Montag, 5. Oktober 2026

1683 Tage schon Ukrainekrieg, noch 843 Tage (hoffentlich) der Stümper und: WmiedgT?

Die Nachbarbloggerin ermuntert am 5. eines jeden Monats dazu, den eigenen Tag zu beschreiben.

Bitteschön.

Am Morgen nach Kaffee und Sudoku den blühenden Topinambur bewundert.

Heuer ist er besonders schön und starkwüchsig.

Mit dem lieben und inspirierenden Besuch zum Markt gefahren. Salzgurken aus der Hand gegessen.

Beim Eisenreich war der Teufel los. Nur die alte Frau Eisenreich bediente, nach zwei Seiten: Rechts für Wurst- und Leberkässemmeln, links die Fleisch- und Wurstkunden. Urlaub, Krankheit, kein Personal in petto.

Bei der Schwammerlfrau gewesen: "Gengas amoi ausm Weg, mei Kundschaft mecht eikaufa." Touristinnen blockieren oft die Stände um zu gucken.

Die Schmalznudel muss in den in- und ausländischen Münchenführern stehen. Sie ist umlagert.

Ein Marktbesuch ohne die Schmalznudel geht überhaupt nicht.
Dann Spaziergang auf dem Westfriedhof. Die Bilder hier wären zu persönlich, deshalb keine.
Das war der Tag.

Mittwoch, 30. September 2026

1678 Tage schon Ukrainekrieg, noch 848 Tage (hoffentlich) der Selbstfeierer und: Jetzt reicht`s!

H ist kein Antisemit.

Sein Ruf "Freiheit für Palästina" fordert Schutz und Frieden für die Palästinenser im Westjordanland, und nicht Vertreibung der Palästinenser und Vernichtung ihrer Felder und Lebensgrundlage.

Und was in Gaza passiert, kann man ruhig als Völkermord bezeichnen. 

Wenn man zum Boykott israelischer Waren aufruft (BDS-wirtschaftlicher, akademischer und kultureller Boykott Israels), ist man auch noch lange kein Antisemit. 

H. kennt die ganze Nazigeschichte in und um München und hat während seiner Berufstätigkeit immer wieder Jugendliche und auch Erwachsene auf die Verbrechen des Dritten Reiches und den Holocaust hingewiesen und an Gedenkorte geführt, in den 70ern den Holocaustfilm und in den 80er Jahren mit Klassen den Shoahfilm von Claude Lanzman aufgearbeitet.

Erschießungsanlage für russische Soldaten Herbertshausen, der Besuch ist nicht zu empfehlen. Zu schlimm.

H. hat auch im Blog immer die Verlegung von Gedenksteinen und Erinnerungsstelen hervorgehoben.

Oft wurden ganze Seiten von Hagalil übernommen. 

H. war Mitglied der Lichterkette München, steht immer noch hinter deren Werten.

Jetzt reicht`s. Auch mit der bundesdeutschen Antisemitismusdebatte. In jeder Partei sind Antisemiten. 

Dienstag, 29. September 2026

1677 Tage schon Ukrainekrieg, noch 849 Tage (hoffentlich) der Selbstfeierer und: Wiesn 26-1

Seit über 30Jahren war H. wieder eimal auf dem Oktoberfest - und es war schön: Das Wetter, die Tageszeit Mittag, der Familientag und je zwei gewonnene Hendl und Maß Bier. Die waren der Grund, denn 70 € lässt man nicht gerne verfallen. Keine Betrunkenen unterwegs, keine Gröhler. Überhaupt wenig Menschen.

 

 Die Krinoline, ein altes Fahrgeschäft.

Riesenrad.
Und die Rösser!
Die Paulanerpferde hell schimmernd.
Die vom Augustiner.
Abends und nachts kommt es leider zu Exzessen und sehr unangenehmen Begleiterscheinungen für die Anwohner. Manche nehmen Urlaub in dieser Zeit.

Montag, 28. September 2026

1676 Tage schon Ukrainekrieg, noch 850 Tage (hoffentlich) der Selbstfeierer und: Obst

Gestern bei schönstem Herbstwetter in der niederbayrischen Heimat Niederbayern am Inn gewesen, um im Obstgarten zu ernten. Es gab Äpfel, Quitten und Trauben. Den Rest verarbeiten die Nachbarn zu Apfelsaft, Most und Marmelade.

 

 
Von links: Birnenquitte, Apfelquitte, Rheinischer Bohnapfel, Glockenapfel und Boskop.
Weintrauben. Die Gegend war im Mittelalter Weinanbaugebiet, wird es wohl mit der Klimakatastrophe wieder werden.

