
"War einmal ein Revoluzzer
im Zivilstand Lampenputzer ..."
Frau und Herr H. putzten die Wohnzimmerdeckenlampe. Sie ist fast ganz aus Messing und muss dazu abgeschraubt werden. Das dauert eine halbe Stunde. Das Stück ist aus Frau H.s Elternhaus und einfach schön. Dann eine Stunde putzen und wieder an der Decke anbringen.
"War einmal ein Lampenputzer ..."
Zum Begriff "Heimat" ein Artikel aus der ZEIT:
http://www.zeit.de/kultur/2018-02/heimatministerium-heimat-rechtspopulismus-begriff-kulturgeschichte
So wie die ganze Enticklung der GroKo eine Katastrophe ist, so katastrophal ist die Generierung des Heimatmuseums bzw. Aufstockung des Innenministeriums. Was Meerhuber daraus macht, kann man sich vorstellen. Schön rechts verorten.
Und dann noch "Heimat". Was in Bayern angerichtet wurde, läßt sich ja gut sehen: "Heimat" mit Autobahn im Isental, Skischaukeln im Allgäu, Gewerbegebiete krebsartig um jedes Kaff herum, Kreisverkehre, Gebirgsschützen, Bierzelte, AfD links liegen lassen. Und was wird wohl sein mit den Menschen, denen Deutschland "Heimat" geworden ist, in den letzten paar Jahren?
Der Kater hinkt vorne rechts und ist unter Beobachtung.
Abendessen: Gemüsesuppe mit Brätknödeln (Fond aus Markknochen und Zucchino, Karotte und Rosenkohl aus der Ökokiste).

Samstag, 10.02.2018

Ein Vogelschwarm bevölkert die efeubewachsene Eiche, wahrscheinlich Wacholderdrosseln (der Krammetsvogel, wurde früher gegessen, Rezepe finden sich noch viele).

Seit vierzig Jahren oder mehr wächst der Efeu die Eiche hinauf. In ihm befinden sich Vogelnester, Eichhornkobel, Insekten, Käfer und nicht zuletzt die schwarzblauen Beeren des Efeu. Und genau die holen sich im Winter manche Vögel. Nachbarn hatten auch eine bewachsene Eiche, ließen aber vor zwei Jahren den Efeu auf zwei Metern Höhe abschneiden. Jetzt sieht der Baum häßlich aus und die Tiere haben eine Rückzugsmöglichkeit weniger.
Eine schneebadende Meise in der Hecke entdeckt. So als ob der Schnee Sand oder Wasser wäre.
An den Freund gedacht, der vor 7 1/2 Jahren starb. Heute wäre sein Geburtstag gewesen.
Mit Frau H. zu Zimt und Zucker geradelt, Kaffee getrunken und Kuchen gegessen.
Am Abend die Freundin von Frau H. zum Essen eingeladen. Grünkohl mit Pasta, dazu Salat aus Radicchio Trevigiana und Roter Bete.




9. Februar 2018

Freitag, 09.02.2018


Früh am Morgen die Nachbarin getroffen, die sehr angestochen war. Ein Handwerkerauto hatte so vor ihrer Garage geparkt, als wollte es direkt dort hineinfahren. H. konnte ihr sagen, wo der Handwerker war und es dauerte keine Minute, bis dieser umgeparkt hatte.
LieblingsbloggerInnen besucht.
Der Kater lag stundenlang auf der Wintergartenheizung. Er hasst Schnee und Regen und betrachtet die Vögel im Garten lieber durch die Scheibe. Ist auch besser so.
Am Nachmittag - es gab nochmal prima Törtchen - eine Stunde Rad gefahren. Zwischendurch im kleinen Obstgarten Spechte und Elstern beobachtet. Das Radeln bei Schnee und Eis auf den Straßen ist für Hauptschulblues nicht gefährlicher als der eisfreie Straßenverkehr: Er fährt von Anfang Dezember bis April mit Spikes. Gefährlich sind nur die Autos.

John Perry Barlow starb vorgestern. Er war nicht nur Musiker und Songschreiber (für Grateful Dead), sondern auch Kämpfer für ein freies Internet, Pressefreiheit und Bürgerrechte.
Let The Good Times Roll.
Zum Abendessen Blut- und Leberwurst mit Rosenkohl, Karotte und Kartoffel (Erna).
Dazu Augustiner Hell.



Donnerstag, 08.02.2018

Die Eichhörnchen von gestern, rot und schwarz,  poussieren. Dann war das Kämpfen gestern eher ein Spiegelfechten, ein gegenseitiges Kräftezeigen: "Was haben wir doch für gute Voraussetzungen!"
Eine Schneedecke hat sich über die Frühblüher gebreitet.
Die Krähen stolzieren durch den Garten und suchen ihre versteckten, gebunkerten Leckerbissen. Sie sind erstaunlich erfolgreich dabei.
Die Neukonzeption des Münchner Schulpreises erhalten. Das bedeutet Arbeit. Schöne Arbeit. Näheres unter www.hauptschulblues.wordpress.com bei Gelegenheit.
Kaffeetrinken mit Putzperle und Luitpoldkonditoreiwaren. Die Perle war hochbegeistert vom Früchtetörtchen, Frau H. verspeiste den Dickmann (oder wie soll man/frau ihn nennen?) und H. sein Sacherschnittchen. Morgen scheint es nochmals solche Leckereien zu geben, denn im kühlen Wintergarten steht immer noch die Tragetüte.

Zum Abendessen gab es dann Gemüsestrudel mit Krautsalat, alles Ökokiste. Ohne Alkohol, dafür aber Kaffee/Espresso als Nachtisch.
Dann wird "Old Filth" zu Ende gelesen.

7. Februar 2018

Mittwoch, 07.02.2018

Wieder so ein grau-kalter Tag. Den Eichhörnchen ist es egal, sie jagen und erkämpfen sich Reviere. Sie gehen ganz schön hart aufeinander los und schenken sich nichts. Konkurrenz auch im Tierreich.
Zur Lektüre des gestrigen Abends:

"Old Filth" ist ein Roman der britischen Schriftstellerin Jane Gardam.
Der Roman ist Teil einer Trilogie und spielt in der Zeit des Commonwealth of Nations vor dem zweiten Weltkrieg bis hin zu den 90ern. Britische Kolonialfamilien schicken  ihre Kinder vor 1939 alleine nach Großbritannien zurück. Dort wachsen sie getrennt von ihren Eltern in Pflegefamilien auf. Das hinterlässt bei allen Spuren. Gardam widmete den Roman diesen "Waisen" und ihren Kindern.
2015 wählten 82 internationale Literaturkritiker und -wissenschaftler "Old Filth" zu einem der bedeutendsten britischen Romane.
Am frühen Nachmittag in die Ausstellung "Blumenkinder" im Literaturhaus. Stefan Moses hat wunderbar schwarz-weiß fotografiert. Nicht viele Bilder, aber ein teilweise interessanter Dokumentarfilm von Wolfgang Ettlich von 90 Minuten Dauer. Darin schön zu sehen Rosy Rosy und John Weinzierl, der ehemalige Gitarrist von Amon Düül II (Erinnerungen an das wilde Amon-Düül-Konzert im ehemaligen Straßenbahndepot in der Wilhelmstraße oder ihre Auftritte auf den Faschingsveranstaltungen auf dem Königsplatz - alles Anfang der 70er, wurden wach). Die einzigen Farbfotografien von ihm sind in dem Buch "Begegnungen mit Peggy Guggenheim". Peggy brauchte einfach Farbe.
Da der Weg am Luitpold vorbeiführte, wurde dort Kaffee getrunken, mit einer Ex-Kollegin am Nachbartisch.
Frau Hauptschulblues konnte sich nicht enthalten, vor dem Nachhauseweg noch exorbitant schön aussehende und wohlschmeckende Törtchen sowie Käsegebäck mitzunehmen.
Dann fiel Schnee.


