31. Januar 2018

Dienstag, 30.01.2018

Das eintönige Leben eines Rentners? So mag manche/r denken. Er empfindet es nicht so. Jeden Tag kann er entscheiden, ob und was er zu tun gedenkt.
Am Morgen wie jede Woche an der Wertstoffinsel tierisch geärgert. Berge von Mülltüten (welchen Inhalts?) abgelagert.
Hauptschulblues stellt sich das so vor:
Die Frau schickt den Mann Abfall getrennt wegzubringen. Das mochte er schon als kleiner Junge nicht, wenn die Mama ihn mit dem Mülleimer runter schickte. Im neuen Audi riecht es, er hätte die Sachen halt gleich auf dem Weg zur Arbeit wegbringen sollen, nicht auf dem Nachhauseweg. Abends dann erinnert ihn die Nase an die Aufgabe, er fährt zur Wertstoffinsel, Kofferraum auf und das Zeug - es ist ja schon dunkel - hinter die erste Containerreihe geschmissen. Dann fährt er heim im Bewusstsein, dass die Frau es super findet, einen derart kooperativen Mann zu haben. (Hauptschulblues hat noch nie eine Frau gesehen oder erwischt, die den Abfall einfach hinstellt.)
Aber es gibt ja die cba. Die räumen wöchentlich den Dreck weg.
Die cba betreibt übrigens auch Kantinen und Restaurants.
Nachmittags sehr netten Besuch gehabt von einer Frau, die nur öffentlich durch die Stadt fährt, auch an die Peripherie, und die kein Internet hat. Aber über alles Bescheid weiß und auch keinen Mangel verspürt.
Zum Abendessen gab es Wirsing mit Karotten, dazu ein kleines Stückchen gebratenes Kassler, als Sättigungsbeilage ein aufgebackenes Striezl, dazu ein Glas Pecorino.

29. Januar 2018

Montag, 29.01.2018

Sehr früh aufgestanden, um gegen 8.45 in Schwabing bei der Hautärztin zu sein. Der Kater war sehr unzufrieden, da das morgendliche Ritual nicht stattfinden konnte.
Danach zur Schmalznudel gefahren und den Nachbarn, den einschichtigen, zum Kaffee und Ausgezogenen (welch ein Wort!) Kiachin einzuladen.
Mittags mit Frau Hauptschulblues in Nymphenburg spazieren gegangen, tausende von Maulwurfs- oder Wühlmaushügeln gesehen.
Dann das Nachmittagskaffeeritual.
Am Abend zum Lieblingsitaliener für Trippa (der Koch hatte ja angerufen). Danach noch Orechiette mit Salsicce und Broccoli. Frau H. hatte Bresaolo mit gegrillten Artischocken, dann Spaghetti Aglio e Olio. Großartig.
Schnell heim, um an der Blog-Award-Verleihung teilnehmen und abstimmen zu können. Die beiden Favoritinnen von H., Frau Kaltmamsell und Fräulein Read On My Dear, waren Siegerinnen in ihrer Kategorie.
Freude.

28. Januar 2018

Sonntag, 28.01.2018

Im Guardian Weekly gelesen, dass Khaira Arby wieder nach Timbuktu gezogen ist und dort auftritt. Eine höchst gefährliche Sache:
https://www.theguardian.com/world/2018/jan/18/timbuktu-begins-to-sing-again-mali-music-jihadists

Bei dieser Gelegenheit erinnert sich Hauptschulblues an den sehenswerten Film "Mali Blues", auf den er schon einmal in einem der beiden Blogs hingewiesen hat.
Am Nachmittag zu einer Krähenvögelführung im Friedhof Perlacher Forst. Eigentlich weniger eine Führung; Herr Sierin erzählte vielmehr von Krähenvögeln und deren unterschiedlicher Lebensweise (Rabenkrähen, Saatkrähen, Elstern, Dohlen, Eichelhäher, Nusshäher, Kolkraben usw.) und wie sie über die Erde verteilt sind und warum sie immer mehr als Wald- oder Steppenvögel in die Stadt ziehen.
Am Abend gab es dann Bulgur mit gebratenem Gemüse und Salat (Castel Franco oder Fiore d`Inverno), jdenfalls eine Kreuzung aus Radicchio Rosso und Endivie.

