Sonntag, 5. Juli 2026

1593 Tage schon Ukrainekrieg, noch 934 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: WmiedgT?

Die Nachbarbloggerin Frau Brüllen ermuntert an jedem 5. eines Monats dazu, den Tagesablauf zu schildern. Nun: 

Als erstes am Morgen sitzt H. im Wintergarten und löst das SZ-Sudoku. Diesmal eine Herausforderung.


Mehrmals am Tag kommt die Besuchskatze, läßt sich streicheln, legt sich zum Schlafen oder geht gleich wieder.

Zum Obergrashof gefahren und dort gefrühstückt.

 

 Die Linde bewundert. Sie konnte sich unbehindert nach allen Seiten ausbreiten.

Die Esel besucht und die Vielfalt der Insekten bestaunt.

 

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Im Obstgärtchen Ribisl gepflückt. Ergab über 1 Kilo.

 


Jetzt am Nachmittag geht es auf Ausflug ...
Abends geht es weiter.
Es ging zum
Mit Freunden.
Beim Wangerbauer Kaffee und Kuchen, am Steg Abendessen, dazwischen Spaziergang.

 

Donnerstag, 2. Juli 2026

1590 Tage schon Ukrainekrieg, noch 937 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: The Flock

The Flock war eine innovative amerikanische Band, deren Hauptsolist ein Geiger, Jerry Goodman, war. 

Verstärkt wurde die "normale" Rockband aus Gitarre, Bass und Schlagzeug durch drei Bläser. Nach zwei LPs löste sich die Gruppe 1971 auf, die Mitglieder musizierten mit anderen Gruppen weiter.
Der gute alte Beat-Club.

Dienstag, 30. Juni 2026

1588 Tage schon Ukrainekrieg, noch 939 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: Kleine Reihe über Jazzrock Bands

Ähnlich wie die Reihe über österreichische Musiker wird H. in den nächsten Wochen oder Monaten über die sog. Jazzrockbands schreiben, die ab Mitte der 60er Jahre die Popmusik beeinflussten.

 

Zum Einstimmen eine Liveaufnahme von Blues Project aus dem Jahr 1967. Charakteristisch für den Jazzrock ist, dass bisher gängige Muster des Pop und Rock verlassen wurden und jedes Instrument eine tragende Rolle bekam. Das Festivalpublikum verhielt sich damals zwischen eher abwartend bis enthusiastisch.

Danny Kalb (Leadgitarre, Gesang

Steve Katz (Rhythmus-Gitarre, Mundharmonika, Gesang)

Al Kooper (Orgel, Tasteninstrumente, Gesang)

Andy Kulberg (Bass, Querflöte)

Roy Blumenfeld (Schlagzeug)

Montag, 29. Juni 2026

1587 Tage schon Ukrainekrieg, noch 940 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: Regen!

Seit Wochen, wenn nicht Monaten, der erste Regen. Friedlicher Landregen, ohne Sturm und Hagel, mit entfernten Gewittern.

Sonntag, 28. Juni 2026

1586 Tage schon Ukrainekrieg, noch 941 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: Klimakatastrophe

Die Klimakatastrophe kommt, heißt es allerorten.

Nein, sie ist da! Wir sind mitten drin!

Und die Menschen fahren weiter mit dem Auto quer durch Europa, fliegen unverdrossen in der Welt herum, mehr denn je.

Wie die Lemminge. (Wobei die klug handeln und ihre Spezies schützen.)

Freitag, 26. Juni 2026

1584 Tage schon Ukrainekrieg, noch 943 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: Tom Wolfe Revisited

Das Gefühl im Tiles in der Oxford Street, das Tom Wolfe beschrieben hatte, ist in diesem Video sehr gut nachzuvollziehen.

Donnerstag, 25. Juni 2026

1583 Tage schon Ukrainekrieg, noch 944 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: David Clayton-Thomas †

Er war der Sänger von Blood, Sweat And Tears in den 60er und 70er Jahren, mit einer markanten Stimme. BSaT waren eine der ersten international erfolgreichen Jazzrockbands mit einer starken Bläserabteilung.