Samstag, 26. September 2026

1674 Tage schon Ukrainekrieg, noch 852 Tage (hoffentlich) der Selbstfeierer und: Obergrashof

 Immer wieder besucht H. den Obergrashof zwischen Dachau und der Ruderregatta gelegen, um dort im Hofladen einzukaufen, Gemüse und ab und zu Rindfleisch der dortigen Herde.. Neben dem Laden sind zwei Esel, die sich gerne streicheln lassen und nicht gefüttert werden sollen. H. hat jedoch immer zwei Möhren in der Hosentasche, wenn nicht, pflückt er Löwenzahn und ein paar Kräuterchen.

Die Landwirtschaft wird biologisch-dynamisch betrieben und hat das beste Gemüse (50 Sorten) weit und breit und im Laden bekommt am es so frisch wie nirgendwo sonst.

 

Historisch gesehen, war der OGH ein Gut der Löwenbrauerei, die im 19. Jahrhundert dort Heu gewann für ihre Brauereipferde. Irgendwann kam der OGH zur Stadt Müchen, die 1991 das Gut verpachtete, an ein anthroposophische Gemeinschaft.

Hier ist ein Link des Amperhofes, einem langjährigen Geschäftspartner und Unterstützer des OGH, dessen Laudatio H. nicht besser schreiben könnte.

Dienstag, 22. September 2026

1670 Tage schon Ukrainekrieg, noch 856 Tage (hoffentlich) der Selbstfeierer und: Die Spatzen vom Marienhof

Hier vorne am Marienhof überlebt (noch) eine Spatzenkolonie, die einzige im inneren Stadtbereich. In Berlin, Paris, sogar in New York gibt es reichlich Spatzen. In München? Fehlanzeige.

Der Lebensraum: Der kleine Trupp mit etwa 10 bis 20 Vögeln lebt am Marienhof direkt hinter dem Rathaus.

Die Bedrohung: Durch die Großbaustelle der zweiten Stammstrecke der S-Bahn gingen alle der ursprünglichen Bäume, Sträucher und Hecken am Marienhof verloren.
 
Der Schutz: Der LBV München kümmert sich intensiv um die Tiere, füttert sie kontrolliert und setzt sich für neue begrünte Ersatzlebensräume ein (wie spezielle Pflanztröge und Hecken).
Hoffentlich kommen sie die nächsten 10 Jahre durch.
Bild: LBV
 

Montag, 21. September 2026

1669 Tage schon Ukrainekrieg, noch 857 Tage (hoffentlich) der Selbstfeierer und: Antje Kunstmann †

 

Bild: Börsenblatt des Deutschen Buchhandels

Antja Kunstmann gründete nach ihrem Studium der Pädagogik in Frankfurt und München 1976 den Weisman Verlag / Frauenbuchverlag, der Anfang der 90er Jahre zum Verlag Antje Kunstmann wurde. Vorher arbeitete sie als Lektorin im Raith Verlag (Werner Raith war als Assistent an der PH München tätig, war später einer der profundesten deutschen Kenner der Mafia und starb 2001 in Italien).

 

Bild: Regina Schmeken/Verlag

Mit den von ihr verantworteten Büchern bereicherte sie die Münchner und bundesdeutsche Kultur enorm. Sie wird fehlen.

Samstag, 19. September 2026

1667 Tage schon Ukrainekrieg, noch 859 Tage (hoffentlich) der Plünderer und: Massenbesäufnis gestartet

Von einem Teil der Münchner, vor allem von denen, die um die Theresienwiese wohnen und denen, die öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit nutzen müssen, wird das Fest inzwischen als nerviges Massenbesäufnis bezeichnet, das mit einem Volksfest nichts zu tun habe. Leute, die es sich leisten können, nehmen zwei Wochen Urlaub. Vorgärten rund um die Wiesn werden abgesperrt und mit Bauzäunen gesichert. In der Stadt gibt es mittlerweile einige Bars, die nach Wiesnschluss keine Menschen in Tracht herein lassen.

Tausendfache Häßlichkeit.

Freitag, 18. September 2026

1666 Tage schon Ukrainekrieg, noch 860 Tage (hoffentlich) der Plünderer und: Antisemitismus = Ausländerfeindlichkeit?

Diese beiden Begriffe hat Friedrich Merz gleichgesetzt. Sind also Jüdinnen und Juden in Deutschland anders als sog. "Deutsche"? Sind sie Ausländer? Er lernt es nicht mehr.

Herrgottnochmal.

Da wird eine Mauer aufgebaut, von Staats wegen.

Bild: pexels.com