Den ganzen restlichen Tag gelesen: Manja Präkels.
Sie, 1974 geboren, erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einer brandenburgischen Kleinstadt und von der langsamen, aber stetigen Entwicklung einer starken Neonaziszene. Nicht unbedingt aufbauend, wenn man weiter zum NSU-Prozess denkt, was da alles ans Tageslicht kam und noch kommen wird, an Vertuschen, nicht Ernstnehmen, Rechtsradikalen in Behörden.
Präkels ist auch Sängerin einer außergewöhnlichen Kapelle.


Samstag, 28.01.2018

Die Hackordnung der Krähen im Garten studiert. Sie stehen jedoch zusammen, wenn es gegen einen Feind geht - etwa den Sperber oder den Kater, der manchmal ihr Futter bewacht. Dann kurven sie waghalsig über ihn hinweg, so dass er sich ducken muss. Aber beide Parteien wissen, dass sie sich nichts tun.
Am Nachmittag nach Untergiesing gefahren, in die Schönstraße zur Kathedrale Maria Schutz und St. Andreas, eine Ukrainische-Griechisch-Katholische Kirche. Dort ist am Samstag um 13 Uhr die Übergabe von Paketen, in diesem Fall ein Päckchen mit medizinischen Hilfsmitteln für eine Freundin in Kiew, möglich. Diese Kirche ist mit der katholischen Kirche assoziiert, hat aber verheiratete Priester.
Zu Hause dann einen Anruf auf dem Rufknecht vorgefunden: Im Lieblinglokal gibt es wieder Trippa.
Am Abend die Reste des Karnickels vom Vortag aufgegessen. Schmeckte fast noch besser. Ruhen tut mancher Speise offensichtlich wohl.

27. Januar 2018

Freitag, 26.01.2018

Kochtag.
Am Vormittag die süße Nachspeise vorbereitet, dann den marinierten Hasen schön braun angebraten und in der Marinade das Gemüse bißfest gegart und herausgenommen.
Gegen zwei Uhr mit dem Fahrradanhänger zu Roberto gefahren, Bier holen. Eine halbe Stunde zu früh. Schnell entschlossen zu Zimt und Zucker weiter geradelt, einen Milchkaffee getrunken und zwei äußerst wohlschmeckende Mandarinen-Sahne-Kuchenstücke mitgenommen, für den späteren häuslichen Nachmittagskaffee. Mittlerweile hatte Roberto geöffnet.
Dann, eine Stunde vor Eintreffen der Gäste, kleine Kartoffel- und Semmelknödelchen geformt (obadraht, wie die Innviertler sagen).
Die Küche wurde auch noch gesäubert, der Spülknecht eingeräumt.
Ein sehr gemütliches Abendessen mit den Lieblingsnachbarn 1.

26. Januar 2018

Donnerstag, 25.01.2018

Blick vom 3. Stock auf einen Teil des Pausenhofs
Nach dem Bäckerbesuch stand ein Besuch in der neu gebauten Gustl-Bayrhammer-Grundschule an. Wunderbar als Lernhausschule geplant, mit großer Mensa. Keine Tafeln mehr, Whiteboards überall, Medienwägen, zusätzliche Beamer, Theaterraum, Scheinwerfer, Lautsprecheranlagen, High Tec im ganzen Haus. Sehr schön ausgestattete Doppelturnhalle. Einziger Wermiutstropfen: alles in Weiß, kein Farbkonzept.
Von dort zum Büchersortieren gefahren. Nach Geschichte sich den Sparten Weltreligionen, Christentum und Gebete zugewandt, die verwaist herum standen. Dann
noch eine Kiste Psychologie ausgezeichnet und eingeräumt.
Rechtzeitig zum Kaffeetrinken mit der Reinigungsperle wieder daheim.
Gemüsesuppe gekocht und der Perle etwas mitgegeben. Letztens trank sie das Glas mit der Suppe schon in der U-Bahn.
Auch der Krokus steckt schon seinen Kopf heraus.

