9. Februar 2017

Staatlicher Lobbyismus für Privatschulen ...

... oder der Verfall von Werten.
Die neue US-amerikanische Bildungsministerin DeVos unterstützt sog. "Vertragsschulen" (charter schools). Das sind Schulen, die zwar staatliche Lehrer einstellen und an staatlichen Prüfungen teilnehmen müssen, aber ansonsten den Status von Privatschulen haben.
Staatliche Vorschriften gelten je nach Vertrag oder auch nicht. Meist sind die Schulen sehr klein, weisen aber dafür übergroße Klassenstärken auf. Ethnische Minderheiten können sich in ihre eigenen Schulen zurückziehen.
In Michigan, dem Staat, aus dem Frau DeVos kommt, und in dem sie sich vehement für die Charter Schools eingesetzt hat, haben die Schüler bei Pisa angeblich "prekär" schlecht abgeschnitten (so die taz am 9.2.2017). Das Bildungsniveau der USA bewegt sich seit 2006 im durchschnittlichen OECD-Bereich), in Mathematik leicht darunter.

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