Das heißt: Nicht zu Ende gelesen.
Vorzüglich erzählt. An den vorhandenen Lebensdaten Hölderlins entlang geschrieben. Orte, Freunde, Brotgeber, Familie und Angeheiratete von Mutter und Schwester akribisch in Worte gefasst.
Nach 200 Seiten Lektüre jedoch weggelegt. Warum? Es ist ein Roman, keine Biografie, deswegen darf Härtling sich seinen Hölderlin im Tun und in den Gedanken schaffen ("Ich stelle mir vor ..."). Er läßt aber auch die gesellschaftlichen Strömungen der Zeit außen vor (z. B. Revolutionen in Frankreich, Vormärz in Deutschland). "Ich bemühe mich, auf Wirklichkeiten zu stoßen" - diese hat nicht H gefunden.

Peter Härtling ist mühsam zu lesen. Er fabuliert und extrapoliert. Geh lieber mal in den Hölderlinturm in Tübingen. Poetischer wird es nimmer.
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