Montag, 21. September 2020

Tag 193 und Ankündigung strengerer Maßnahmen 1

Am Morgen nach Moosach geradelt, die Sonne wurde immer wärmer. Dinge erledigt, heim und zweites Frühstück.

Die Osthauswand, bewachsen mit Efeu und wildem Wein, ist voller Gebrumm. Der Efeu blüht. Wespen, Bienen und Schmetterlinge treiben sich herum. Die Bienen sammeln allerdings herben, zähen Honig, das ist gar nicht so gut bzw. erwünscht. 

Vor allem Admirale kommen und werden mitunter von Wespen und Hornissen gejagt. H. hat beobachtet, dass  die Räuber mit dem Flug der Schmetterlinge nicht zurecht kommen und sie nur erwischen, wenn sie still sitzen. In der Regel entkommen sie.

Dieser hier nicht.

Gehört: Martin Grubinger, Percussion
Carlos Chávez: Symphonie Nr. 2 - "Sinfonia India" (Camerata Salzburg: Ariel Zuckermann)
Antônio Carlos Jobim: "Chega de Saudade" (Burgi Pichler, Singstimme; Heiko Jung, E-Bass; Per Rundberg, Klavier; Martin Grubinger sr., Ismael Barrios, Sebastian Lanser, Sabine Pyrker, Rainer Furthner, Percussion)
Astor Piazzolla: Tangos (Sabine Nova, Violine)
Ron Keinan: "Michel Camilo Medley" (Heiko Jung, E-Bass; Martin Grubinger sr., Ismael Barrios, Sebastian Lanser, Sabine Pyrker, Rainer Furthner, Percussion)

 Gegessen:
Was gibt`s denn heit auf d`Nacht?
A Rehragout, a Rehragout!
Ja gibt`s denn net was Feiners? Vom totn Schwein a Schweiners?

Sonntag, 20. September 2020

Tag 192 und Öffnung von Bars und Kneipen 13

Am Morgen eine verletzte Hornisse entdeckt. Sie befühlte mit dem rechten vorderen Bein immer ihren rechten Fühler. H. nahm sie auf und wollte sie vor das Nest setzen, aber da ließ sie sich fallen.

Der Tag wieder so schön wie die letzten. Ein kühler Herbsttag wächst sich zum warmen Sommertag aus, der am liebsten aus  dem Schatten heraus genossen werden mag.

H.s radelten am frühen Nachmittag wieder nach Neuhausen ins Café, sie für Eisschokolade, er für Datschi mit Sahne und Kaffee.

Ja, im München-Magazin der ZEIT vom 17.9. sitzt Herr Schumann auf Seite 8 wo? Ja, im Ruffini.

Auf dem Heimweg über die Südliche Auffahtsallee, das Schloß, die Schloßmauer usw. gefahren.

Gewundert, welch ein Hype um das Ministückchen der Auffahrtsallee gemacht wird: Ein Kilometer für Autos in beiden Richtungen, lediglich 200 Meter gesperrt für Fußgeher und Spielkinder, von denen niemand zu sehen war. Vorschlag an die Stadtverwaltung (die nicht mitliest): die ganze Nördliche Auffahrtsallee für Autos sperren, dort gehen und sitzen  die Menschen, weil die Sonne hinkommt. Aber dazu fehlt der Verwaltung der Mumm.

Gelesen: Brigitte Hamann, die eine stattliche Anzahl von Büchern zu den Habsburgern und dem Nationalsozialismus verfasst und dabei großen Wert auf Biografien gelegt hat.

Gesehen: "Jimi Hendrix - Hear My Train A Comin`" aus der Arte Mediathek (noch ein paar Wochen zu sehen).

Gehört: Ray Charles. Ein Hohepriester des Soul.

Samstag, 19. September 2020

Tag 191 und Öffnung von Bars und Kneipen 12

Heute war ein richtiger Herbsttag. Kühl, sehr kühl, am Morgen und erst gegen Mittag wurde es erträglich von der Temperatur her.

Ein fauler Tag. taz gelesen, auch die SZ, an das Oktoberfest denkend. Gottseisgelobt findet es nicht statt. Die Schausteller kommen hoffentlich auf den dezentralen Festen auf ihre Einnahmen, wenigstens auf einen Teil davon, der das Leben sichert.

