Montag, 24. Februar 2020

Sprachprojekt "Gewalt in der/durch Sprache" (Arbeitstitel)

Das Projekt nimmt Formen an.
Es wurde zumindest bei den beteiligten Institutionen für gut und wichtig befunden.
Ein Gespräch mit der Wunschschulleitung und der Wunschlehrkraft steht im April noch an, um Planungssicherheit zu erhalten.
In der Zwischenzeit müsste die Finanzierung auch gesichert sein, es ist nämlich sauteuer, vor allem weil die beteiligten externen Kooperationspartner nicht zu selbstausbeuterischen Vergütungen arbeiten sollen. Jeder weiß: Freiberuflich Tätige müssen sich versichern, Steuern wollen bezahlt sein, wann kommt das nächste Engagement usw.?
Es bleibt auf jeden Fall spannend.
Beginn soll Anfang Oktober sein mit 2-3 Schultagen, um die Klasse auf das Projekt einzustimmen (und hoffentlich für die Mitarbeit zu begeistern). Dann soll das ganze Schuljahr über zwei Wochenstunden am Vormittag zum Thema gearbeitet werden. Am Ende wäre es prima, wenn MultiplikatorInnen ausgebildet sind, die in andere Klassen/Schulen gehen und vom Projekt berichten. Im besten Fall starten dann neue Projekte.

Sonntag, 23. Februar 2020

Afghanische Essenseinladung

Z.s Familie lud ein.
Mit von der Partie war S.M., eine ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiterin von. H., auch eine Unterstützerin.
Selten so gut gegessen: Frisch gebackene Fladen, verschiedenfarbiger Reis, Lamm und Salat, dazu Asch-Suppe mit Spinat und raffinierter Kräutermischung.
 
 
Im Reis sind Rosinen und Fleischstücke verborgen.
Gegessen wurde natürlich auf dem Boden.
Und Mama F. zeigte stolz ihre Deutschfortschritte.

Samstag, 22. Februar 2020

Frühling, Schweinebraten und Musik

Der Frühling ist nun wirklich ausgebrochen,
In Reih und Glied
 Jetzt haben auch die Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse und Lenzrosen Besuch.
Und ein weites Feld zum Bestäuben und Sammeln.
Nebenher wird gekocht. Es gibt Schweinebraten mit Knödeln und Gemüse, hinterher gekochten Rahm.
Die beiden Musikfreunde haben sich nämlich angesagt für einige Musikhörstunden. H. hat 60er Jahre vorbereitet.
Es war sehr schön, auch Frau H. hat aktiv teilgenommen.
Das Essen war wohlschmeckend. Die beiden Jungen haben hinunter geschlungen, wie hungrige Teenager.

Freitag, 21. Februar 2020

Nach langem Überlegen geschrieben: In die Ecke gestellt


Etwas bestürzt und traurig zugleich findet H. sich in der rechten Ecke wieder.
Wie das?
Er hatte zum wiederholten Male seine Meinung zum Niqab und zur Freiheit von Frauen in streng muslimischen Ländern kund getan.
Und darauf hin wurde er prompt nach rechts kommentiert.
H. könnte sich natürlich rechtfertigen und aufzählen, was er seit Jahrzehnten für ein buntes München tut, aber was soll`s.
Mit seiner Haltung kann er sich natürlich auf keine Statistiken oder einschlägige Untersuchungen berufen, sondern nur auf seine 40jährige Berufserfahrung mit Hunderten von Begegnungen,  Gesprächen und Beobachtungen. Die ersten 20 Jahre seiner Berufszeit spielte der Niqab keine Rolle, sehr wohl aber die Väter, Brüder und Cousins, die über Mädchen und junge Frauen bestimmten: Was sie zu tun haben, ob sie turnen oder gar schwimmen dürfen, wie sie sich kleiden müssen, welchen Beruf (wenn überhaupt) sie in welchem Stadtteil ergreifen durften.
Es kam sogar zu Übergriffen in Arzt- und Zahnarztpraxen, weil die Haltung der dortigen Umgebung zu fortschrittlich-westlich war.
H. könnte abendfüllend aus dem Nähkästchen berichten, nicht plaudern.
Er weiß, was er sagt.