Abendessen: Minipizzen von Feinkost Spina, üppig von H. belegt mit Tomatenstückchen, Schinken, Oliven und Käse.
Dazu dann den Rest Prosecco von gestern abend.







Weiterlesen: Old Filth.











6. Februar 2018

Dienstag, 06.02.2018

Hauptschulblues fuhr in die Stadtmitte, wo es heute wesentlich angenehmer war als in den Wochen vor und nach dem Jahreswechsel.
Vom Marienplatz dann weiter zum Ostbahnhof in die Orleansstraße. Alle Erledigungen gingen ganz schnell vonstatten, die Menschen, mit denen er zu tun hatte, freundlich entspannt. Auf der Heimfahrt nochmal am Marienplatz ausgestiegen und in der schönen Lebensmittelabteilung des Kaufhof eingekauft. Dann wurde er angezogen von diesem Geschäft, versorgte sich mit den Leckereien von dort und fuhr bei Sonne nach Hause.
Nach dem Kaffee mit Frau Hauptschulblues in das kleine Obstgärtchen geradelt. Die Knospen der verschiedenen Bäumchen schwellen. Wenn das nur gut geht. Später bei der Nachbarin gewesen, die von ihrem Ehrenamt erzählte und H. Kürbissuppe mitgab.
Dazu Auberginengratin gebacken. Und dann wird gelesen bis in die Puppen:









5. Februar 2018

Montag, 05.02.2018

Mittags wieder Bücher sortiert. Nach Frühgeschichte, Altertum, Mittelalter und Neuzeit dann Religionen, Christliche Religionen und Esoterik.
Dann am Nachmittag zu Hause Birdwatching:



Das linke Vogelbuch 1983 für 7,90 Pfund bei Foyles in der Tottenham Court Road gekauft, das deutsche Standardwerk für 1,50 € antiquarisch diese Woche. Beide ergänzen sich wunderbar
Dass es Foyles immer noch gibt, ist prima.




Am Abend gab es ein triestinisches Rezept:

Frittata alle erbe - Omelette mit Kräutern (nach Alice Vollenweider)
Zutaten für vier Personen ( als Vorrspeise):
1 Handvoll Spinat oder Mangold
1 Lauchstange
2 mittlere Zwiebeln
frische Blätter von Basilikum und Salbei
2 Eßlöffel gehackte Petersilie
8 Eßlöffel Olivenöl
8 Eier
Salz und Pfeffer (oder gekörnte Gemüsebrühe)
Man schneidet den Lauch und die Zwiebel in Scheiben. In einer Pfanne erhitzt man 4 Eßlöffel Olivenöl, gibt das gekochte Cemiise, den in Streifen geschnittenen Spinat und
die Kräuter hinzu und läßt alles bei leichter Hitze zehn Minuten schmoren. Nun vermischt man die Eier, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen und fügt das Gemüse und die Kräuter bei. In der Pfanne laßt man die restlichen 4 Eßlöffel Öl heiß werden, schüttet dann den Eierteig mit den Gemüsen hinein und bäckt ihn unter ständigem Schütteln der Pfanne, bis er goldgelb ist. Man läßt die Frittata auf einen Pfannendeckel oder eine flache Platte gleiten (geht nur bei guten Pfannen) und wendet sie, damit sie auch auf der zweiten Seite bei leichter Hitze gebacken werden kann. Die Eimasse muß völlig erstarrt sein.
Man kann die Frittata warm oder kalt essen; als kalte Vorspeise schneidet man sie wie eine Torte in acht Stücke. Man kann anstelle der angegebenen Gemüse auch Erbsen, Karotten, Blumenkohl, grüne Bohnen, Zucchini etc. verwenden. Zum Würzen
schmecken auch frische Minzeblätter.

Dazu einen feinperligen (die grobperligen sterben aus, leider) Prosecco Corte delle Rose, passte  sehr gut zum leichten Essen, mitgenommen bei Feinkost Spina.

Sonntag, 04.02.2018

Am Morgen eine dünne Schneedecke, was den Kater sehr unzufrieden macht.
Krähen und Eichelhäher warten schon auf die Reste des Katzenfutters bzw. auf Haselnüsse.

Dann, ein paar Stunden später: Die Hasel in voller Blüte.

Ein wunderbares Konzert im Radio gehört:
Edvard Grieg: Klavierkonzert a-Moll, op. 16
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 15 a-Moll, op. 132
Wilhelm Stenhammar: Serenade F-Dur, op. 31

Am Nachmittag Besuch der langjährigen Freundin vom Beginn der 70er Jahre an zu Mandelkuchen und Tee. Viel geredet und in naher Zukunft für den Lieblingsitaliener verabredet.
Um 19 Uhr Trauerfeier im Café Ruffini. Gotthard war am 22.1.2018 verstorben. Die Familie und das Kollektiv luden ein. Hauptschulblues gedachte seiner zu Hause.

4. Februar 2018

Samstag, 03.02.2018

Früh am Morgen Karten für die Wellküren bestellt: Am 24.11.2018! Bemerkung der Frau des Freundes: "Wer`mas scho no dalem".
Mit einer Nachbarin, die ehrenamtlich an H.s ehemaliger Schule arbeitet, auf ihren Wunsch ihre Idee für den Leseclub besprochen.
Angeregt von Frau Kaltmamsell:
Crumblerezept englischer Freunde
Hier das Crumblerezept von Hauptschulblues, einfach auf das Bild klicken (Im Hintergrund der niederbayrische Obstgarten).
Am Abend mit Frau H. bei Faltsch Wagoni gewesen, im Hofspielhaus, einem kleinen Kellertheater mit 60 Plätzen, in der Nähe des Alten Hofs.
Großartig, was Frau und Herr Prosperi mit Sprache, Wortwitz, Musik, Politik und der Auseinandersetzung Mann-Frau machen. Und das seit über 30 Jahren.
Dann geben sie noch drei Zugaben und mischen sich am Ende unter das Publikum.

2. Februar 2018

Freitag, 02.02.2018

Das Auto musste morgens zur Werkstatt: Hauptschulblues hatte den rechten Rückspiegel geschrottet, nachdem er tausende von Malen rückwärts zum Tor hereingefahren war. Na ja, er wird halt älter. Frau H. fragte: "Bist du dann auf die Bremse oder auf`s Gas gestiegen?" Taschengeldentzug in Höhe von 350.-€.
Dann wurde der Hund der Nachbarn zweimal geholt, weil Frauchen und Herrchen und Söhnchen den ganzen Tag weg waren. Es wurde schon gesagt, dass er lieb, aber umso dumm ist. Er sucht nur Freßbares und trampelt die Frühblüher um. H. muss sich etwas überlegen für zukünftige Fälle, Garten ist die nächsten Wochen No Go Area.
Voller Interesse gelesen, dass das Kooperationsverbot Bund-Länder fallen soll. Das wäre nur gut für die deutschen Schulen: Es gäbe viel Geld für Ausstattung und Fortbildung, außerdem könnte es ein Signal sein für den Anfang vom Ende der Länderkulturhoheit.
Abendessen: Gemüsesuppe, ein paar gegrillte Ripperl, der Rest Pecorino.
Mariss Jansons gehört, mit dem Symphonieorchester des BR. Gibt es als Podcast zum Nachhören: Jörg Widmann "Trauermarsch" für Klavier und Orchester, Schubert "Große C-Dur-Symphonie".