25. Januar 2018

Mittwoch, 24.01.2018

Der beste Bäcker hat wieder offen - am Montag hat er wegen Reichtums Erholung immer geschlossen. Wunderbar krosse Brezen, herrlich leichte Croissants.
Dann ab zum Büchersortieren, dort mittlerweile sehr interessante und teilweise tiefgehende Gespräche mit den zwei Damen, die links und rechts von Hauptschulblues arbeiten. Kaum zu fassen, was es an rechtsradikaler Literatur gibt. Die wandert in den Container oder zum Institut für Zeitgeschichte.
Rechtzeitig zum Nachmittagskaffee wieder zu Hause, dort die Reste des Apfelstrudels vertilgt.
Anschließend in den kleinen Obstgarten gefahren und Sonnenschutz um die Stämmchen angebracht. Auch dort blühen die ersten Blümchen, in diesem Fall Stiefmütterchen. Viel zu früh. Hauptschulblues hat Angst, dass die Obstbäumchen zu früh blühen oder aber in eine Kälte- Schneeperiode hineinkommen wie letztes Jahr.
Am Abend gratinierte Rote Bete zubereitet, nach Anregung von Herrn und Frau Kaltmamsell. (Sieht aber nicht so schön aus wie bei den beiden.)
Geschmeckt hat es auf jeden Fall und Frau H. meinte, es in die Rezeptsammlung aufzunehmen. Ach ja, dazu ein Glas Pecorino, weil der für die Marinade des freitäglichen Abendessens gebraucht wird.





24. Januar 2018

Dienstag, 23.01.2018

Am Vormittag nochmal zur Ärztinfreundin. Sie hatte vergessen, dass bei einem zu überprüfenden Wert Nüchternheit vorausgesetzt war.
Das war der Anlass zu einem erneuten Frühstück im Café, im Anschluss an die Blutabnahme.
Die Sonne genossen, aber unter dem Föhn gelitten.
Nachmittagskaffee, Lesen und Kochen: Gemüselasagne mit Salsicciaeinlage.
Besuch von Nachbarin N.
Das Haus Hauptschulblues liebt diese Besuche.
Dann spät abends festgestellt, das zwei Dreier-CDs von Fleetwood Mac unvollständig sind. Da hätte man sich bei der Rückgabe nicht auf den guten Leumund des Ausleihers (nicht mehr eruierbar) verlassen dürfen.
Frau H. schimpfte, dass H. immer wieder verleiht (Er ist aber schon vorsichtiger geworden). Über das Internet und Ebay wenigstens einen Teil wiederbeschafft, eine CD muss noch aufgetrieben werden: Es fehlt noch Volume 3.

23. Januar 2018

Montag, 22.01.2018

Beim Räumen dieses wassergetränkten Schnees brach der Stiel der 40jährigen Schippe ab. Er war zur Hälfte durchgefault. Schade, dass es nicht mehr zwei bis drei Grad kälter sein kann. Hauptschulblues erinnert sich noch an den Faschingsumzug im Viertel bei Minus fünfzehn Grad, im Februar.
Nach dem Kauf einer neuen Schippe - sie liegt viel schlechter in der Hand, kratzt auch mehr am Boden dahin als die alte - mit Frau H. auf zum Zahnarzt in der Ludwigsvorstadt - Doppeltermin. Wenn die Verkehrsmittel keine Störung haben, dann kommt man in München überall wunderbar hin, dann klappen auch die Anschlüsse.
Eine Stunde gewartet, bis Frau H. dran kam. Es ist noch eine der wenigen Praxen, in der ein Zahnarzt arbeitet, mit ein bis zwei Helferinnen, in drei Behandlungsräumen. Die schlechte Nachricht war, dass er langsam ans Aufhören denkt, der Trost dabei, dass er es nicht auf einen Schlag aufhört, sondern sich hinausschleicht und ein paar Patienten behält.
Der Patient, der vorher dran war, setzte sich noch ins Wartezimmer und fing irgendwann an, halbseidene Witze zu erzählen, obwohl Hauptschulbluesens in ihre Bücher vertieft waren. Die Situation wurde aber schnell geklärt, indem der Herr in eine Unterhaltung über Arbeit und Ruhestand und Implantate verwickelt wurde. So musste H. nicht grob werden, was der Witzeerzähler wahrscheinlich nicht verstanden hätte.
Um 18 Uhr mit Löchern im Bauch zum Hertie am Hauptbahnhof (ist ein Karstadt, aber für alte MünchnerInnen bleibt es der Hertie) und eine Kleinigkeit gegessen. Die Kleinigkeit war aber dann doch so sättigend, dass das häusliche Abendessen ausfiel.
Am Abend bei Herrn Blumes Blogparade über einen "Wunderbaren Moment im Referendariat" teilgenommen. Entweder ist das schon so lange her und H. hat die wunderbaren Momente vergessen (wo er doch das Schlechte eher vergisst als das Schöne) oder es gab keine.
Es herrschte damals eine gnadenlose Konkurrenzsituation um Anstellungsnoten, mit Berufsverboten im Nacken.

