Donnerstag, 16. Januar 2020

Mittwoch, 15. Januar 2020

Telefonino: Vom Windowsphone zum Android Fairphone 3

H. hatte jahrelang ein Microsoft-Handy und war zufrieden damit: Sehr günstiger Preis und passable Leistung. Da sich aber die Handybenutzer in zwei große Gruppen teilten, war für das Windows-Handy auf dem Markt kein Platz mehr. Microsoft stellte nach und nach die Unterstützung ein, auch die der wenigen Apps, die H. benützt.
Deshalb machte er sich auf dem breiten Markt auf die Suche und blieb beim Fairphone 3 hängen. Die Hersteller nehmen sich auch des alten Mobiltelefons an und recyceln es.
Der entscheidende Vorteil des Fairphones ist das Baukastenprinzip, so dass kaputte Teile jederzeit ersetzt werden können.
Außerdem bekommen die ArbeiterInnen der Herstellerfirma höhere Löhne bezahlt als wie auf dem asiatischen Markt üblich.
Die seltenen Erden und Metalle werden auch nicht unter Sklavenhalterbedingungen geschürft.
Kurzum: Ein Mobiltelefon für Menschen, die ihr Gewissen ab und zu beruhigen wollen. Das will H. zwar nicht, aber die Idee dieses Telefons findet er reizvoll.
Ja, am Nachmittag bestellt und eben (20.00 Uhr) kommt die Nachricht: Es ist verschickt.

Dienstag, 14. Januar 2020

Füchslein II

Er ist wieder da.
Der Kater verriet ihn, als sich beide vor der Haustüre aufhielten, das Füchslein zusammengerollt wartend wie immer, der Kater etwas empört. Ihm wäre es recht gewesen, der Fuchs hätte sich verabschiedet. Auf der anderen Seite ist er sehr interessiert und ärgert ihn, legt sich aber dann hinterher meist schlafen.
Das Füchslein selbst ist wohl gerundet, prima Fell und zu H. zutraulich wie eh. Legt sich nach der opulenten Mahlzeit aber nicht zur Ruhe wie sonst, sondern zieht weiter.
Wermutstropfen: Triefende Augen.

Montag, 13. Januar 2020

Füchslein I

Sonntag:
Er kommt seit 6 Tagen nicht.
Bislang war er sehr berechenbar, wann er auftauchte, der Kater meldete ihn auch.
Ist er in der Balz? Muss er das Revier verteidigen? Hat er andere Plätze? Ist ihm was zugestoßen?
Sie kommt, hinkt rechts hinten, aber ist wohlauf. Und schön wie immer anzusehen.
Das Futter ist jedenfalls am Morgen weg, und zwar so, wie es Tiere mit Zunge wegschlecken.
Montag:
Heute abend war dreimal jemand da, nicht gesehen wer. Die Hühnerflügel, jeweils einer, waren dreimal weg.
Doch, sie war da, die Lady, weil gesehen. Sie hinkt nicht mehr, sie schnürt und federt und räumt Unmengen an Futter ab. Sie hält allerdings H. zum Narren. Sie blickt ihn an, frisst in Ruhe weiter, und bis sein Fotoapparat so weit ist, spaziert sie weg.
Mal schauen und hoffen, was mit ihm ist.

Samstag, 11. Januar 2020

Und hier besagter Brief des Herrn Piazolo an die Grund und Mittelschullehrkräfte

Dieser Brief ist eine umgewandelte pdf-Datei, mit allen Formatierungsproblemen. Er wurde H. zugespielt.

Der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus
                  Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL

Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 80327 München

Telefon: 089 2186 2020 
E-Mail: michael.piazolo@stmuk.bayern.de Salvatorstraße 2 • 80333 München

Telefax: 089 2186 2809 Internet: www.km.bayern.de 
U3, U4, U5, IJ6 - Haltestelle Odeonsplatz



An die

Lehrkräfte, Fachlehrkräfte und Förderlehrkräfte an den Grundund Mittelschulen in Bayern

Ihr Zeichen / Ihre Nachricht vom Unser Zeichen (bitte bei Antwort angeben) München, 7. Januar 2020

111.3 - BP 7060-4b.703 Telefon: 089 2186 0

Sicherung der Unterrichtsversorgung an den Grund- und Mittelschulen ab dem Schuljahr 2020/21

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich heute unmittelbar an Sie mit einem Anliegen, das mir außerordentlich am Herzen liegt: der Personalsituation an den bayerischen Grund- und Mittelschulen. In diesem Bereich liegen in den nächsten Jahren große Herausforderungen vor uns, die verschiedene Maßnahmen erforderlich machen, um die Unterrichtsversorgung zu sichern. Da dies nur unter Mitwirkung unserer Lehrkräfte gelingen kann, bitte ich Sie, sich für die Lektüre dieses Schreibens etwas Zeit zu nehmen.