Betreten verboten

Da, wo Trittplatten sind, kommt man um das Haus.
Aber wenn jetzt die Wiese durchschritten werden muss, wird es schwierig.
 
Die Vogelfutterstelle liegt nämlich am Zaun, weil dort auch eine kleine Fichtenhecke und ein Minibuche sind.
 
Gestriges Abendessen: Tortilla mit Tomaten, Paprika, Hirtenkäse und Kartoffeln

Donnerstag, 20. Februar 2020

GD Radio

H. ist seit dem Besuch bei den Londoner Freunden bzw. der WG in Blackheath - Bill, Jim, Len und Mike - im Jahr 1972 Fan der Grateful Dead.
In den frühen 90ern spielten die Dead in Frankfurt und H. wollte mit einem Freund hinfahren. Er war so dumm und fragte, ob die ersten zwei Stunden am folgenden Tag vertreten werden könnten. Die Antwort war: Nein.
So sah er die Dead nie, und Jerry Garcia starb ohnehin ein paar Jahre später.
The Grateful Dead 1980. Von links nach rechts: Jerry Garcia, Bill Kreutzmann, Bob Weir, Mickey Hart, Phil Lesh. Nicht auf dem Foto: Brent Mydland (Foto Wikipedia)

Aber Deadhead Bill gab ihm vor vier oder fünf Jahren den Tipp, GD Radio zu hören.
Das macht er seitdem, wenn ihm nach Grateful Dead und der Stimme Garcias zumute ist. Dort werden komplette Konzerte gesendet. Und über Phonostar kann man sie sogar aufnehmen.

Der (Fake-)Fuchs kam um 19.00 Uhr. H. vernahm gleichzeitig ein hohes, kurzes Winseln: Das war die Lady, die 5 Meter entfernt lagerte und kein bißchen amüsiert war ob seiner Gegenwart. H. versuchte beide zu füttern, was teilweise gelang. Er ist aber ein Lump und klaut. Nachdem er sich vollgeschlagen, sie sich inzwischen entfernt hatte, er weg war, kam sie wieder und fraß in aller Seelenruhe.

Mittwoch, 19. Februar 2020

18.02.20

Heute Mittag bei der Physiotherapie gewesen. Es ist in der Tat eine muskuläre Verspannung, keine Gelenksarthrose. Aber auch unangenehm und manchmal nur mit Ibu oder Einschmieren zu ertragen.
Dann über den Josephsplatz-Wochenmarkt spaziert und ein paar Kleinigkeiten gekauft.
Anschließend ein paar Straßen weiter zum Holzkollektiv gefahren und das ganze Auto voller kleiner Holzbriketts gepackt. Auf dem Foto ist ein Viertel der Ladung. Mit dem Hoko noch Kaffee getrunken und Lieblingsbäckers Schokokuchen verzehrt.
Das Wohlbefinden von Frau H. ist die nächsten Monate gesichert.
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Die Fake-Tiere waren da. Überpünktlich.
Er um 18.30 Uhr, sie zwei Stunden später. Sie weist auch Kampf???spuren auf: Auf den letzten drei Zentimetern des Schwanzes fehlt das Fell.
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Zum Abendessen gab es gefüllten Kürbis: Hackfleisch, Zucchino, Hirtenkäse, Zwiebel, Knoblauch und Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, scharfer Paprika und Ingwer als Gewürze.
Der mehlig-geschmacklose Kürbis nahm der Füllung viel weg; ohne Drumherum wäre sie mit ein wenig Gemüsebrühe ideal zu einer Pasta.