22. Januar 2018

Sonntag, 21.01.2018

Die Krähen mit dem Hasenfett gefüttert. Sie halten ihre Hackordnung streng ein: Erst bedient sich der Ober, während der Unter zum Schein in der Nähe den Boden bzw. den Schnee bearbeitet.
Mit dem Kiewer Kurierdienst telefoniert und beschlossen, das Paket nächste Woche zu übergeben.
Nachbarin M. kam kurz zu Besuch, auf einen Espresso und ein Glas Wasser.
Im Sudoku des ZEIT-Magazins verhakt und aufgegeben, dabei wieder geärgert, dass die Redaktion mit dem Sudoku auf 14-tägig übergegangen ist.
Am Nachmittag wieder ein paar Stunden mit Z. Unterricht nachbereitet. Schön wäre, wenn die Schulen ihre 20 Jahre alten Arbeitsblätter versenken und sich mehr dem sprachsensiblen Unterricht zuwenden würden. Wenn sie ohne zu überlegen spricht, macht sie keine Fehler. Wenn sie aber überlegt schriftlich formulieren will, wird es schwierig. Immerhin ist sie Klassenprima, weil sie lernen kann und sehr ehrgeizig ist. Ihr Ziel: Künstlerin. Ihr Brotberuf: ?
Abends dann Schinkennudeln mit Blumenkohlsalat, dazu Prosecco, sehr feinperlig und nicht so wohlschmeckend wie der aus dem Ruffini.

21. Januar 2018

Samstag, 20.01.2018

Zur morgendlichen Begrüßung kotzte der Kater neben seinen Fensterplatz. Er liegt dort jeden Morgen auf den Kochbüchern, die blieben unversehrt. Eine gute halbe Stunde Putzen. Es scheint irgendetwas mit dem Futter nicht zu stimmen, wenn er das macht. Sofort danach mahnt er neues Fressen an, und das bleibt drin.
Wertstoffhof. Friederike hat wieder einmal Laub und Äste aus der Nachbarschaft zusammengeblasen.
Wochenendeinkauf. Die Menschen kaufen, als lägen vier Wochen Betriebsurlaub des Geschäfts vor ihnen. Fertigfutter ohne Ende.
Apfelstrudel gebacken mit den Resten der eigenen niederbayerischen Äpfel. Warm zum Kaffee verzehrt.
Mit dem ukrainischen Kurierdienst München-Kiew-München telefoniert, um einen Termin zur Päckchenübergabe zu vereinbaren. Verständigung sehr schwierig.
Dann bei Einbruch der Dunkelheit zwei Kaninchen abgeholt, zerlegt und eingefroren. Hauptschulblues stammt vom Bauernhof - dort wurde immer zum eigenen Verzehr geschlachtet.
Zum Abendessen gab es Falafel mit Chicorée-Salat und dem Restchen Wein der Woche.

20. Januar 2018

Freitag, 19.01.2018

Am Morgen gemeinsamer Besuch bei Ärztinfreundin zur Blutabnahme. Dann aber einen Wert vergessen, für den man nüchtern sein muss. Also nächste Woche nochmal. Ärztinhelferin N. gefragt, was sie zum Geburtstag möchte: Krimi.
Anschließend zu Feinkost Spina, Leckereien kaufen. Dort war die Hölle los. Ganz viele Gastronomen, die ihre Lieferwägen voll luden. Vor H. an der Kasse ein Herr, der eine ganze Palette voll italienischer Grundnahrungsmittel abholte und sich bei H. für das lange Warten entschuldigte. Als dieser sagte, das mache nichts und er habe Zeit, überschlug sich jener in einer langen italienischen Rede, von der H. nur den freundlichen Subtext verstand.
Obwohl sie nur wenig kauften, bekamen sie an der Kasse eine Flasche Rotwein geschenkt. Diesmal nahmen sie keinen Kaffee und kein Dolce zu sich, weil, wie gesagt, auch am Tresen der Teufel los war.
Zum Abendessen gab es die Lieblingsspeise der Kindheit: Fischstäbchen mit Salat. Dazu später Kinderplatten gehört, die morgen digitalisiert werden.