Donnerstag, 01.02.2018

Nach dem Aufstehen an eine liebe Klassenkameradinfreundin im Gymnasium gedacht, die heute Geburtstag hat. Die Grußkarte ist unterwegs und müsste wie jedes Jahr rechtzeitig ankommen. Im Frühjahr wird sich wieder getroffen. Es geht reihum: Bei ihr, bei H.s Freund, bei H. selbst, so alle halbe Jahre. Immer ein ganzer Tag mit gutem Essen, großer Zuneigung. Herr und Frau H., der Freund und M., die Freundin, gingen nämlich schon gemeinsam zur Schule.
Mittags zum Büchersortieren. Es hatten sich während einer Woche Berge angehäuft.
Dann Kaffeetrinken mit der Putzperle.
Mit ihr am Abend zusammen zum Chinesen, where you can eat as much as you can, for a certain amount.
Heute ist die Zugehperle 31 Jahre im Hause Hauptschulblues. Das muss gefeiert werden (An Lichtmeß wechseln die Dienstboten). Ihre ältere Tochter kommt auch mit.
Nach dem ersten Besuch beim Chinesen hatten Frau und Herr H. Bauchweh. Aber sie lernten dazu: Weniger und ausgewählter essen. Es gibt gute Suppen, frische Salate, Frittiertes und Süßes, Gemüse gedämpft und gebraten.
Sehr gut schmeckt auch der grüne Tee. Frau Putzperle trinkt immer Radler.
Gelesen, dass in Manchester ein Gemälde von Waterhouse abgehängt wurde. Wegen Sexismus. Die Kampagne nimmt Formen an.
Wann werden in München Lenbach, wann Franz von Stuck abgehängt?

1. Februar 2018

Mittwoch, 31.01.2018

Strahlender Sonnenschein am Morgen. Der Kater sucht gleich einen Sonnenfleck auf.
Ein Eichhörnchen greift in der Eiche eine Krähe an. Sonst ist es immer umgekehrt. Sie lernen vielleicht, sich zu wehren.
Im Kochbuch aus den frühen 90ern gelesen und ganz viele Anregungen wieder bekommen.
Gegen Mittag dann nach Bernried gestartet, in die Brücke-Ausstellung. Nichts spektakulär Neues, vielleicht hat Hauptschulblues in den letzten Jahren zuviel Kirchner, Mueller usw. gesehen. Spektakulär allerdings ist die Beleuchtung einzelner Gemälde durch weit entfernte Strahler an der Decke. Die Beleuchtungsanlage wurde erst kürzlich eingebaut.
Spektakulär auch immer wieder der Blick von der "Brücke" des Museums aus:

Abends nochmal Wirsing mit Karotten, dazu panierter Kabeljau mit Pecorino.
Ja, noch schnell die gute Nachricht des Tages: Eugen Gomringers Gedicht "Avenidas" wird in Rehau auf der Fassade eines städtischen Gebäudes angebracht. der Stadtrat votierte mit 19:2 Stimmen dafür.

31. Januar 2018

Dienstag, 30.01.2018

Das eintönige Leben eines Rentners? So mag manche/r denken. Er empfindet es nicht so. Jeden Tag kann er entscheiden, ob und was er zu tun gedenkt.
Am Morgen wie jede Woche an der Wertstoffinsel tierisch geärgert. Berge von Mülltüten (welchen Inhalts?) abgelagert.
Hauptschulblues stellt sich das so vor:
Die Frau schickt den Mann Abfall getrennt wegzubringen. Das mochte er schon als kleiner Junge nicht, wenn die Mama ihn mit dem Mülleimer runter schickte. Im neuen Audi riecht es, er hätte die Sachen halt gleich auf dem Weg zur Arbeit wegbringen sollen, nicht auf dem Nachhauseweg. Abends dann erinnert ihn die Nase an die Aufgabe, er fährt zur Wertstoffinsel, Kofferraum auf und das Zeug - es ist ja schon dunkel - hinter die erste Containerreihe geschmissen. Dann fährt er heim im Bewusstsein, dass die Frau es super findet, einen derart kooperativen Mann zu haben. (Hauptschulblues hat noch nie eine Frau gesehen oder erwischt, die den Abfall einfach hinstellt.)
Aber es gibt ja die cba. Die räumen wöchentlich den Dreck weg.
Die cba betreibt übrigens auch Kantinen und Restaurants.
Nachmittags sehr netten Besuch gehabt von einer Frau, die nur öffentlich durch die Stadt fährt, auch an die Peripherie, und die kein Internet hat. Aber über alles Bescheid weiß und auch keinen Mangel verspürt.
Zum Abendessen gab es Wirsing mit Karotten, dazu ein kleines Stückchen gebratenes Kassler, als Sättigungsbeilage ein aufgebackenes Striezl, dazu ein Glas Pecorino.

29. Januar 2018

Montag, 29.01.2018

Sehr früh aufgestanden, um gegen 8.45 in Schwabing bei der Hautärztin zu sein. Der Kater war sehr unzufrieden, da das morgendliche Ritual nicht stattfinden konnte.
Danach zur Schmalznudel gefahren und den Nachbarn, den einschichtigen, zum Kaffee und Ausgezogenen (welch ein Wort!) Kiachin einzuladen.
Mittags mit Frau Hauptschulblues in Nymphenburg spazieren gegangen, tausende von Maulwurfs- oder Wühlmaushügeln gesehen.
Dann das Nachmittagskaffeeritual.
Am Abend zum Lieblingsitaliener für Trippa (der Koch hatte ja angerufen). Danach noch Orechiette mit Salsicce und Broccoli. Frau H. hatte Bresaolo mit gegrillten Artischocken, dann Spaghetti Aglio e Olio. Großartig.
Schnell heim, um an der Blog-Award-Verleihung teilnehmen und abstimmen zu können. Die beiden Favoritinnen von H., Frau Kaltmamsell und Fräulein Read On My Dear, waren Siegerinnen in ihrer Kategorie.
Freude.

28. Januar 2018

Sonntag, 28.01.2018

Im Guardian Weekly gelesen, dass Khaira Arby wieder nach Timbuktu gezogen ist und dort auftritt. Eine höchst gefährliche Sache:
https://www.theguardian.com/world/2018/jan/18/timbuktu-begins-to-sing-again-mali-music-jihadists

Bei dieser Gelegenheit erinnert sich Hauptschulblues an den sehenswerten Film "Mali Blues", auf den er schon einmal in einem der beiden Blogs hingewiesen hat.
Am Nachmittag zu einer Krähenvögelführung im Friedhof Perlacher Forst. Eigentlich weniger eine Führung; Herr Sierin erzählte vielmehr von Krähenvögeln und deren unterschiedlicher Lebensweise (Rabenkrähen, Saatkrähen, Elstern, Dohlen, Eichelhäher, Nusshäher, Kolkraben usw.) und wie sie über die Erde verteilt sind und warum sie immer mehr als Wald- oder Steppenvögel in die Stadt ziehen.
Am Abend gab es dann Bulgur mit gebratenem Gemüse und Salat (Castel Franco oder Fiore d`Inverno), jdenfalls eine Kreuzung aus Radicchio Rosso und Endivie.

Den ganzen restlichen Tag gelesen: Manja Präkels.
Sie, 1974 geboren, erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einer brandenburgischen Kleinstadt und von der langsamen, aber stetigen Entwicklung einer starken Neonaziszene. Nicht unbedingt aufbauend, wenn man weiter zum NSU-Prozess denkt, was da alles ans Tageslicht kam und noch kommen wird, an Vertuschen, nicht Ernstnehmen, Rechtsradikalen in Behörden.
Präkels ist auch Sängerin einer außergewöhnlichen Kapelle.