In einem "zu verschenken"-Karton eine CD von Odetta gefunden und gehört. Welch großartige Sängerin, leider schon verstorben, ein Jahr, bevor sie bei Obama hätte singen sollen.
Frau H. erzählte in diesem Zusammenhang, dass sie, als sie 18 war, in den USA Pete Seeger hätte treffen sollen, zu einem Abendessen. Ihre jüdische Freundin Hilda aus New York hatte diese Kontakte. Pete war verhindert, statt seiner kam Lee Hays, ein Freund von ihm und Komponist von "If I had A Hammer", "Kisses Sweeter Than Wine" und vielen anderen Liedern.
(Das hatte sie bis gestern nie erzählt.)

Gelesen:
Wieder den "Gegenstandpunkt". Der Artikel über Schule lief hinunter wie Zwetschgendatschi mit Sahne (gab es zum Kaffee).

Dann hatte gestern auch einer seiner Lieblingsautoren, Karl-Markus Gauß, eine Kolummne in der SZ platziert "Schöne Scheine". Hat die Zeitung aber noch nicht frei gegeben.

Gehört: Diagonal zum Thema "Hören". Wie alle Diagonalsendungen sehr hörenswert, 7 Tage lang.

Und, aus Gründen, The Allman Brothers Band mit In Memory Of Elizabeth Reed. Man beachte die zwei Leadgitarren und Schlagzeuge.

Gegessen: Lammburger mit einer Halben Wiesenbier (natürlich Augustiner) )Nebenbei bemerkt: Haben Sie schon einmal eine Reklame von besagter Brauerei gesehen? Nein. Die macht keine Reklame).

Freitag, 18. September 2020

Tag 190 und Öffnung von Bars und Kneipen 11

Ein guter, sehr kühler (im Wind) Tag.

Der Hausbaum, ein Feldahorn, stirbt weiter. Ein (wahrscheinlich) unteridischer Pilzbefall laut Gutachter vor drei Jahren.



Gehört: Klassik-Stars: Ehemalige Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs

Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio c-Moll, op. 66 (Fabian Müller, Klavier; Sarah Christian, Violine; Maximilian Hornung, Violoncello)
Johannes Brahms: Sonate f-Moll, op. 120, Nr. 1 (Yura Lee, Viola; Kazue Weber-Tsuzuki, Klavier) Alexander Skrjabin: Romanze (Maximilian Hornung, Violoncello; Milana Chernyavska, Klavier) 
 
Weiter gehört: The Revelers. Eine Cajun/Swamp Music/Blues/Zydeco Band aus Louisiana, dort, wo der Fluss ins Meer geht. Sie singen viel Französisch, weil die Cajun People Vertriebene aus Französisch Kanada waren, die im Westen des Mississippideltas Zuflucht fanden. Die Revelers machen seit 10 Jahren Platten, in Deutschland waren sie nie, sie sind äußerst hörenswert.

Gegessen: Potatoe and Emmental Gratin nach Annie Bell. Das Rezept wird beim nächsten Mal allerdings etwas modifiziert: Weniger Flüssigkeit. Schmeckte aber sagenhaft: Die Verbindung von Kartoffeln, Sahne, Knoblauch und Käse ist prima (Rezept kann angefordert werden).

Fertig gelesen: Das Buch vom Schießplatz Hebertshausen. Puh. Es wird immer nur gefragt"Wie konnte es dazu kommen?" und nicht "Warum haben die Nazis das gemacht?" Die Frage nach dem Warum würde zu Expansion, Ausbeutung, Streben des deutschen Kapitals führen. Die andere Frage bleibt schnell beim Individuum, das mitgemacht hat, hängen.

Donnerstag, 17. September 2020

Tag 189 und Öffnung von Bars und Kneipen 10

Gestern vergessen: Der große B. B. King wäre 95 Jahre alt geworden. Wer ihn noch in hohem Alter sehen möchte, zusammen mit Suzanne Tedeschi und ihrem Mann Derek Trucks, bitte hier. Ein schönes Konzert.

Heute am Vormittag Holz gemacht. Sieht wenig aus, war aber schweißtreibend.


Gehört: Ehemalige Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs 

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert Es-Dur, KV 365 (Ani und Nia Sulkhanishvili, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Jun Märkl)

Joaquín Turina:"Mujeres españolas II", op. 73 (Azahar Ensemble)

Germaine Tailleferre: Klaviertrio (Paloma Kouider, Klavier; Fanny Robilliard, Violine; Louis Rodde, Violoncello)

 Nachbarin F. kam, um den Besucher anzuschauen. Er steht ganz verschlafen auf, war eingerollt.


