Freitag, 15. November 2019

Besuch der Kriegsgräberstätte Waldfriedhof

H. radelte heute nach Forstenried, um Wild einzukaufen. Im September, als er das auch tat, kam er an der Kriegsgräberstätte Waldfriedhof vorbei. Da damals die Zeit knapp war, plante er diesmal einen Besuch ein. Menschen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg sind hier bestattet.
Er glaubt nicht, dass viele Mitbürger von der Existenz dieses Friedhofs wissen.















 


Donnerstag, 14. November 2019

Infoabend Montessori-Mittelschule

Da wollte H. hin.
Auch weil er die treibende Kraft hinter der Schulgründung, Antonia Veramendi, ehemals Schulleiterin der SchlaUSchule, wieder treffen wollte.
H. war vom Vortrag sehr angerührt, weil viele Elemente, die an dieser Schule vorhanden sind, auch an seiner alten Schule angesiedelt waren, wenn auch nicht so stark institutionalisiert: Kulturelle Bildung, Engagement von Schülern und Eltern, Ganztagespädagogik, sinnvoller Umgang mit Diversität, gesellschafliche Teilhabe und Würdigung von Leistung.
Frau Veramendi ist eine Leiterin, die das gesamte Team zu begeistern und die Fähigkeiten jedes Einzelnen ans Licht zu holen mag.
Die Schule braucht noch ganz viel: Sponsoren, Spender, Mitglieder im Förderverein, Ehrenamtliche und Material, Material, Material ...
Vielleicht gibt sich ja jemand aus der geneigten Leserschaft einen Ruck - da liegt viel Geld und Zeug herum.

Mittwoch, 13. November 2019

Welch ein Abend!

H.s genießen die letzten Stimmungen vor dem Kahlschlag und dem Neubau (wahrscheinlich rosa Allacher Toskana mit Säulchen).
Schade um die mittige Birke, sie ist der markanteste Baum im Viertel. Die Linde rechts muss bleiben, sie ist geschützt im Gegensatz zur Birke (O-Ton Untere Naturschtzbehörde: "Die Birken gehören nicht nach München. Die gedeihen hier nicht.")
Heute zum Ruffini geradelt und Karten geholt für die Weinprobe, gerade die fünf letzten. Für Nachbarin M. auch und die Freunde A&E. Die beiden letzten, sie Münchnerin, er Süditaliener, gehen immer zur Weinprobe und zum Ruffini-Sommerfest mit. E. kam vor vielen, vielen Jahren nach München und erhielt zur Begrüßung im Keller unter dem Gleis 11 am Hauptbahnhof Schweinwürstchen mit Sauerkraut, heute noch eines seiner Lieblingsessen.
Beide waren Schülereltern in den 80ern, es hat sich hinterher eine Freundschaft entwickelt.
Das Füchslein kam erst pünktlich um 21.00 Uhr. Die Wunde sieht besser aus.
Abendessen mit gedünstetem Gemüse, gebratenen Salsicce und Chianti Colli Senesi von Tenuta Le Calcinaie (San Gimignano, Toskana).

Dienstag, 12. November 2019

Oktoberfest 1980 Attentat Denkmal

Die Stadt will ein neues Denkmal errichten, das ist gut so.
Hoffentlich bleibt das alte erhalten, auch wenn dort Besoffene hinpinkeln. Das wird beim neuen nicht anders sein.
Es ist aber gut, den rechten Anschlag noch einmal in öffentliche Bewusstsein zu rücken. Vielleicht werden auch die Ermittlungen nochmal überdacht. Die Landeshauptstadt hatte am nächsten Tag den Krater gleich auffüllen lassen, damit dieses Massenbesäufnis seinen ungestörten Lauf nehmen konnte.
Vielleicht werden Uli Chaussys Recherchen noch einmal überdacht.
H. war mit ihm und dem Freund (und einer Freundin) 1967 in Berlin, als Schüler noch, für die Junge Presse Bayerns.
Eine Schülerin von H. verlor beim Attentat fast den ganzen Fuß, der über Jahre hinweg mit plastischer Chirurgie wiederherzustellen versucht wurde.
Ganz abgesehen von anderen Belastungen.

Nachbarschaftskaffee

Im Obstgärtchen wurde die Pumpe abgebaut und eine Gartenbank verstaut.
Die Einladung war schon vergangene Woche ausgesprochen worden: Nachbarinnen K. und C. luden Nachbarin M., H.s und Ex-Nachbarn R. zu Prosecco, Kaffee und Kuchen ein.
Laut war es: Zwei Fünfjährige und ein Zweijähriger machen es mitunter schwer, ein Gespräch zu führen oder ihm zu folgen. Aber gut war es trotzdem und es wird wiederholt werden. Als H.s daheim waren (20 Meter Weg) wartete das Füchslein schon.
Die Wunde sieht häßlicher aus, ist sie aber nicht. Er kann sie ja nicht richtig mit der Zunge pflegen, deshalb kratzt er und rundrum geht ein Kranz Fell aus. Blutiger als gestern ist sie natürlich durch die Kratzerei, aber das Bluten reinigt sie und sie kann dann allmählich von außen zuwachsen.

Montag, 11. November 2019

11.11.2019

Man kann hier ganz deutlich die Wunde des Füchsleins über seinem linken Auge sehen. Hoffentlich war es kein Prügel eines wild gewordenen SpießMitbürgers.
Er sitzt hier und wartet, bis er etwas bekommt. Manchmal liegt er auch zusammen gerollt wie eine Katze. Vielleicht gibt es mal ein Bild.

Am Abend dann Kulturprogramm im Ruffini: Holzapfel und Rehling.
Foto von der Internetseite: Werner Bauer

Mit dem Freund. Es war ein prima Abend, Musik ohne Grenzen und Rezitationen aus dem Dorfleben der 50er und 60er Jahre.
Viele Erinnerungen kamen hoch, auch traurige. Schlachtszenen, Sterbeszenen, Lustiges aus den Wirtshäusern.

9. November 1938/1989

Hinter Wiedervereinigungsgedönsberichten verschwindet ein für die deutsche Gesellschaft sehr wichtiges Datum: Die Reichspogromnacht 1938.
"Dabei wurden vom 7. bis 13. November etwa 800 Juden ermordet, 400 davon in der Nacht vom 9. auf den 10. November. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo mindestens weitere 400 ermordet wurden oder an Haftfolgen starben" (Quelle: Wikipedia)
Die Wiedervereinigung hat ja geklappt, auch wenn beide Seiten beständig jammern.
Aber dass ein derart einschneidendes Ereignis, nämlich der Beginn der Judenvernichtung in Mitteleuropa, an den Rand rückt, ist nicht nachvollziehbar und nicht zu akzeptieren.