Samstag, 28.01.2018

Die Hackordnung der Krähen im Garten studiert. Sie stehen jedoch zusammen, wenn es gegen einen Feind geht - etwa den Sperber oder den Kater, der manchmal ihr Futter bewacht. Dann kurven sie waghalsig über ihn hinweg, so dass er sich ducken muss. Aber beide Parteien wissen, dass sie sich nichts tun.
Am Nachmittag nach Untergiesing gefahren, in die Schönstraße zur Kathedrale Maria Schutz und St. Andreas, eine Ukrainische-Griechisch-Katholische Kirche. Dort ist am Samstag um 13 Uhr die Übergabe von Paketen, in diesem Fall ein Päckchen mit medizinischen Hilfsmitteln für eine Freundin in Kiew, möglich. Diese Kirche ist mit der katholischen Kirche assoziiert, hat aber verheiratete Priester.
Zu Hause dann einen Anruf auf dem Rufknecht vorgefunden: Im Lieblinglokal gibt es wieder Trippa.
Am Abend die Reste des Karnickels vom Vortag aufgegessen. Schmeckte fast noch besser. Ruhen tut mancher Speise offensichtlich wohl.

27. Januar 2018

Freitag, 26.01.2018

Kochtag.
Am Vormittag die süße Nachspeise vorbereitet, dann den marinierten Hasen schön braun angebraten und in der Marinade das Gemüse bißfest gegart und herausgenommen.
Gegen zwei Uhr mit dem Fahrradanhänger zu Roberto gefahren, Bier holen. Eine halbe Stunde zu früh. Schnell entschlossen zu Zimt und Zucker weiter geradelt, einen Milchkaffee getrunken und zwei äußerst wohlschmeckende Mandarinen-Sahne-Kuchenstücke mitgenommen, für den späteren häuslichen Nachmittagskaffee. Mittlerweile hatte Roberto geöffnet.
Dann, eine Stunde vor Eintreffen der Gäste, kleine Kartoffel- und Semmelknödelchen geformt (obadraht, wie die Innviertler sagen).
Die Küche wurde auch noch gesäubert, der Spülknecht eingeräumt.
Ein sehr gemütliches Abendessen mit den Lieblingsnachbarn.

26. Januar 2018

Donnerstag, 25.01.2018

Blick vom 3. Stock auf einen Teil des Pausenhofs
Nach dem Bäckerbesuch stand ein Besuch in der neu gebauten Gustl-Bayrhammer-Grundschule an. Wunderbar als Lernhausschule geplant, mit großer Mensa. Keine Tafeln mehr, Whiteboards überall, Medienwägen, zusätzliche Beamer, Theaterraum, Scheinwerfer, Lautsprecheranlagen, High Tec im ganzen Haus. Sehr schön ausgestattete Doppelturnhalle. Einziger Wermiutstropfen: alles in Weiß, kein Farbkonzept.
Von dort zum Büchersortieren gefahren. Nach Geschichte sich den Sparten Weltreligionen, Christentum und Gebete zugewandt, die verwaist herum standen. Dann
noch eine Kiste Psychologie ausgezeichnet und eingeräumt.
Rechtzeitig zum Kaffeetrinken mit der Reinigungsperle wieder daheim.
Gemüsesuppe gekocht und der Perle etwas mitgegeben. Letztens trank sie das Glas mit der Suppe schon in der U-Bahn.
Auch der Krokus steckt schon seinen Kopf heraus.

25. Januar 2018

Mittwoch, 24.01.2018

Der beste Bäcker hat wieder offen - am Montag hat er wegen Reichtums Erholung immer geschlossen. Wunderbar krosse Brezen, herrlich leichte Croissants.
Dann ab zum Büchersortieren, dort mittlerweile sehr interessante und teilweise tiefgehende Gespräche mit den zwei Damen, die links und rechts von Hauptschulblues arbeiten. Kaum zu fassen, was es an rechtsradikaler Literatur gibt. Die wandert in den Container oder zum Institut für Zeitgeschichte.
Rechtzeitig zum Nachmittagskaffee wieder zu Hause, dort die Reste des Apfelstrudels vertilgt.
Anschließend in den kleinen Obstgarten gefahren und Sonnenschutz um die Stämmchen angebracht. Auch dort blühen die ersten Blümchen, in diesem Fall Stiefmütterchen. Viel zu früh. Hauptschulblues hat Angst, dass die Obstbäumchen zu früh blühen oder aber in eine Kälte- Schneeperiode hineinkommen wie letztes Jahr.
Am Abend gratinierte Rote Bete zubereitet, nach Anregung von Herrn und Frau Kaltmamsell. (Sieht aber nicht so schön aus wie bei den beiden.)
Geschmeckt hat es auf jeden Fall und Frau H. meinte, es in die Rezeptsammlung aufzunehmen. Ach ja, dazu ein Glas Pecorino, weil der für die Marinade des freitäglichen Abendessens gebraucht wird.





24. Januar 2018

Dienstag, 23.01.2018

Am Vormittag nochmal zur Ärztinfreundin. Sie hatte vergessen, dass bei einem zu überprüfenden Wert Nüchternheit vorausgesetzt war.
Das war der Anlass zu einem erneuten Frühstück im Café, im Anschluss an die Blutabnahme.
Die Sonne genossen, aber unter dem Föhn gelitten.
Nachmittagskaffee, Lesen und Kochen: Gemüselasagne mit Salsicciaeinlage.
Besuch von Nachbarin N.
Das Haus Hauptschulblues liebt diese Besuche.
Dann spät abends festgestellt, das zwei Dreier-CDs von Fleetwood Mac unvollständig sind. Da hätte man sich bei der Rückgabe nicht auf den guten Leumund des Ausleihers (nicht mehr eruierbar) verlassen dürfen.
Frau H. schimpfte, dass H. immer wieder verleiht (Er ist aber schon vorsichtiger geworden). Über das Internet und Ebay wenigstens einen Teil wiederbeschafft, eine CD muss noch aufgetrieben werden: Es fehlt noch Volume 3.

23. Januar 2018

Montag, 22.01.2018

Beim Räumen dieses wassergetränkten Schnees brach der Stiel der 40jährigen Schippe ab. Er war zur Hälfte durchgefault. Schade, dass es nicht mehr zwei bis drei Grad kälter sein kann. Hauptschulblues erinnert sich noch an den Faschingsumzug im Viertel bei Minus fünfzehn Grad, im Februar.
Nach dem Kauf einer neuen Schippe - sie liegt viel schlechter in der Hand, kratzt auch mehr am Boden dahin als die alte - mit Frau H. auf zum Zahnarzt in der Ludwigsvorstadt - Doppeltermin. Wenn die Verkehrsmittel keine Störung haben, dann kommt man in München überall wunderbar hin, dann klappen auch die Anschlüsse.
Eine Stunde gewartet, bis Frau H. dran kam. Es ist noch eine der wenigen Praxen, in der ein Zahnarzt arbeitet, mit ein bis zwei Helferinnen, in drei Behandlungsräumen. Die schlechte Nachricht war, dass er langsam ans Aufhören denkt, der Trost dabei, dass er es nicht auf einen Schlag aufhört, sondern sich hinausschleicht und ein paar Patienten behält.
Der Patient, der vorher dran war, setzte sich noch ins Wartezimmer und fing irgendwann an, halbseidene Witze zu erzählen, obwohl Hauptschulbluesens in ihre Bücher vertieft waren. Die Situation wurde aber schnell geklärt, indem der Herr in eine Unterhaltung über Arbeit und Ruhestand und Implantate verwickelt wurde. So musste H. nicht grob werden, was der Witzeerzähler wahrscheinlich nicht verstanden hätte.
Um 18 Uhr mit Löchern im Bauch zum Hertie am Hauptbahnhof (ist ein Karstadt, aber für alte MünchnerInnen bleibt es der Hertie) und eine Kleinigkeit gegessen. Die Kleinigkeit war aber dann doch so sättigend, dass das häusliche Abendessen ausfiel.
Am Abend bei Herrn Blumes Blogparade über einen "Wunderbaren Moment im Referendariat" teilgenommen. Entweder ist das schon so lange her und H. hat die wunderbaren Momente vergessen (wo er doch das Schlechte eher vergisst als das Schöne) oder es gab keine.
Es herrschte damals eine gnadenlose Konkurrenzsituation um Anstellungsnoten, mit Berufsverboten im Nacken.