18. Januar 2018

Donnerstag, 18.01.2018 im Sturm Friederike

Es blies, wehte, jaulte. Der Kater hatte schon wieder kreisrunde schwarze Augen am helllichten Tag.
Hauptschulblues fuhr auf vereister Straße zum Bäcker, was nichts macht, da er Spikereifen fährt.
Fünf Minuten später fuhr er auf schon matschiger Straße heim. Es sind nur 300 Meter zum Lieblingsbäcker.
Gegen 11 Uhr zum Bücherauszeichnen und -sortieren nach Gröbenzell. Heute eine sehr nette Belegschaft an Ehrenamtlichen anwesend. Da die Geschichtsbücher bald hergerichtet waren, wandte er sich anderen Sparten zu. Sehr interessant Mundart. Z.B. Wörterbücher zum friesischen Dialekt, oder ein dreibändiges Wörterbuch für Kölsch. Festgelesen, da der Vater aus Köln stammte und mit Opa und Tanten Kölsch redete. Und dann sind die Bücher enorm billig: Taschenbücher maximal 1 €, Hardcover 2 €, wenn es z. B. 3 Bücher sind, die nur im Pack verkauft werden, maximal 5 €-.
Am Nachmittag Kaffeetrinken mit Frau H. und der Zugehperle.
Zugehperle weggebracht.
Abendessen: Grünkohlsalat mit Pinienkernen, getrockneten Tomaten in Öl, Paprika, Zwiebel, geröstetem Knoblauch, Ziegenkäse. Dazu ein Glas rosaroten Cirò.
Später Studium eines Putzger Geschichtsatlas aus der Zeit des Dritten Reichs (beim Büchersortieren in die Hände gefallen und so was von interessant).

Mittwoch, 17.01.2018

Spät aufgestanden und mit Frau H. ins Ruffini zum Frühstücken. Es waren erstaunlich wenige Gäste da und die alle verschlafen.
Lieblingsbelegschaft bediente: W. am Tresen, U. im Service und M. in der Küche.
Rührei mit Schinken für Frau H., Eier im Glas und Wurst-Käseplatte für H. Herrlich wie immer, dazu der gute Kaffee. Hätte man fast fotografieren sollen.
1978 war das Ruffini eines der wirklich wenigen Münchner Cafés, die damals schon Milchkaffee und Cappucino anboten, mit geschäumter Milch an Stelle des Schlagrahms aus der Sprühdose.
Für die Nachbarin gleich die Karten für das Kabarett am kommenden Montag mitgenommen.
Kleine Erledigungen am Nachmittag: Stadtbücherei, Post, Rewe.
Kaffee mit zwei Tortenstückchen aus dem Zimt und Zucker.
Zum Abendessen Sizilianische Brotsuppe mit Mozarella und dem gerösteten übrig gebliebenen Frühstücksbrot.
Später den Test heruntergeladen, dem sich Herr T. unterzogen hat (Titelbild der SZ vom 18.01.2018). Kopfschütteln, Nachdenken und Vergleichen mit den Tests, die Hauptschulblues in seiner Zeit als Beratungslehrer mit SchülerInnen von 7-17 Jahren durchführte.
Niveaulos.

17. Januar 2018

Dienstag, 16.01.2018


Die heimischen Morgensaatkrähen holen sich die den Eichelhähern zugedachten Erdnüsse. Mit einem Schnabelhieb werden sie geöffnet und die Kerne verzehrt, vorher oft in der Vogeltränke gewaschen.

 Saatkrähe (Corvus frugilegus frugilegus)Ihre Federn glänzen stark. Diese ist schon etwas älter, man merkt es am hellen Schnabelansatz. (Beide Fotos aus der Wikipedia, da die heimischen Krähen es nicht mögen, geknipst zu werden.)

