14. September 2014

Leistung? Sitzenbleiben?

Umfrage jagt Umfrage.
Das Ifo-Institut befragte wieder einmal 4000 Bundesbürger, die sich ein leistungsbetontes Schulsystem mit Zeugnisnoten, Sitzenbleiben und einheitlichen Abiturprüfungen wünschen.
Recht haben sie.
Unsere Gesellschaft beruht auf Konkurrenz, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Bei uns gibt es nach wie vor Zeugnisse, die SchülerInnen können sich vergleichen.
Sitzenbleiben gibt es auch, aber nur, damit die SchülerInnen einen Abschluss schaffen. Und den erfolgreichen Mittelschulabschluss erreichen immerhin 100 %, egal, wie lange es dauert.

10. September 2014

We want the world and we want it - now!


Gerade mal konnte der Grundbedarf gedeckt werden.
Eine einzige AG aus den Rippen geschnitten.
Profilbildende Stunden - was war das denn?
Springt man so mit dem amtierenden Bundessieger der "Starken Schulen" um?
Natürlich. Ja.
"Wir haben oft mit euch angegeben."
Das nützt nichts.
Lehrerstunden gehören her.

PS.: Das Video der Doors ist sehenshörenswert, auch wenn es lang ist. Oder wenigstens 9.50.

4. September 2014

Blogparade "Meine Bücherregale"

Bücher waren für mich immer wichtig. In den 60er Jahren des letzten Jahrtausends kaufte ich mir als Schüler Taschenbücher von rororo, suhrkamp und dtv. Ich besitze sie noch und lese darin. Alexander Kluge, Peter Handke, Günter Grass, Siegfried Lenz, Egon Strittmatter, Renate Rasp u.v.m..
Ich habe viele Comics. Peanuts, Petzi Pelle Pingo, The Fabulous Furry Freak Brothers, alle Asterixe, Mousli ...
Lesebücher sammelte ich auch:
Eine weitere Leidenschaft, Ältere wissen, worum es sich dreht:
Dann mag ich auch Kinderbücher und die Illustrationen von Rotraud Susanne Berner:
Nicht vergessen werden dürfen Bücher für den Unterricht:
Ich könnte noch fortfahren: Bücher von Karl Markus Gauß, Michel Houllebecq, den ganz frühen Enzensberger, Josef Winkler, Ray Davies, Pete Townshend, Unmengen von Zeitschriften, die die Regale bevölkern.
Ich lebe inmitten von Literatur.



2. September 2014

Outing. Wunderbar.

Es war sowieso nicht allzu schwer, herauszufinden, wer sich hinter "Hauptschulblues" verbirgt. Einige BloggerInnen haben ja auf ganz "normale" Art mit mir Kontakt aufgenommen. Jetzt aber, da ich immer noch nicht weiß, ob der Blog weitergeht oder nicht, lupfe ich dasSchleierchen.
Ich war viele Jahre Schulleiter einer wunderbaren Schule, mit wunderbaren Schülern und einem wunderbaren Kollegium, nicht zu vergessen die wunderbare Sekretärin und den wunderbaren Hausmeister.
Im Laufe der Jahre gruppierten sich um die Schule wunderbare Ehrenamtliche, wunderbare Kooperationspartner, vor allem im Ganztag, wunderbare Jugendbeamte, die in 8 Minuten da waren, wenn es denn mal brannte.
Ja, und dann hörte ich ein Jahr früher auf, gerade, als es am schönsten war.
Und das Wunderbare ist, dass meine langjährige, wunderbare Kollegin in der Schulleitung Nachfolgerin geworden ist.

24. August 2014

Das Konzept der ersten Web-Schule ...

... stellt sich voll und ganz gegen die Inklusionsbestrebungen im Lande. Das Klassenzimmer ist das eigene Kinderzimmer. Die Lehrerin kommt aus dem Internet via Skype und arbeitet für die Web-Schule in Bochum. Weil ein Junge in seiner alten Schule gemobbt wurde, wird er jetzt zu Hause unterrichtet. Kinder, die zuvor als "schulunfähig" abgestempelt wurden, bekommen so ihre Chance.
Aber was für eine?
Warum wurde der Junge "gemobbt"?
Wie wird mitden Mobbern weiter gearbeitet?
Der Junge, übergewichtig, ohne Sport?
Ohne soziale Kontakte?
Solche Kinder können inkludiert werden.