22. Januar 2018

Sonntag, 21.01.2018

Die Krähen mit dem Hasenfett gefüttert. Sie halten ihre Hackordnung streng ein: Erst bedient sich der Ober, während der Unter zum Schein in der Nähe den Boden bzw. den Schnee bearbeitet.
Mit dem Kiewer Kurierdienst telefoniert und beschlossen, das Paket nächste Woche zu übergeben.
Nachbarin M. kam kurz zu Besuch, auf einen Espresso und ein Glas Wasser.
Im Sudoku des ZEIT-Magazins verhakt und aufgegeben, dabei wieder geärgert, dass die Redaktion mit dem Sudoku auf 14-tägig übergegangen ist.
Am Nachmittag wieder ein paar Stunden mit Z. Unterricht nachbereitet. Schön wäre, wenn die Schulen ihre 20 Jahre alten Arbeitsblätter versenken und sich mehr dem sprachsensiblen Unterricht zuwenden würden. Wenn sie ohne zu überlegen spricht, macht sie keine Fehler. Wenn sie aber überlegt schriftlich formulieren will, wird es schwierig. Immerhin ist sie Klassenprima, weil sie lernen kann und sehr ehrgeizig ist. Ihr Ziel: Künstlerin. Ihr Brotberuf: ?
Abends dann Schinkennudeln mit Blumenkohlsalat, dazu Prosecco, sehr feinperlig und nicht so wohlschmeckend wie der aus dem Ruffini.

21. Januar 2018

Samstag, 20.01.2018

Zur morgendlichen Begrüßung kotzte der Kater neben seinen Fensterplatz. Er liegt dort jeden Morgen auf den Kochbüchern, die blieben unversehrt. Eine gute halbe Stunde Putzen. Es scheint irgendetwas mit dem Futter nicht zu stimmen, wenn er das macht. Sofort danach mahnt er neues Fressen an, und das bleibt drin.
Wertstoffhof. Friederike hat wieder einmal Laub und Äste aus der Nachbarschaft zusammengeblasen.
Wochenendeinkauf. Die Menschen kaufen, als lägen vier Wochen Betriebsurlaub des Geschäfts vor ihnen. Fertigfutter ohne Ende.
Apfelstrudel gebacken mit den Resten der eigenen niederbayerischen Äpfel. Warm zum Kaffee verzehrt.
Mit dem ukrainischen Kurierdienst München-Kiew-München telefoniert, um einen Termin zur Päckchenübergabe zu vereinbaren. Verständigung sehr schwierig.
Dann bei Einbruch der Dunkelheit zwei Kaninchen abgeholt, zerlegt und eingefroren. Hauptschulblues stammt vom Bauernhof - dort wurde immer zum eigenen Verzehr geschlachtet.
Zum Abendessen gab es Falafel mit Chicorée-Salat und dem Restchen Wein der Woche.

20. Januar 2018

Freitag, 19.01.2018

Am Morgen gemeinsamer Besuch bei Ärztinfreundin zur Blutabnahme. Dann aber einen Wert vergessen, für den man nüchtern sein muss. Also nächste Woche nochmal. Ärztinhelferin N. gefragt, was sie zum Geburtstag möchte: Krimi.
Anschließend zu Feinkost Spina, Leckereien kaufen. Dort war die Hölle los. Ganz viele Gastronomen, die ihre Lieferwägen voll luden. Vor H. an der Kasse ein Herr, der eine ganze Palette voll italienischer Grundnahrungsmittel abholte und sich bei H. für das lange Warten entschuldigte. Als dieser sagte, das mache nichts und er habe Zeit, überschlug sich jener in einer langen italienischen Rede, von der H. nur den freundlichen Subtext verstand.
Obwohl sie nur wenig kauften, bekamen sie an der Kasse eine Flasche Rotwein geschenkt. Diesmal nahmen sie keinen Kaffee und kein Dolce zu sich, weil, wie gesagt, auch am Tresen der Teufel los war.
Zum Abendessen gab es die Lieblingsspeise der Kindheit: Fischstäbchen mit Salat. Dazu später Kinderplatten gehört, die morgen digitalisiert werden.

18. Januar 2018

Donnerstag, 18.01.2018 im Sturm Friederike

Es blies, wehte, jaulte. Der Kater hatte schon wieder kreisrunde schwarze Augen am helllichten Tag.
Hauptschulblues fuhr auf vereister Straße zum Bäcker, was nichts macht, da er Spikereifen fährt.
Fünf Minuten später fuhr er auf schon matschiger Straße heim. Es sind nur 300 Meter zum Lieblingsbäcker.
Gegen 11 Uhr zum Bücherauszeichnen und -sortieren nach Gröbenzell. Heute eine sehr nette Belegschaft an Ehrenamtlichen anwesend. Da die Geschichtsbücher bald hergerichtet waren, wandte er sich anderen Sparten zu. Sehr interessant Mundart. Z.B. Wörterbücher zum friesischen Dialekt, oder ein dreibändiges Wörterbuch für Kölsch. Festgelesen, da der Vater aus Köln stammte und mit Opa und Tanten Kölsch redete. Und dann sind die Bücher enorm billig: Taschenbücher maximal 1 €, Hardcover 2 €, wenn es z. B. 3 Bücher sind, die nur im Pack verkauft werden, maximal 5 €-.
Am Nachmittag Kaffeetrinken mit Frau H. und der Zugehperle.
Zugehperle weggebracht.
Abendessen: Grünkohlsalat mit Pinienkernen, getrockneten Tomaten in Öl, Paprika, Zwiebel, geröstetem Knoblauch, Ziegenkäse. Dazu ein Glas rosaroten Cirò.
Später Studium eines Putzger Geschichtsatlas aus der Zeit des Dritten Reichs (beim Büchersortieren in die Hände gefallen und so was von interessant).

Mittwoch, 17.01.2018

Spät aufgestanden und mit Frau H. ins Ruffini zum Frühstücken. Es waren erstaunlich wenige Gäste da und die alle verschlafen.
Lieblingsbelegschaft bediente: W. am Tresen, U. im Service und M. in der Küche.
Rührei mit Schinken für Frau H., Eier im Glas und Wurst-Käseplatte für H. Herrlich wie immer, dazu der gute Kaffee. Hätte man fast fotografieren sollen.
1978 war das Ruffini eines der wirklich wenigen Münchner Cafés, die damals schon Milchkaffee und Cappucino anboten, mit geschäumter Milch an Stelle des Schlagrahms aus der Sprühdose.
Für die Nachbarin gleich die Karten für das Kabarett am kommenden Montag mitgenommen.
Kleine Erledigungen am Nachmittag: Stadtbücherei, Post, Rewe.
Kaffee mit zwei Tortenstückchen aus dem Zimt und Zucker.
Zum Abendessen Sizilianische Brotsuppe mit Mozarella und dem gerösteten übrig gebliebenen Frühstücksbrot.
Später den Test heruntergeladen, dem sich Herr T. unterzogen hat (Titelbild der SZ vom 18.01.2018). Kopfschütteln, Nachdenken und Vergleichen mit den Tests, die Hauptschulblues in seiner Zeit als Beratungslehrer mit SchülerInnen von 7-17 Jahren durchführte.
Niveaulos.

17. Januar 2018

Dienstag, 16.01.2018


Die heimischen Morgensaatkrähen holen sich die den Eichelhähern zugedachten Erdnüsse. Mit einem Schnabelhieb werden sie geöffnet und die Kerne verzehrt, vorher oft in der Vogeltränke gewaschen.

 Saatkrähe (Corvus frugilegus frugilegus)Ihre Federn glänzen stark. Diese ist schon etwas älter, man merkt es am hellen Schnabelansatz. (Beide Fotos aus der Wikipedia, da die heimischen Krähen es nicht mögen, geknipst zu werden.)