Abends kommen dann die für den Winter zugewanderten osteuropäischen Rabenkrähen, veranstalten ein ohrenbetäubendes Getöse und verziehen sich für die Nacht in das nahe Wäldchen.
Foto einer schwarzen Aaskrähe am Strand
Der Bäcker bäckt nach zwei Wochen Betriebsurlaub wieder. Die Morgen gewinnen wieder an Qualität.
Nachmittags wieder zum Büchersortieren gefahren: Vor- und Frühgeschichte und Geschichte bis 1945, außer Geschichte des Dritten Reichs.
Manche der ehrenamtlichen Damen haben schon ein strenges Auge auf einen.
Abends Gemüsestrudel (Wunsch von Frau H.) und Salat. Wein gibt es zur Zeit keinen. Er wartet im Keller darauf, aufgerufen zu werden.
Spät abends der Nichte zum Geburtstag gratuliert.

15. Januar 2018

Samstag, 13.01. bis Montag, 15.01.2018

Viel los gewesen.
Besuche.
Mit Z. gelernt.
Kabarett: Well Brüder aus dem Biermoos. Es fehlt die Schärfe von Hans Well.
59 kg Fleisch und Wurst vertilgen die Deutschen pro Kopf und Nase. Ganz schön viel. Und der B.U.N.D. verlagert das Erreichen der Klimaziele wieder in die Familien hinein: Weniger Fleisch essen. Dann gibt es vielleicht einen Anstieg der Temperatur um 1/10 ° geringer.
So wie die Mülltrennung in Papier, Plastik, Glas und Blech uns auferlegt wurde.
Und dann hört und liest man/frau, dass China den Plastikmüll aus Deutschland nicht mehr aufnehmen wird. Was dort wohl damit gemacht wurde bisher?
Heute Abend Bulgur mit Gemüse.

13. Januar 2018

Freitag, 12.01.2018

Hauptschulblues empfiehlt dieses Buch:


Es ist zu bestellen beim Autor: p.klimesch@gmx.de
Viele alte und neue Bilder sind enthalten.
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Endlich wieder mal ein paar Stunden im Garten und das Laub, das die Winterstürme aus den vorgelagerten Gärten um das Haus angehäuft haben, zusammengerecht.
Der Kater findet das toll - er begleitet auf Schritt und Tritt oder beobachtet genau aus der Ferne.
Die Katzen in Hauptschulblues Kindheit und Jugend auf dem Bauernhof waren im übrigen auch wie Hunde - immer dabei.
Abends beim Freund wie angekündigt: Bruschette, Orangensalat, Wiener Backhendl, Käse, Kaffee und Buttermilchmousse. Und viel viel reden und lachen.
Sehr sehr, viel zu spät ins Bett.

12. Januar 2018

Donnerstag, 11.01.2018 - Abschied

Gleich am Morgen Blümchen gekauft, für den seit Grundschulzeiten seienden Freund und Hauptschulblues, um sie I. auf den Sarg legen zu können.
Mittags Fahrt nach S. Da viel Zeit übrig war - die Beerdigung war  für 14.30 Uhr angesetzt - schnell nach Braunau ins Café Graf auf einen Verlängerten und einen Topfenstrudel (das Café ist so gut wie die Homepage schlecht ist).

Die S.er Kirche liegt am höchsten Punkt des Dorfes, daneben die zweiklassige Volksschule, mit Blick weit nach Österreich hinein. Innviertel eben.
Fast alle Trauergäste waren schon da. Hauptschulbluesens Bruder erklärte, wer wer war, und langsam lösten sich die Gesichter auf und Konturen vor beinahe 50 Jahren kamen hervor. Es war eine Zeitreise im Kopf.
Die Blasmusik aus Mining am Inn, österreichisches Innviertel, spielte. Das zeigt nochmal die alte Verbundenheit von "ent und herent" (= hüben und drüben). Glocken läuteten. H. erinnerte sich daran, wie er aus der Klasse zum Zwölfuhrläuten geschickt wurde. Dickes Seil, dranhängen, zum Auf- und Abschwingen bringen.
Ein sehr junger Pfarrer mit Konturenhaarschnitt zelebrierte den Gottesdienst, der begleitet war von sensibel geführtem Chorgesang und einer äußerst zurückhaltenden Orgel, meist nur auf ein oder zwei Pfeifen spielend. Räuchern. Alles wurde beräuchert, auch später draußen auf dem Friedhof. Hauptschulblues gefiel das. Er räuchert seit seiner Kindheit. Rituale, Predigt über die Verwandlung von Wein in Wasser (nicht Bier), die Symbolik der Taufe (Untergehen und Wiederauftauchen).
Von den Angehörigen wurden H., der Bruder und der Freund zum anschließenden Gang ins Gasthaus gebeten. Dort viele Gespräche. Einen alten Klassenkameraden getroffen, der H. vor 50 Jahren in einer Schlägerei beisprang. H. war in der absoluten Unterzahl. Heute nochmal bedankt, Antwort: "Gern geschehn."
Morgen Abendessen beim Freund. Dann wird der Tag nochmal Thema sein.

