Freitag, 31. Juli 2026

1618 Tage schon Ukrainekrieg, noch 908 Tage (hoffentlich) der Infantinofreund und: Azubivergütung

Diese Woche kaufte sich H. eine Breze. Daheim ausgepackt, war auf der Tüte ausgedruckt welche Möglichkeiten Bäckereifachverkäuferslehrlinge eines Bäckers mit Filialen auch in München haben.

H. begann sich dafür zu interessieren, wieviel denn in anderen Berufszweigen als Ausbildungsvergütung gezahlt wird, und staunte: Nicht gerade wenig. Als seine ersten Abschlussschüler:innen die Schule in den 70er Jahren verließen, gab es für das Friseurhandwerk im Monat DM 180.- plus Trinkgeld.

So viel verdienen Auszubildende je nach Branche (wohlgemerkt in Berieben mit Tarifverträgen, ohne Tarifverträge gibt es viel weniger)

Nach Spiegel online in dieser Woche: 

Die höchsten monatlichen Ausbildungsvergütungen von über 1200 Euro werden im ersten Ausbildungsjahr in den folgenden Branchen gezahlt:

  • Pflegeberufe im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes bei Bund und Gemeinden mit bundeseinheitlich 1491 Euro und bei den Ländern mit 1441 Euro

  • Versicherungsgewerbe mit bundeseinheitlich 1455 Euro

  • Privates Bankgewerbe mit bundeseinheitlich 1400 Euro

  • Öffentlicher Dienst bei Bund und Gemeinden mit bundeseinheitlich 1368 Euro und bei den Ländern mit 1297 Euro

  • Deutsche Bahn AG mit bundeseinheitlich 1325 Euro

  • Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg mit 1304 Euro und in Sachsen mit 1272 Euro

  • Süßwarenindustrie in Ostdeutschland mit 1277 Euro und in Nordrhein-Westfalen mit 1201 Euro

  • Textilindustrie in Baden-Württemberg mit 1270 Euro

  • Kfz-Handwerk in Baden-Württemberg mit 1218 Euro

  • Chemische Industrie im Tarifbezirk Nordrhein mit 1204 Euro

In etwa der Hälfte der hier untersuchten Tarifbranchen liegt die Ausbildungsvergütung zwischen 1000 und 1200 Euro pro Monat. Dazu zählen das Backhandwerk, das Bauhauptgewerbe, die Druckindustrie, der Einzelhandel, das Gastgewerbe, die Gebäudereinigung, die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie und das private Verkehrsgewerbe. Hinzu kommen die ostdeutschen Tarifgebiete der chemischen Industrie, der Textilindustrie und des Kfz-Handwerks.

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