Blood Sweat & Tears 2/10/1969

David Clayton-Thomas: Lead Vocals
Steve Katz: Guitar, Hamonica, Lead Vocals
Bobby Colomby: Drums, Percussion, Vocals
Jim Fielder: Bass
Fred Lipsius: Alto Saxaphone, Piano
Lew Soloff: Trumpet, Fluegelhorn
Chuck Winfield: Trumpet, Fluegelhorn
Jerry Hyman: Trombone
Dick Halligan: Organ, Piano, Flute, Trombone, Vocals

Mittwoch, 24. Juni 2026

1582 Tage schon Ukrainekrieg, noch 945 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: Mittwoch, 24. Juni, Goethestraße 43

Hagalil schreibt über deportierte und ermordete Juden, die heute zur Stunde, zwischen 18 und 19 Uhr, Erinnerungszeichen bekommen.

Dienstag, 23. Juni 2026

1581 Tage schon Ukrainekrieg, noch 946 Tage (hoffentlich) Nr. 47 und: Neutralität der Lehrkräfte?

Das Deutsche Schulbarometer (Robert Bosch Stiftung) befragt in regelmäßigen Abständen die deutsche Lehrerschaft und Kinder und Jugendliche über die aktuelle Situation an ihrem Arbeitsplatz, der Schule, zu verschiedenen Themenstellungen. Diesmal auch zur sog. "politischen Neutralität".

Die Befragten setzen sich wie folgt zusammen:
Die bundesweite Stichprobe umfasste 1.547 Lehrkräfte an
allgemein- und berufsbildenden Schulen, darunter:
— 16,4 % Lehrkräfte an Grundschulen,
— 27,9 % Lehrkräfte an Haupt-, Real- und Gesamtschulen,
— 21,8 % Lehrkräfte an Gymnasien,
— 6,6 % Lehrkräfte an Förderschulen,
— 26,5 % Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen,
— 22,3 % Quer- und Seiteneinsteiger:innen (Anteil an allgemeinbildenden
Schulen: 13,6 %; an berufsbildenden Schulen: 46,3 %),
— 9,3 % (stellvertretende) Schulleitungen,
— 57,5 % weibliche Lehrkräfte,
— Durchschnittsalter 53,1 Jahre.

Und ein Ergebnis ist, dass Lehrkräfte Neutralität im Unterricht nicht so auslegen, wie sie es könnten.

Demokratiebildung ist die Aufgabe jeder Lehrkraft. Es ist ihre dienstliche Pflicht, sich aktiv für die
Menschenwürde und die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzusetzen. Lehrkräfte sind keineswegs dazu verpflichtet, ihre eigene Meinung zu verschweigen oder menschen- und verfassungsfeindliche Äußerungen als legitime Meinung anzuerkennen. Um diesen Auftrag erfüllen zu können, benötigen sie Handlungs- und Rechtssicherheit durch eine gut informierte und unterstützende Schulleitung, Verwaltung und Schulaufsicht (hier war H. meist allein gelassen). 

In der Weimarer Republik bildete die Remonstration (die Pflicht zur Bedenkenanmeldung bei rechtswidrigen Weisungen) ein zentrales, aber sträflich vernachlässigtes Dilemma. Das Spannungsfeld zwischen dem Gehorsam gegenüber Vorgesetzten und der Treue zur demokratischen Verfassung trug maßgeblich zur Instabilität der Republik bei.

Auch heute gibt es das Recht und die Pflicht zur Beanstandung, der Remonstration, falls ein Beamter der Meinung ist, eine Weisung sei unrechtmäßig. Unabhängig vom Ausgang des Remonstrationsverfahrens darf der Beamte eine Anordnung, die die Würde des Menschen verletzt oder gegen Verfassung und Menschenrechte verstößt, nicht ausführen.

Parteipolitische Indoktrinierung darf es im Klassenzimmer nicht geben, das ist schon klar. Aber weder gibt es ein Neutralitätsgebot für Lehrerinnen und Lehrer noch ein generelles Verbot politischer Äußerungen, solange sie sich im Rahmen des Grundgesetzes bewegen. »Im Gegenteil, Lehrkräfte sind sogar dienstlich verpflichtet, sich für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzusetzen«, sagt Katharina Thoren, Bildungsexpertin der Bosch-Stiftung. Dass ein Viertel der Lehrkräfte glaube, jede noch so abwegige Meinungsäußerung von Schülerinnen und Schülern unwidersprochen stehen lassen zu müssen, um neutral zu bleiben, sei »erschreckend«, sagt Katharina Thoren, Bildungsexpertin der Bosch-Stiftung (Zit. R-B-Stiftung).

Die Studie ist über dieses Thema hinaus sehr lesenswert für Menschen aus dem Bildungsbereich.