Unsere bayerischen Schülerinnen und Schüler haben das Privileg, nicht nur von professionell ausgebildeten, sondern auch von hoch motivierten Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet zu werden, die ihren Beruf engagiert und mit Überzeugung ausüben. Auch wenn die Aufgaben für Sie als Lehrkräfte in den letzten Jahren sicher nicht weniger herausfordernd geworden sind: Der Unterricht an den bayerischen Schulen verläuft sehr erfolgreich, wie auch bundesweite Vergleichsstudien zeigen. Mit Ihrer täglichen pädagogischen Arbeit im Klassenzimmer leisten Sie hierzu einen ganz entscheidenden Beitrag. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Die Qualität und den Anspruch des bayerischen Schulwesens wollen wir dauerhaft bewahren. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Unterrichtsversorgung durch hochqualifizierte Lehrkräfte auch in Zukunft gesichert bleibt.

Bei dieser herausfordernden Aufgabe möchte und muss ich Sie heute um Ihre Unterstützung bitten.

Wie Sie aus der medialen Berichterstattung wissen, sind deutschlandweit seit einigen Jahren Lehrer knapp. Bayern hat sich lange Zeit erfolgreich gegen diesen Trend gestemmt und Maßnahmen ergriffen, um zusätzliches Lehrpersonal für unsere Grund-, Mittel- und auch Förderschulen zu gewinnen. Ich denke hier v. a. an die mehr als 1400 Lehrkräfte, die allein an den Grund- und Mittelschulen die Zweitqualifikation bereits abgeschlossen haben und die Kollegien tatkräftig verstärken. Basis für den Erfolg dieser Maßnahme war die große Unterstützung von Ihnen, den Kollegien vor Ort, die die Bewerber an die Hand genommen und sie Schritt für Schritt in die Besonderheiten der Schulart eingeführt haben.

Die Bedarfsprognosen zeigen jedoch: In den nächsten Jahren steigt auch in Bayern der Lehrerbedarf an den Grund- und Mittelschulen sichtbar weiter. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und teils schwer kalkulierbar — zu nennen wären hier z. B. gestiegene Geburtenzahlen oder der gestiegene Zuzug nach Bayern. Auch die zusätzlichen Lehrerstellen, die in den vergangenen Jahren z. B. in den Bereichen Ganztag oder Inklusion zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit geschaffen wurden, haben unsere Lehrkräfte zwar entlastet, andererseits auch weitere Lehrerbedarfe erzeugt.

Zu berücksichtigen ist ferner, dass sich unsere Personalstruktur gewandelt hat. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Lehrkräfte gute Möglichkeiten haben, Beruf und Familie zu vereinbaren — z. B. durch Teilzeit. Die Teilzeitquote ist in den letzten Jahren allerdings stark angestiegen und liegt heute bei Grundschullehrkräften bei über 60%. Daher werden heute deutlich mehr Personen als früher benötigt, um die erforderlichen Lehrerwochenstunden abzudecken.

All dies führt dazu, dass die vorhandenen Bewerberinnen und Bewerber in den kommenden Jahren nicht mehr ausreichen werden, um die Personalbedarfe an den Grund- und Mittelschulen zu decken.

Unser oberstes Ziel muss in dieser Situation sein, wieder mehr junge Menschen fürs Lehramt — auch und gerade an den Mittelschulen — zu begeistern. Die Lebendigkeit dieses Berufs und seine Krisensicherheit im Beamtentum, um das uns viele andere Länder beneiden, sind sehr gute Argumente für ein Lehramtsstudium.

Bis jedoch zusätzliche Lehramtsabsolventinnen und -absolventen als Lehrkräfte zur Verfügung stehen, wird es noch einige Jahre dauern.

