28. Oktober 2014

13 - € - Lehrer

beschreibt die SZ vom 27.10.2014 auf ihrer "Schule und Hochschule"-Seite.
Da unterrichten qualifizierte Lehrkräfte 258 000 Schüler und Schülerinnen ohne Abschlüsse in diversen von der Arbeitsagentur finanzierten Kursen, um den Übergang in den Beruf zu ermöglichen. Nicht einmal jede/r Dritte bekommt anschließend einen Ausbildungsplatz, das ist das eine.
Das andere ist aber, dass Lehrkräfte schlicht und einfach ausgebeutet werden, mit einem Verdienst von 13 € um das Überleben kämpfen.
Wie soll motiviert werden? Wie sollen Perspektiven aufgezeigt werden?
Wir waren immer schon der Meinung, SchülerInnen an der Schule zu lassen und sie zu Abschlüssen zu bringen, auch wenn sie 18 Jahre und älter  sind.
"Prekariat unterrichtet Prekariat", meint die SZ.
Wie recht sie doch hat.

Kommentare:

  1. Häufig handelt es sich hierbei um eine Spirale nach unten: Eltern, die ohne Schulbildung und Abschluss sind, können ihrem Nachwuchs dies ebenfalls nicht schmackhaft machen. Häufige Schulwechsel ohne Abschluss und Perspektivlosigkeit bis zum Ende der Schulzeit und dann eine Ausgliederung sind die Folge. Die Betroffenen kennen es nicht anders. Aufgrund von richterlichen Weisungen oder als Maßnahme des Arbeitsamtes wird dann der letzte Versuch gewagt. Psychisch Demoralisierte, die häufig große Defizite in den Grundtechniken (z.B. Lesen und Schreiben) mitbringen, stoßen dann auf Lehrkräfte,die wirklich hohe Motivation und Frustrationstoleranz mitbringen müssen - und das bei 13€ in der Stunde. So weit sollte man es nicht kommen lassen.

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  2. Und was man nicht vergessen darf, ist, dass es sich bei diesen Lehrkräften um Honorarkräfte handelt, die ihre Sozialversicherung auch noch selber übernehmen müssen...

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