11. Januar 2018

Mittwoch, 10.01.2018 - Trauer um I.

Der Bäcker hat wegen Reichtums auch diese Woche noch Betriebsferien. Aber es sei ihm vergönnt, ständig dieses frühe Aufstehen. Und H. als Kunde kommt dann gegen neun Uhr verschlafen an um Croissants und Brezen. Wer hat schon so einen Bäcker? 200 Meter über drei Ecken.
Den Hund wieder in den Garten geholt, während H. Laub zusammenrechte. Langweilig, da er doch ziemlich dumm ist (auch ängstlich) und nur am Futter interessiert ist. Alle Kunststücke vom Herbst hat er wieder vergessen.
Dann wieder in die mäuseverseuchte Garage und ein Stückchen Garage weiter gesäubert und - was genauso wichtig ist - geordnet. Garagen sind ja mittlerweile ein zusätzlicher Abstellraum geworden. Zum einen, weil die Autos zu groß für sie sind, zum anderen, weil die Menschen so viel anhäufen, dass es in der Wohnung/im Haus nicht mehr Platz hat. Das Auto von Hauptschulbluesens steht aber trotzdem nicht auf der Straße.
Abschied.
I. gestorben. Der Bruder rief an. I. war Frau I. R. aus der Weißmühle, Gemeinde S., Gastwirtin. Bevor sie Gastwirtin war - ihre Eltern lebten noch - molk sie jeden Abend die Kühe des Anwesens, mistete aus, fütterte. (Zur Weißmühle ein Extrabeitrag bei Gelegenheit.)
H. besuchte sie zuletzt mit seiner Mutter (selber Jahrgang), als diese leider schon dement war. Beide Damen mochten sich über Jahrzehnte gut leiden. Irma hatte sich sehr über die drei Besucher (Frau H. war dabei) gefreut, genauso wie damals in den 80er Jahren, als Herr und Frau H. mit den englischen Freunden und Kindern zu ihr gewandert kamen.
Den Freund angerufen, ob er auch zur Beerdigung kommen will. Er war Nachbar und fährt mit.
Zum Abendessen gab es gebratenes Gemüse mit Fisch und Reis. Ein Glas Wein. Eine Tasse Kaffee.
Trauer um I.

10. Januar 2018

Dienstag, 09.01.2018

Nach dem Frühstück Glas- und Plastik- und Blechabfall weggebracht. Der Gang zur Wertstoffinsel fällt immer schwerer, weil sie von Menschen als Wertstoffhof verwendet wird. Jeglicher Abfall landet da, disgusting. Zweimal hat Hauptschulblues Menschen beim verkehrten Abstellen erwischt und zur Rede gestellt, aber was nützt das?

Dann den Nachbarhund für eine Stunde in den Garten geholt, weil Herrchen in Schweden ist und Frauchen unterwegs war. Er genießt es und sucht nur nach Fressen, er würde auch den Kompost auffressen, ließe man ihn. Der Kater verprügelt ihn ab und an, weil er ihm auf die Nerven geht, jedoch mit eingezogenen Krallen. Der Berner Sennenhund nimmt es jedesmal stoisch hin. Sie kennen sich beide von klein auf.
Im Garten kommen jetzt schon Alpenveilchen. Eigentlich sind die ja im Spätherbst fällig. Was ist denn da los? Daneben die Blätter der Traubenhyazinthen.
Am Nachmittag Kaffee mit einer Nachbarin, anschließend Gartenarbeit und Holzhütte aufräumen.
Am Abend gab es Renfilet, Bratkartoffeln und Salat. Dazu ein Gläschen Bacca Rara von Torrevento aus dem - na ja, Sie wissen schon.