Kurzfristig bauen wir daher auf Ihre, d. h. auf die Unterstützung der aktiven Lehrkräfte, um mit einer Kombination aus freiwilligen und dienstrechtlichen, d. h. verpflichtenden Maßnahmen die Lehrkapazitäten ab dem kommenden Schuljahr zu erhöhen.

Im Bereich des Dienstrechts konnten wir die Spielräume, die das Bayerische Beamtengesetz z. B. bei Teilzeit oder vorzeitigem Ruhestand bietet, in den letzten Jahren im Interesse unserer Lehrerinnen und Lehrer großzügig nutzen. Nun ist es unausweichlich, dass wir diese Spielräume — wie es das Beamtenrecht für solche Situationen ausdrücklich vorsieht — enger fassen. Im Einzelnen geht es insbesondere um folgende Maßnahmen.


  • Einführung eines Arbeitszeitkontos für Grundschullehrkräfte an Grundschulen:

Die Unterrichtspflichtzeit wird vorübergehend um eine Stunde erhöht („Ansparphase"). Dabei ist garantiert, dass Ihnen die so geleistete Mehrarbeit in der sog. „Rückgabephase" durch eine Verringerung der Unterrichtspflichtzeit im selben Umfang ausgeglichen wird.

Lehrkräfte in den letzten Dienstjahren und Schwerbehinderte sind vom Arbeitszeitkonto nicht betroffen.

Da die Bedarfslage an Mittel- und Förderschulen innerhalb des dienstrechtlich vorgegebenen Zeitrahmens keine Rückgabephase ermöglicht, bleibt das Arbeitszeitkonto auf die Grundschule beschränkt.

  • Anhebung des Mindeststundenmaßes bei Antragsteilzeit für Lehrkräfte und Fachlehrkräfte:

Antragsteilzeit ist weiterhin möglich. Das Mindeststundenmaß beträgt jedoch künftig 24 Wochenstundenstunden. Dies schließt Lehrkräfte, denen in den vergangenen Jahren per Bestandsschutz niedrigere Teilzeitumfänge als das bisherige Mindestmaß genehmigt wurden, mit ein. Schwerbehinderte und gleichgestellte Lehrkräfte sind weiterhin ausgenommen. Bei Teilzeit in Elternzeit bzw. familienpolitischer Teilzeit ändert sich nichts.
  • Änderungen beim Antragsruhestand für Lehrkräfte, Fach- und Förderlehrkräfte an Grund- und Mittelschulen:
  • Der Antragsruhestand zum Schuljahresende wird weiter möglich sein. Anträge auf einen Beginn des Antragsruhestands vor Vollendung des 65. Lebensjahres werden allerdings bei einer Einzelfallabwägung wegen des hohen Stellenwerts der dienstlichen Belange auch unter Berücksichtigung der persönlichen Situation in der Regel abzulehnen sein.

Keine neue Genehmigung von „Sabbatjahren":
Neue Freistellungsmodelle können in den nächsten Jahren — unabhängig von der Dauer — allgemein nicht genehmigt werden. Bereits genehmigte Modelle können selbstverständlich umgesetzt werden. 
Ich versichere Ihnen schon heute: All diese Maßnahmen haben vorübergehenden Charakter. Wir werden sie zurücknehmen, sobald es die Bedarfssituation zulässt. In den nächsten Jahren gilt es jedoch erst einmal, die Bedarfsentwicklung genau im Auge zu behalten; das Staatsministerium wird die Schulen hierzu auf dem Laufenden halten. 
Unsererseits werden wir weiterhin alles tun, um die Zusatzbelastungen für

Sie so verträglich wie möglich zu gestalten und die Unterstützungsangebote für unsere Lehrkräfte weiter auszubauen.
So streben wir für die Zukunft an, Sie und die Schulleitungen weiter von Verwaltungsaufgaben zu entlasten — über mehr Leitungszeit und eine Aufstockung der Mittel und Stellen für Verwaltungsangestellte an den Schulen.
  • Wir unterstützen Sie auch weiterhin pädagogisch — wie beispielsweise mit dem Programm „Schule öffnet sich", das die Lehrkräfte in ihrer Erziehungsarbeit durch mehr Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen stärkt.
  • Ganz besonders wichtig ist mir aber: Wir wollen Ihnen noch deutlicher zeigen, dass wir Ihre Leistungsbereitschaft und Ihren Einsatz wertschätzen — auch finanziell. Im Nachtragshaushalt haben wir weitere Stellenhebungen von A12 in Richtung A 13 vereinbart. Damit werden in der laufenden Haushaltsperiode insgesamt 3000 weitere funktionslose Beförderungsmöglichkeiten für Grund- und Mittelschullehrer geschaffen. Diesen Weg möchte ich fortsetzen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiß um Ihr großes Engagement, das Sie täglich in den Klassenzimmern zeigen. Ich weiß auch, dass die genannten dienstrechtlichen Maßnahmen womöglich in Ihre persönliche Lebensplanung eingreifen.