Die stachligen Besucher kommen auch jeden Abend zahlreich; das sind die kleinsten.

Drei Erscheinungsformen der Zitrone an einem Baum.
Und die Rosentagsröslein lassen nicht nach: Rot blüht und Weiß macht eine neue Knospe.

Und der Herr Kater wacht immer am Gartentor. Nur wenn die Straßenkinder ihm zu laut werden, verzieht er sich in den hinteren Teil des Gartens, bevorzugt auf einen der Liegestühle.

Frau H. freut sich sehr über das beigelegte Kochbuch, Anne. Es ist von 1995, also vor der Vegetarier- und Veganerwelle erschienen und beinhaltet sehr schöne Rezepte. H. hat bereits einen Kochauftrag.

Mittwoch, 16. September 2020

Tag 188 und Öffnung von Bars und Kneipen 9, Nazis in der Polizei und zwei wundervolle Pakete von A.R.

Nicht zu fassen. Den geneigten Leser:innen braucht H. dazu nichts kommentieren. Nur soviel: Ein Herr Seehofer, seines Zeichens Innenminister, stemmt sich gegen eine Untersuchung der Polizei.

Heute beim Schuster in der Borstei gewesen und die neu besohlten Schuhe abgeholt. Erstklassig gehandwerkt.

Im Anschluss daran ein wenig in der Anlage geblieben.

 

 

 

 
Hier Bilder der kleinen Ladenstraße für fast alle Dinge des täglichen Bedarfs: Bäcker, Apotheke, Feinkostladen, Hofladen, Schreibwarengeschäft, Friseurin, Pilsbar. Die Post, die es früher gab, ist weg. Aber das ist kein Wunder bei der Politik der Deutschen Post, die nur auf den Börsengang spekuliert.
Hier dann Bilder von den Innenhöfen, sonnig, auch schattig, mit Rosen, Figuren und vielen sauberen weißen Bänken, die zum Verweilen einladen. Obwohl an der lauten Dachauer Straße gelegen, ist es in den Höfen völlig ruhig (außer Vogelgezwitscher und ab und zu Babykrächzen.
 
Am späten Nachmittag mit befreundetem Ehepaar im Ruffini getroffen.
Sie waren Schülereltern dreier Knaben in den 80ern. Er Drucker, Italiener, sie Hausfrau, Teilzeitarbeiterin in diversen Berufen. Der Kontakt riss nie ab, da E. in  seiner Mittagspause immer übriggebliebenes Papier auf A4 schnitt und H. es vierteljährlich bekam. Schülerzeitungen wurden darauf gedruckt und weiß Göttin was.
Jedenfalls gehen H.s und Ehepaar S. immer zusammen auf das Ruffini-Sommerfest und die dortige Weinprobe, und jetzt, zur Seuchenzeit, in den schönen Schanigarten dort.Bei kompetentem und sehr freundlich-verbindlichem Service, das muss auch mal gesagt werden.
Ja, es war subjektiv ein schöner Tag, gesellschaftlich gesehen ein bedrohlicher.
 
Gehört: Mozart: Serenade in B flat, K361 (Gran Partita)
Scottish Chamber Orchestra Sir Charles Mackerras (conductor)
Thomas Ades: Tevot
Messiaen: Éclairs sur l'Au-Delà
BBC Scottish Symphony Orchestra Ilan Volkov (conductor)
 
Gelesen: Weiter im Buch über den Schießplatz

Dienstag, 15. September 2020

Tag 187 und Öffnung von Bars und Kneipen 8 - Ausflug

 Heute war Ausflugtag-

Gegen 12 Uhr begaben sich H.s nach Herrsching am Ammersee. Es war bestes Hochsommerwetter.

 

Als erstes wurde Kaffee getrunken im Café, das sie immer besuchen, wenn sie vor Ort sind.
Mit Kaffee bzw. Eiskaffee.

Mit dem Raddampfer "Herrsching", der gut besetzt war, ging es auf die kleine südliche Rundfahrt: Diessen - Riederau - Herrsching.

 


Hier ist die Kirche von Andechs zu sehen.


Weiter ging es dann am späten Nachmittag zum Fischer Sebald, wo Lebensmittel für das Abendbrot eingeholt wurden. Unten sind zwei Ansichten von seinem Obstgarten, in dem man gemütlich essen und trinken kann. H.s waren aber zu spät dran.