2. Mai 2016

Kopftuchdiskussion



Kreuz Kopftuch oder kein Kreuz Kopftuch in der Schule?
Bildergebnis für KopftuchdiskussionDiese Diskussion entbrennt zur Zeit wieder.
Die Mehrheit der Befragten befürworten ein Kopftuchverbot, von den Befragten ist die Mehrheit wiederum als AfD-Anhänger ausgemacht. Ansonsten punkten CDU/CSU- und SPD-AnhängerInnen.
Alle paar Jahre geistert obige Schlagzeile durch die Medien. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht längst eindeutig Stellung bezogen: Es gibt in der BRD kein Kopftuchverbot für Schülerinnen.
In meiner Kindheit war ich von Kopftüchern umgeben, die allerdings nicht als religiöses Symbol zu werten waren. Aber Kreuze gab gibt es doch überall, auch in den Klassenzimmern. Und die englischen Fräulein wuselten damals überall herum, in den Kindergärten, Krankenhäusern, in der Haushaltungsschule und dem Mädchengymnasium bis Klasse 10.

28. April 2016

Studie der Bertelsmann-Stiftung: Ausstattung gebundener Ganztagsschulen

Es gibt wieder eine neue Studie zum gebundenen Ganzatg, kurz nachdem im April schon die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen veröffentlicStudie der Bertelsmann-Stiftunght wurde.
Diesmal ging es um den Ländervergleich, was die personelle und finanzielle Ausstattung angeht.
Bayern ist weit abgeschlagen.
Die neue Studie weist aber wie die vorhergehende darauf hin, dass Qualitätsstandards dringend nötig sind.
Qualität kostet natürlich.
Bayern gibt für die HauptMittelschule 12 Lehrerstunden pro Woche und 6100.-€ pro Schuljahr für den externen Kooperationspartner. Von dieser Summe werden 5000.-€ durch die Landeshauptstadt München gegenfinanziert, so dass der Freistaat nur noch 1100.-€ selbst drauflegen muss.
Konkret: Ein bewährter, zur Schule passender, langjähriger Kooperationspartner droht auszusteign, weil das hohe Niveau seiner Arbeit damit nicht mehr zu finanzieren ist.

26. April 2016

Eltern sollen über Schullaufbahn entscheiden

So schreibt die SZ.
Das heißt, dass Eltern die Experten für Schullaufbahn sind.
Dass Lehrkräfte, die ihr Amt studiert haben, nicht die Experten sind.
Dass Eltern den Entscheidungen der Lehrkräfte misstrauen.
Tatsache ist, dass die meisten SchülerInnen aus Realschule und Gymnasium, die die Schule nicht schaffen, aber die Schulpflicht beendet haben, verloren gehen. Keine Abschlüsse, Anschlüsse ???
Sehenswerter Beitrag, wenn auch fast 30 Minuten lang.

Was es doch für Schulen gibt!

Spiegel Online entnahm ich, dass es in Hamburg-Harburg ein Gymnasium gibt, dessen Schüler nicht mit den Flüchtlingskindern, die auf demselben Schulgelände einquartiert sind, gemeinsame Pause haben.
Die Argumente der Schulleitung mag jede/r selbst beurteilen.
Fest steht jedoch, dass Schule der Integrationsort überhaupt ist.

25. April 2016

SchlaU und ISuS

Heute besuchte ich die Schlauschule in München.
Ich war beeindruckt.
An den beiden Schulen SchlaU und ISuS werden etwa 300 junge Flüchtlinge nach dem Fächerkanon der bayerischen Regel-(Mittel-)schule unterrichtet und zu Schulabschlüssen oder, genauso wichtig, Anschlüssen geführt. Die Schule unterstützt die SchülerInnen intensiv individuell, so daß es möglich ist, an eine Regelschule zu wechseln oder extern staatliche Prüfungen abzulegen oder/und in das duale Ausbildungssystem einzusteigen. Durch das Programm SchlaUzubi werden Ehemalige während der Ausbildung oder dem Besuch einer weiterführenden Schule nachbetreut, um eine nachhaltige Integration zu ermöglichen.
Der Film dauert 12 Minuten, ist aber sehr sehenswert.

Die ISuS-Schule (Integration durch Sofortbeschulung und Stabilisierung) um die Ecke in der Schillerstraße wurde 2012 gegründet und hat zum Ziel, jungen Flüchtlingen unmittelbar nach ihrer Ankunft durch Beschulung und sozialpädagogische Betreuung einen Halt, Strukturen sowie eine Perspektive zu geben.
Mit Gründung der Schule wurde den jungen − oftmals schwer traumatisierten −  Menschen der Zugang zu ihrem Menschenrecht auf Bildung und die dringend benötigte Perspektivenschaffung sowie ein geregelter Alltag im neuen kulturellen Umfeld ermöglicht.
Insgesamt fünf Lehrkräfte, angestellt beim Referat für Bildung und Sport der Stadt München, sowie mehrere Honorarkräfte unterrichten die jungen Flüchtlinge in den ehemaligen Räumlichkeiten der SchlaU-Schule in der Schillerstraße. In fünf Klassen erhalten die SchlerInnen Unterricht in den Fächern Deutsch schriftlich, Deutsch mündlich und Mathematik. Neben den Kernfächern spielen insbesondere die Themenbereiche Orientierung, Gleichberechtigung und Konfliktmanagement eine große Rolle.