Abends kommen dann die für den Winter zugewanderten osteuropäischen Rabenkrähen, veranstalten ein ohrenbetäubendes Getöse und verziehen sich für die Nacht in das nahe Wäldchen.
Foto einer schwarzen Aaskrähe am Strand
Der Bäcker bäckt nach zwei Wochen Betriebsurlaub wieder. Die Morgen gewinnen wieder an Qualität.
Nachmittags wieder zum Büchersortieren gefahren: Vor- und Frühgeschichte und Geschichte bis 1945, außer Geschichte des Dritten Reichs.
Manche der ehrenamtlichen Damen haben schon ein strenges Auge auf einen.
Abends Gemüsestrudel (Wunsch von Frau H.) und Salat. Wein gibt es zur Zeit keinen. Er wartet im Keller darauf, aufgerufen zu werden.
Spät abends der Nichte zum Geburtstag gratuliert.

15. Januar 2018

Samstag, 13.01. bis Montag, 15.01.2018

Viel los gewesen.
Besuche.
Mit Z. gelernt.
Kabarett: Well Brüder aus dem Biermoos. Es fehlt die Schärfe von Hans Well.
59 kg Fleisch und Wurst vertilgen die Deutschen pro Kopf und Nase. Ganz schön viel. Und der B.U.N.D. verlagert das Erreichen der Klimaziele wieder in die Familien hinein: Weniger Fleisch essen. Dann gibt es vielleicht einen Anstieg der Temperatur um 1/10 ° geringer.
So wie die Mülltrennung in Papier, Plastik, Glas und Blech uns auferlegt wurde.
Und dann hört und liest man/frau, dass China den Plastikmüll aus Deutschland nicht mehr aufnehmen wird. Was dort wohl damit gemacht wurde bisher?
Heute Abend Bulgur mit Gemüse.

13. Januar 2018

Freitag, 12.01.2018

Hauptschulblues empfiehlt dieses Buch:


Es ist zu bestellen beim Autor: p.klimesch@gmx.de
Viele alte und neue Bilder sind enthalten.
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Endlich wieder mal ein paar Stunden im Garten und das Laub, das die Winterstürme aus den vorgelagerten Gärten um das Haus angehäuft haben, zusammengerecht.
Der Kater findet das toll - er begleitet auf Schritt und Tritt oder beobachtet genau aus der Ferne.
Die Katzen in Hauptschulblues Kindheit und Jugend auf dem Bauernhof waren im übrigen auch wie Hunde - immer dabei.
Abends beim Freund wie angekündigt: Bruschette, Orangensalat, Wiener Backhendl, Käse, Kaffee und Buttermilchmousse. Und viel viel reden und lachen.
Sehr sehr, viel zu spät ins Bett.

12. Januar 2018

Donnerstag, 11.01.2018 - Abschied

Gleich am Morgen Blümchen gekauft, für den seit Grundschulzeiten seienden Freund und Hauptschulblues, um sie I. auf den Sarg legen zu können.
Mittags Fahrt nach S. Da viel Zeit übrig war - die Beerdigung war  für 14.30 Uhr angesetzt - schnell nach Braunau ins Café Graf auf einen Verlängerten und einen Topfenstrudel (das Café ist so gut wie die Homepage schlecht ist).

Die S.er Kirche liegt am höchsten Punkt des Dorfes, daneben die zweiklassige Volksschule, mit Blick weit nach Österreich hinein. Innviertel eben.
Fast alle Trauergäste waren schon da. Hauptschulbluesens Bruder erklärte, wer wer war, und langsam lösten sich die Gesichter auf und Konturen vor beinahe 50 Jahren kamen hervor. Es war eine Zeitreise im Kopf.
Die Blasmusik aus Mining am Inn, österreichisches Innviertel, spielte. Das zeigt nochmal die alte Verbundenheit von "ent und herent" (= hüben und drüben). Glocken läuteten. H. erinnerte sich daran, wie er aus der Klasse zum Zwölfuhrläuten geschickt wurde. Dickes Seil, dranhängen, zum Auf- und Abschwingen bringen.
Ein sehr junger Pfarrer mit Konturenhaarschnitt zelebrierte den Gottesdienst, der begleitet war von sensibel geführtem Chorgesang und einer äußerst zurückhaltenden Orgel, meist nur auf ein oder zwei Pfeifen spielend. Räuchern. Alles wurde beräuchert, auch später draußen auf dem Friedhof. Hauptschulblues gefiel das. Er räuchert seit seiner Kindheit. Rituale, Predigt über die Verwandlung von Wein in Wasser (nicht Bier), die Symbolik der Taufe (Untergehen und Wiederauftauchen).
Von den Angehörigen wurden H., der Bruder und der Freund zum anschließenden Gang ins Gasthaus gebeten. Dort viele Gespräche. Einen alten Klassenkameraden getroffen, der H. vor 50 Jahren in einer Schlägerei beisprang. H. war in der absoluten Unterzahl. Heute nochmal bedankt, Antwort: "Gern geschehn."
Morgen Abendessen beim Freund. Dann wird der Tag nochmal Thema sein.

11. Januar 2018

Mittwoch, 10.01.2018 - Trauer um I.

Der Bäcker hat wegen Reichtums auch diese Woche noch Betriebsferien. Aber es sei ihm vergönnt, ständig dieses frühe Aufstehen. Und H. als Kunde kommt dann gegen neun Uhr verschlafen an um Croissants und Brezen. Wer hat schon so einen Bäcker? 200 Meter über drei Ecken.
Den Hund wieder in den Garten geholt, während H. Laub zusammenrechte. Langweilig, da er doch ziemlich dumm ist (auch ängstlich) und nur am Futter interessiert ist. Alle Kunststücke vom Herbst hat er wieder vergessen.
Dann wieder in die mäuseverseuchte Garage und ein Stückchen Garage weiter gesäubert und - was genauso wichtig ist - geordnet. Garagen sind ja mittlerweile ein zusätzlicher Abstellraum geworden. Zum einen, weil die Autos zu groß für sie sind, zum anderen, weil die Menschen so viel anhäufen, dass es in der Wohnung/im Haus nicht mehr Platz hat. Das Auto von Hauptschulbluesens steht aber trotzdem nicht auf der Straße.
Abschied.
I. gestorben. Der Bruder rief an. I. war Frau I. R. aus der Weißmühle, Gemeinde S., Gastwirtin. Bevor sie Gastwirtin war - ihre Eltern lebten noch - molk sie jeden Abend die Kühe des Anwesens, mistete aus, fütterte. (Zur Weißmühle ein Extrabeitrag bei Gelegenheit.)
H. besuchte sie zuletzt mit seiner Mutter (selber Jahrgang), als diese leider schon dement war. Beide Damen mochten sich über Jahrzehnte gut leiden. Irma hatte sich sehr über die drei Besucher (Frau H. war dabei) gefreut, genauso wie damals in den 80er Jahren, als Herr und Frau H. mit den englischen Freunden und Kindern zu ihr gewandert kamen.
Den Freund angerufen, ob er auch zur Beerdigung kommen will. Er war Nachbar und fährt mit.
Zum Abendessen gab es gebratenes Gemüse mit Fisch und Reis. Ein Glas Wein. Eine Tasse Kaffee.
Trauer um I.

10. Januar 2018

Dienstag, 09.01.2018

Nach dem Frühstück Glas- und Plastik- und Blechabfall weggebracht. Der Gang zur Wertstoffinsel fällt immer schwerer, weil sie von Menschen als Wertstoffhof verwendet wird. Jeglicher Abfall landet da, disgusting. Zweimal hat Hauptschulblues Menschen beim verkehrten Abstellen erwischt und zur Rede gestellt, aber was nützt das?