Umso mehr bitte ich Sie um Ihr Verständnis und um Ihre Solidarität in den kommenden Jahren. Wir brauchen Sie und Ihren Einsatz heute mehr denn je!

In diese Bitte schließe ich auch diejenigen unter Ihnen ein, die nicht oder nur am Rande von den dienstrechtlichen Maßnahmen betroffen sind. An Sie appelliere ich abschließend ganz besonders, uns auf freiwilliger Basis zu unterstützen und so auch dazu beizutragen, dass der Umfang der genannten dienstrechtlichen Maßnahmen möglichst gering gehalten werden kann.

  • Wenn Sie kurz vor dem Ruhestand stehen: Bitte denken Sie darüber nach, ob Sie als erfahrene Lehrkraft trotz Vorfreude auf „die Zeit danach" Ihren Kolleginnen und Kollegen nicht noch ein oder zwei Jahre länger zur Seite stehen können. An einer entsprechenden Entlastung, zum Beispiel durch zusätzliche Ermäßigungsstunden, die Ihnen die Entscheidung ein bisschen leichter machen soll, arbeiten wir!
  • Und all jene, die derzeit in (familienpolitischer) Teilzeit unterrichten, bitte ich herzlich: Überlegen Sie, ob und wie Sie Ihre Aufgaben z. B. in der Familie vielleicht auch mit einem etwas höheren Teilzeitmaß vereinbaren können. Denn jede Stunde, die von gut ausgebildeten Lehrkräften wie Ihnen gehalten wird, zählt!

Ich bin überzeugt: Gemeinsam werden wir die vor uns liegenden

Herausforderung gut meistern. Für Ihre tatkräftige Unterstützung sage ich Ihnen schon heute meinen herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
 Prof. Dr. Michael Piazolo

Gastbeitrag von Anonyma: Brief des Kultusministers

H. bekam diesen Beitrag zugesandt und veröffentlicht ihn sehr gerne. Hier der Link zum Brief des Herrn Piazolo.

Gleich zu Jahresbeginn haben die "Lehrkräfte, Fachlehrkräfte und
Förderlehrkräfte an den Grund- und Mittelschulen in Bayern" ein
Schreiben bekommen, dass Herrn Prof. Dr. Piazolo "außerordentlich am
Herzen liegt". Es geht um den eklatanten Lehrermangel an den
Pflichtschulen. Kein Wunder: Hat man sich doch an den Mittelschulen hart
und über Jahrzehnte hartnäckig den Ruf der Restschule erarbeitet. Da die
Kür und da der Rest! Alles, was nicht richtig funktioniert, angefangen
bei Pisa, Ausbildungsreife, Rütli ... schiebt man dieser Schulart zu.
Ist die Sitution jetzt wirklich verwunderlich?

Auch in dieser Situation, die übrigens schon lange absehbar war, läuft
es wie immer: streng hierarchisch, bürokratisch und unflexibel. Halt wie
gewohnt.

Genau an den Pflichtschulen arbeiten, kaum anerkannt, die besten
Pädagogen und Lehrer mit hoher Frustrationstoleranz, großem didaktischem
Geschick und großem Arbeitsaufwand. Das muss so sein, denn sonst würden
sie kaum das Pensionsalter erreichen. Nur an den Pflichtschulen gibt es
die Aufgabe der Inklusion und Integration. Hier trifft sich die gesamte
Vielfalt der menschlichen Unvollkommenheit, Besonderheiten neben den
herkömmlichen Schülern. Das ist sowohl faszinierend, packend, zehrend
als auch abschreckend. Dafür ist natürlich kein Mittelschullehrer
ausgebildet. Dieses Phänomen findet sich auch in keinem Lehrplan.

