22. Oktober 2014

Berufsbild Lehrer

Tina Baier schreibt in der heutigen SZ über die "Kinder-Klempner".
Gemeint sind Lehrkräfte, hauptsächlich von Grund- und Mittelschulen.
Zitate aus dem Artikel:
"... Autorität (hat) deutlich abgenommen, die Verantwortung (ist) zugleich gestiegen."
"... Reparaturbetrieb der Gesellschaft..."
"Wir versuchen hier, den Kindern etwas Geborgenheit zu geben". (traumatisierte Flüchtlinge)
"Ersatzeltern"
"Eine Kollegin frühstückt jeden Tag mit den Schülern..."
"... kümmern sich darum, dass Schüler einem Sportverein beitreten oder Fahrkarten für den Schulweg bekommen."
"... bot den Schülern unbezahlte Zusatzstunden an."
"... zwischen Schülern zu vermitteln, die sich am Wochenende via Facebook oder WhatsApp beleidigt haben.
"... dass an den Schulen 'multiprofessionelle Teams' aus Lehrern, Sozialarbeitern, Psychologen und Medizinern zusammenarbeiten müssten..."
Soweit Tina Baier. Sie beschreibt eine Schule in München-Schwabing.

Dann sollen die Schulen noch entwickelt werden.
Jeder Lehrer muss eine Zusatzaufgabe übernehmen, bei keiner Anrechnung.
Die Ganztageslehrkräfte müssen den Ganztag koordinieren, bis hin zur Bestellung von Lunchpaketen statt des warmen Essens, wenn die Klassen nicht im Haus sind.
Es muss sich fortgebildet werden.
Jugendamt, Betreuungsinstitutionen, Polizei, Eltern fordern Kontakt ein.
Teamssitzungen wollen gehalten werden.

Nebenher findet dann der Unterricht statt. Ein Halbtagsjob.

1 Kommentar:

  1. Was soll man dazu noch sagen? Wenig Finanzen, wenig Unterstützung, hohe Ansprüche.

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