Dann den Nachbarhund für eine Stunde in den Garten geholt, weil Herrchen in Schweden ist und Frauchen unterwegs war. Er genießt es und sucht nur nach Fressen, er würde auch den Kompost auffressen, ließe man ihn. Der Kater verprügelt ihn ab und an, weil er ihm auf die Nerven geht, jedoch mit eingezogenen Krallen. Der Berner Sennenhund nimmt es jedesmal stoisch hin. Sie kennen sich beide von klein auf.
Im Garten kommen jetzt schon Alpenveilchen. Eigentlich sind die ja im Spätherbst fällig. Was ist denn da los? Daneben die Blätter der Traubenhyazinthen.
Am Nachmittag Kaffee mit einer Nachbarin, anschließend Gartenarbeit und Holzhütte aufräumen.
Am Abend gab es Renfilet, Bratkartoffeln und Salat. Dazu ein Gläschen Bacca Rara von Torrevento aus dem - na ja, Sie wissen schon.


9. Januar 2018

Montag, 08.01.2018

Bis zum Nachmittag gelegen, Magen und Kopf durcheinander.
Dem Kater hat es gefallen, er liegt gerne bei jemandem, d.h. er presst sich an.
Um vier Uhr schnell zur Christbaumsammelstelle gefahren für weitere Abdeckzweige, dabei auch zwei entastete Stämme mitgenommen, zum Verheizen im nächsten Jahr. Die Fichtenscheite prasseln laut im Ofen und riechen gut. Das was normalerweise im Hause Hautschulblues verfeuert wird, riecht übrigens auch gut: Kleine Holzbrikette, die aus abgesaugten Holzspänen gepresst werden, nur abgelagertes, einheimisches Holz. Diese Briketts ("Pupse" sagt Frau H., weil die Maschine, aus der sie kommen, bei jedem Stückchen so etwas wie einen Pups macht) kann er sich bei der befreundeten Schreinerei in der Maxvorstatdt auf Abruf abholen.
Dafür bekommt die Belegschaft ab und an ein Mittagessen gekocht, was bei bis zu 15 SchreinerInnen zur Arbeit auswächst. Unter anderem deswegen hat er auch immer noch ein praktisches Auto, das problemlos 500 Kilo Holzpupse transportieren kann.
Am Abend zum Lieblingsitaliener, Schwager und Schwägerin treffen und gut gegessen: Vorspeisen aus der Vitrine, Strozzapreti mit Steinpilzen und Filetstreifen, ein Bier und einen Schnitt, Panna Cotta und einen doppelten Espresso. Vom Koch auf Trippa nächste Woche vorbereitet.

7. Januar 2018

Sonntag, 07.01.2018

Das gestrige Sudoku doch noch geschafft, nachdem Hauptschulblues sich gestern vergewissert hatte, keinen Fehler gemacht zu haben. Keine Sorgen mehr wegen eventueller Kombinationseinbuße.
"Mit taktischem Geschick den Tigerberg erobert".
Mittags Innviertler Speckknödel auf Vorrat gemacht, zum Einfrieren. Links fünf mit Bratwurstbrät, dann mit ausgelassenem Speck, rechts mit Schinkenwürfeln. Sie können auch mit Brand- oder Kartoffelteig gemacht werden. Diese 20 Knödelchen sind aus 10 Semmeln, eines wiegt 50 Gramm. Bei Rezeptbedarf einfach melden.
Ein düsterer Tag, auch nachdem sich der Nebel verzogen hatte.
Kaffee getrunken und den Rest der Creme von gestern abend geschlabbert. Der Kater war nicht mehr interessiert, er mag sie anscheinend nur frisch.
Dann in den kleinen Obstgarten gefahren. Auch dort treiben schon die Primeln aus. Eine Armee von Kinderwägen samt dazugehöriger Eltern war unterwegs.





Samstag, 06.01.2018

Am Sudoku gescheitert - entnervt gibt es Hauptschulblues in sein Lösungsprogramm ein, um zu sehen, ob er bis dato Fehler gemacht hat: Nein. Ist einfach zu schwierig gewesen.
20 C+M+B 18 an die Haustür geschrieben: Christus Mansionem Benedicat - ob er das beim Atheistenhaushalt auch macht?
Die Nachspeise für den abendlichen Besuch vorbereitet und kalt gestellt.
Im Garten kommen die Schneeglöckchen und Märzenbecher schon. Was machen dann die Wildbienen im März und April?
Mittags mit Frau Hauptschulblues bei Schloss Nymphenburg spazieren gegangen, zeitgleich mit Abertausenden anderen Menschen. Aber es gibt immer noch Wege abseits der Laufrouten. Einen Nachbarn in dieser Masse gefunden, der auch auf schmalen Wegen spazierte, mit seiner Schriftstellerfreundin.

Daheim die Nachspeise aufgedeckt und nachgeschaut, ob sie nicht zu fest und nicht zu weich war. Ehe man sich`s versah, hatte der Kater die Nase in einem Glas und schlabberte. Erkenntnis: Er mag Vanille und Cointreau, Sahne und Ei sowieso.
Dann Kaffee getrunken und langsam das Abendessen vorbereitet: Rote-Bete-Salat mit Ziegenjoghurt, Innviertler Speckknödelchen mit Sauerkraut, später Bayerische Creme (das wünschen sich die Gäste meist), Kaffee. Als Weingang angedacht Pecorino von Colonnara (er muss ja dem Kraut und der Speckfüllung standhalten) aus dem Ruffini.
Ja, dann waren die lieben Gäste da, eine alte Kollegin von Hauptschulblues, G., mit ihrem liebenswerten Mann H..
G. vergißt inzwischen schon sehr viel. Schade.

6. Januar 2018

Freitag, 05.01.2018

Um 7 Uhr aufgestanden und über dem Sudoku wieder eingeschlafen - aber zur Verabredung im Referat für Bildung und Sport um 10 Uhr pünktlich dort gewesen. Viel über den Münchner Schulpreis und das angedachte Netzwerk Münchner Schulen gesprochen.
In der Dienerstraße am Marienplatz bei der Metzgerei Clasen eine Wurstsemmel gekauft - sehr zu empfehlen. Diese Geschäft ist überhaupt einen Besuch wert. Es gibt dort fränkische und westfälische Wurstwaren und Zubehör (z. B. Grünkohl). Eine Augenweide für den, der Würste mag.
Dann weiter, quer durch die Häuserblöcke. So war das im Mittelalter, so ist es noch heute in Venedig. Passati querdurch, nicht außenrum.
In der Sparkassenstraße ist ein Postamt mit einem Sonderschalter für Briefmarken. Dort agiert ein Herr, dem man nur das Motiv der Marke zu nennen braucht, und schon liegt sie vor einem. Und das bei Hunderten von derzeit gültigen Marken. Als er einmal längere Zeit krank war, musste man sich mühsam aus Schaukästen die Nummern der gewünschten Marken heraussuchen. Da Frau und Herr Hauptschulblues viel schreiben, kaufen sie dort oft viele schöne Sondermarken.
Und wie regelmäßige Leser wissen, geht es dann zum Café Frischhut für Schmalzgebackenes. Der Rucksack duftete in der S-Bahn so stark, dass sich manche Fahrgäste umschauten, um die Quelle zu orten.
Zu Hause war schon die Zugehperle zugange; die Arbeit wurde unterbrochen und es gab gleich Kaffee und Striezel und Kiachi, noch warm. Sie meinte, sie fühle sich dadurch in ihre Kindheit zurückversetzt. Ihre Mutter habe auch immer Hefeteig in Butterschmalz gebacken. In Niš.
Zum Abendessen gab es ein fränkisches Würstchen mit Rosenkohl und Couscous-Pflanzerln.
Das Sudoku ist diesmal eine Herausforderung und muss bald gelöst sein.