Man setzt einfach gedankenlos voraus, dass eine Lehrkraft dies aufgrund
seiner Lehrerpersönlichkeit schafft - durch "Individualisierung".
Schlagwörter speiel ein große Rolle. Dies bei steigenden Schülerzahlen!
Genau diese Lehrkräfte, die sowieso am schlechtesten bezahlt werden (an
allen anderen Schularten erfolgt eine bessere Bezahlung bei einer weit
geringeren wöchentlichen Pflichtstundenzahl und geringeren Belastung
durch sonstige Aufgabenstellungen), vollkommen mit dieser Aufgabe
allein gelassen werden und das größte Päckchen tragen, sollen nun noch
weitere Unannehmlichkeiten hinnehmen, die wiederum die mangelnde
Anerkennung für die Arbeit zeigen.

Das bleibt natürlich der Öffentlichkeit nicht verborgen. "Unser oberstes
Ziel muss in dieser Situation sein, wieder mehr junge Menschen füs
Lehramt- auch und gerade an den Mittelschulen -zu begeistern. (Na, dann
fangt mal damit an - Begeisterung zu erzeugen, das kann man nicht
verordnen!) Die Lebendgkeit dieses Berufs und seine Krisensicherheit im
Beamtentum, um das uns viele ander Länder beneiden, sind sehr gute
Argumente für ein Lehramtsstudium."  Da werden obendrein noch Klischees
bedient.

Jetzt kommt noch hinzu, dass man verdiente Lehrer, die kurz vor der
Pensionierung stehen, versucht zu einer Dienstverlängerung zu
motivieren. Nun befinden sich diese Lehrkräfte, um die es geht, in ihrem
65. Lebensjahr, womöglich schon im 66. Lebensjahr. Tatsächlich sind
einige dieser betrefffenden Lehrkräfte sehr gerührt von dem Schreiben,
glauben sie doch endlich an ein bisschen Anerkennung. Sicherlich werden
einige brave Beamte der Werbung nachkommen. Bravo.

Erleichterung ist nicht angesagt, was bringt es denn - ein oder zwei
Jahre? Leider wird sich das Problem dadurch nämlich nicht lösen. Es
handelt sich um Lebenszeit, mit der man so leichtfertig umgeht! Darf ich
erinnern? Es gibt eine Verantwortung des Dienstherren, auch den
Beschäftigten, nicht nur den Wählern gegenüber. Auch der politische
Wille, der gern rezitiert wird, hat sich dieser Verantwortung zu stellen.

Wie ködert man nun junge Menschen für diesen Beruf? Bitte nicht mit dem
alleinigen Argument des Beamtentums. Das ist ja nahezu erbärmlich.

Ein kleiner Tipp: wirklich die Attraktivität für diesen Beruf erhöhen.
Keine Mogelpackungen! Da gibt es außerordentlich viel zu tun.

Theresienwüste und Bellevue

H. fuhr mit S-Bahn/Rad in die Stadt und sah sich die Wüstenei Theresienwiese an.
 Blick nach Süden
Das Servicezentrum, von rechts: Festleitung, Erste Hilfe in der Mitte, dann Polizei
 Bavaria und Ruhmeshalle
 Kickboxerin trainiert bei schöner Musik. Beeindruckend, wie diese junge Frau die Beine zu ihrem Sparringspartner hoch riss, in atemberaubender Geschwindigkeit und dann noch auf ihn einboxte. Nicht  einmal außer Atem bedankte sie sich für H.s bewundernde Worte.
Im Osten die St.-Pauls-Kirche
Dann ging es weiter über die Linwurmstraße, den Sendlinger-Tor-Platz (Klospruch im Ruffini, vor Jahrzehnten: Auf`m Sendlinger-Torpl sitzt a Hund und frisst an Knorpl) und über die Müllerstraße zum Café Bellevue. Dort mit Z. getroffen und vom Frühstücksbuffet probiert.
 
Dann mit Z. zum englischen Buchladen in der Schellingstraße, er mit Rad hin, sie mit U-Bahn. Das zurückgelegte Buch abgeholt und für Z. Orwells Animal Farm erstanden.
Die Stadt war erfreulich leer, H. traf sehr viele freundliche Autofahrer, die zurücktraten und ihm Weg gaben, obwohl sie in der Vorfahrt waren. Jedes Mal freundlich bedankt.
Am Abend wird es Pizza mit Salat geben.