Sonntag, 15. März 2026

4 Jahre und 18 Tage Ukrainekrieg und noch 1045 Tage (hoffentlich) der planlose Draufhauer: Einmal benachteiligt ...

... und für immer (?) abgehängt.

Das Ergebnis vorweg: Soziale Bildungsungleichheiten setzen sehr früh ein, bleiben lange stabil und werden lebenslang schwer ausgeglichen.

Eine neue Studie der Universität Bamberg legt erstmals umfassend dar, wie soziale Herkunft in Deutschland den gesamten Bildungsverlauf eines Menschen beeinflusst – von der frühen Kindheit bis zum Übergang in Studium und Ausbildung. Gemessen wurden Armut, Bildungsniveau und beruflicher Status der Eltern und die Ergebnisse verglichen mit Kompetenzniveaus der Kinder, Bildungsentscheidungen der Eltern und Leistungsbeurteilungen der Lehrkräfte. Untersucht wurden die Bildungsverläufe von der Geburt bis zum Alter von 26 Jahren mit den Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS).

Eine erste Hürde ist die, dass Eltern, die ihrerseits in benachteiligten Verhältnissen leben, ihre Kinder - wenn überhaupt - frühestens mit 4 Jahren in eine Kita geben und sie so vom Fortschritt der Gleichaltrigen ausschließen.

Kritisch gesehen werden auch die Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte: Bei gleichen notenmäßigen Voraussetzungen wird weit mehr Kindern, die aus bildungsbürgerlichen Familien stammen, der Übertritt empfohlen als denen, die zu Hause benachteiligte Verhältnisse vorfinden.

Wer hätte das nicht gewusst? 

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