5. Januar 2018

Donnerstag, 04.01.2018

Nach dem Sudoku wieder hingelegt und vom Telefon geweckt, aber keine Lust verspürt, anzunehmen. Nach dem zweiten Aufstehen gesehen, dass es der Ex-Hausmeister war. Zurückgerufen und dann in die Schule gefahren, um den abgetakelten Christbaum abzuholen: Den Stamm, um ihn nächstes Jahr zu verheizen und die Zweige für Frau Hauptschulblues zum Abdecken von Gartenpflanzen, falls es doch noch mal kalt werden sollte.
Langer, schöner Plausch und Verabredung zu einem Abendessen beim Lieblingsitaliener. It rained cats and dogs, so dass Hauptschulblues seine Briefmarkenalben hervor holte und sie durchsah (ja, er sammelt Briefmarken, alle Neuerscheinungen gestempelt und ungestempelt sowie Sonderausgaben).
Auf dem Sofa ausführlich SZ und taz studiert und zur Meinung gekommen, wohnte er in Berlin, hätte er nur die taz, die hat dort nämlich einen Lokalteil. Dabei kamen wieder Erinnerungen hoch, wie die Berliner Redaktion die Münchner Menschen abgeschmettert hatte, die sich zusammengefunden hatten, um einen Münchner Lokalteil der taz ins Leben zu rufen. Fast zum Nulltarif. Aber das liegt schon zwei Jahrzehnte zurück.
Am Abend gab es Couscous mit Hühnerflügelchen in Ermangelung von Hühnerbeinchen, dazu Salat und rosaroten Cirò.

4. Januar 2018

Mittwoch, 03.01.2018

Der Kater kam empört schreiend wieder herein: Sturm und sehr starker Regen.
Der Wind verteilte Äste von den Bäumen über den Garten.
Dann widerwillig zum Blumengießen in die Ex-Schule, etwas weniger widerwillig nach Gröbenzell zum Büchersortieren. Schöne Gespräche mit Frau M. über die gemeinsamen 10 Jahre Arbeit. Zwei Stunden dort, dann heim zum Nachmittagskaffee mit Frau Hauptschulblues. Einen der letzten Lebkuchen (Hauptschulblues findet, es sind die besten, von der Nürnberger Lebkuchenbäckerei Düll) verzehrt.
Ofen befeuert, gelesen, schnell und kurz in das Internet geschaut.
Abendessen? Fischstäbchen mit Romanasalat und einem Gläschen Cirò (siehe gestern).
Dann angefangen, Robert Menasse "Die Hauptstadt" zu lesen, auf Anregung von Frau Kaltmamsell. Gespannt.

3. Januar 2018

Dienstag, 02.01.2018




Spät aufgestanden, von Föhnkopfschmerzen geplagt.
Am späten Vormittag nach Gröbenzell gefahren, Bücher für den nächsten Flohmarkt am 17. und 18. Februar sortieren.
Dieser Bücherflohmarkt ist eine Schau und absolut lohnenswert. Taschenbücher gibt es für 0,50 €, Hardcover für 1.- bis 2.- €.
Hauptschulblues gehört nicht zu den Ehrenamtlichen, die den Flohmarkt jedes Jahr auf die Beine stellen; eine Ex-Kollegin bat ihn, ob er nicht ein wenig helfen könne. Er sortiert Geschichte bis 1945, entfernt Bücher von rechtsradikalen Verlagen. Unglaublich, wieviel es davon gibt.
Der Renner waren gestern die gesammelten Aufzeichnungen der Nürnberger Prozesse, über 20 Bände, alle Dokumente und Reden akribisch festgehalten, und das für 6.- €, allerdings muss man/frau alle Bände abnehmen.
Aussortierte Naziliteratur bekommt ein Lehrer für seinen Grund- und Leistungskurs Geschichte, damit Schüler auch Originalquellen studieren können, die härteren Sachen das Institut für Zeitgeschichte.
Dann am späteren Nachmittag mit Frau Hauptschulblues zur Freundin E. zum Kaffeetrinken, Plätzchenvertilgen und Katzenbespaßen gefahren. Die Freundin musste ganz viele Schulgeschichten loswerden, die sie plagen und umtreiben. Lösungen sind kaum in Sicht.
Zum Abendessen gab es dann gedünstetes Gemüse aus der Ökokiste, in Blätterteig,
dazu ein Glas Rosato Cirò von Librandi aus Kalabrien.
Librandi Cirò Rosato DOC 2016 – Bild 1

2. Januar 2018

Montag, 01.01.2018


In Ermangelung eines Sudokus Alexander Kluge gelesen. Dem Kater war es egal - Hauptsache es sitzt jemand neben ihm, den er ab und zu anschnurren kann.

http://www.suhrkamp.de/cover/200/22501.jpgEben noch ganz jung, weil 2017 erschienen, wirkt das Buch durch das neue Datum gleich ein Stück älter.
Die Sonne animierte zum gemütlichen Radfahren. Hauptschulblues kehrte aber bald wieder um, weil ihn der herumliegende Silvestermüll enorm störte. Als ob man den Abfall nicht wieder mit ins Haus/die Wohnung nehmen könnte. Dann auf dem Rückweg wahrgenommen, dass beim etwas entfernt gelegenen sozialen Brennpunkt eine Wertstoffinsel abgefackelt worden war. Die beiden Plastikcontainer waren zerschmolzen.
Anruf von Herrn M., Vater von Z., und ein kleiner Plausch mit gegenseitigen Wünschen.
Wie jedes Jahr das Neujahrskonzert gehört, auf allen Radios, die im Haus herumstehen.
Für den Nachmittag war dann Z. selbst zum Arbeiten angekündigt. Wie immer erst Teetrinken und der Austausch von Neuigkeiten, dann bis 17.00 Uhr intensiv eine zu benotende Hausaufgabe erledigt.
Ein Foto der Cousins gesehen, die von Silvesterraketen angeschossen wurden: Großes Loch in der Jacke und Ärmel des Kapuzenshirts weg.
Dann zum Abendessen Gemüsesuppe mit ausgekochten Markknochen als Grundlage. Welch ein herrlicher Geschmacksträger Fett sein kann.
Bis spät in die Nacht Musikvideos seiner Lieblingsgruppen und -sängerInnen geguckt.

1. Januar 2018

Sonntag, 31.12.2017

Lange geschlafen, von der Sonne geweckt. Das Sudoku aus dem Observer zu Ende gelöst.
Kater gefüttert mit seiner Lieblingsspeise, dann in der Sonne den Hof gekehrt. Den Nachbarhund in den Garten eingeladen, eines seiner Highlights. Er durchschnüffelt wie ein Trüffelschwein den letzten Winkel nach Freßbarem. Obwohl sie sich gut kennen, berochen/beschnüffelten sich Kater und Hund lange Nase an Nase, bevor der Kater sich indigniert abwandte. Zum Abschied gab es dann eine Scheibe Knäckebrot für den Hund - erst dann mag er wieder heim.
Gegen Mittag die Bayerische Creme gerührt und zur Nachbarin gebracht. Nachmittags zur Bank geradelt und Kontoauszüge für die Finanzfrau im Hause geholt, dann weiter in den Obstgarten und auf Einladung des Gartennachbarn eine Flasche Silvesterbier mit ihm getrunken, in den letzten Sonnenstrahlen.
Am Abend etwas aufgehübscht und mit Frau Hauptschulblues und einem anderen Nachbarspaar zur Einladung gegangen, 40 Meter weiter. Dort wartete ein sehr feines Raclette mit u.a. Tofu, Schafskäse, verschiedenen Fleich- und Meeresfrüchtesorten, viel Obst und Kartöffelchen.
Dann zwei Runden Tripple Domino gespielt, wobei die Kommentare der SpielerInnen sehr lustig waren.
Zwischendurch zweimal nach Hause gegangen und den panisch verängstigten Kater getröstet. Um Mitternacht auf der Straße (eine 50 m lange Sackgasse mit 8 Hausnummern) die restlichen Nachbarn getroffen, so sie zu Hause waren und Glückwünsche ausgetauscht.