9. Januar 2018

Montag, 08.01.2018

Bis zum Nachmittag gelegen, Magen und Kopf durcheinander.
Dem Kater hat es gefallen, er liegt gerne bei jemandem, d.h. er presst sich an.
Um vier Uhr schnell zur Christbaumsammelstelle gefahren für weitere Abdeckzweige, dabei auch zwei entastete Stämme mitgenommen, zum Verheizen im nächsten Jahr. Die Fichtenscheite prasseln laut im Ofen und riechen gut. Das was normalerweise im Hause Hautschulblues verfeuert wird, riecht übrigens auch gut: Kleine Holzbrikette, die aus abgesaugten Holzspänen gepresst werden, nur abgelagertes, einheimisches Holz. Diese Briketts ("Pupse" sagt Frau H., weil die Maschine, aus der sie kommen, bei jedem Stückchen so etwas wie einen Pups macht) kann er sich bei der befreundeten Schreinerei in der Maxvorstatdt auf Abruf abholen.
Dafür bekommt die Belegschaft ab und an ein Mittagessen gekocht, was bei bis zu 15 SchreinerInnen zur Arbeit auswächst. Unter anderem deswegen hat er auch immer noch ein praktisches Auto, das problemlos 500 Kilo Holzpupse transportieren kann.
Am Abend zum Lieblingsitaliener, Schwager und Schwägerin getroffen und gut gegessen: Vorspeisen aus der Vitrine, Strozzapreti mit Steinpilzen und Filetstreifen, ein Bier und einen Schnitt, Panna Cotta und einen doppelten Espresso. Vom Koch auf Trippa nächste Woche vorbereitet.

7. Januar 2018

Sonntag, 07.01.2018

Das gestrige Sudoku doch noch geschafft, nachdem Hauptschulblues sich gestern vergewissert hatte, keinen Fehler gemacht zu haben. Keine Sorgen mehr wegen eventueller Kombinationseinbuße.
"Mit taktischem Geschick den Tigerberg erobert".
Mittags Innviertler Speckknödel auf Vorrat gemacht, zum Einfrieren. Links fünf mit Bratwurstbrät, dann mit ausgelassenem Speck, rechts mit Schinkenwürfeln. Sie können auch mit Brand- oder Kartoffelteig gemacht werden. Diese 20 Knödelchen sind aus 10 Semmeln, eines wiegt 50 Gramm. Bei Rezeptbedarf einfach melden.
Ein düsterer Tag, auch nachdem sich der Nebel verzogen hatte.
Kaffee getrunken und den Rest der Creme von gestern abend geschlabbert. Der Kater war nicht mehr interessiert, er mag sie anscheinend nur frisch.
Dann in den kleinen Obstgarten gefahren. Auch dort treiben schon die Primeln aus. Eine Armee von Kinderwägen samt dazugehöriger Eltern war unterwegs.





Samstag, 06.01.2018

Am Sudoku gescheitert - entnervt gibt es Hauptschulblues in sein Lösungsprogramm ein, um zu sehen, ob er bis dato Fehler gemacht hat: Nein. Ist einfach zu schwierig gewesen.
20 C+M+B 18 an die Haustür geschrieben: Christus Mansionem Benedicat - ob er das beim Atheistenhaushalt auch macht?
Die Nachspeise für den abendlichen Besuch vorbereitet und kalt gestellt.
Im Garten kommen die Schneeglöckchen und Märzenbecher schon. Was machen dann die Wildbienen im März und April?
Mittags mit Frau Hauptschulblues bei Schloss Nymphenburg spazieren gegangen, zeitgleich mit Abertausenden anderen Menschen. Aber es gibt immer noch Wege abseits der Laufrouten. Einen Nachbarn in dieser Masse gefunden, der auch auf schmalen Wegen spazierte, mit seiner Schriftstellerfreundin.

Daheim die Nachspeise aufgedeckt und nachgeschaut, ob sie nicht zu fest und nicht zu weich war. Ehe man sich`s versah, hatte der Kater die Nase in einem Glas und schlabberte. Erkenntnis: Er mag Vanille und Cointreau, Sahne und Ei sowieso.
Dann Kaffee getrunken und langsam das Abendessen vorbereitet: Rote-Bete-Salat mit Ziegenjoghurt, Innviertler Speckknödelchen mit Sauerkraut, später Bayerische Creme (das wünschen sich die Gäste meist), Kaffee. Als Weingang angedacht Pecorino von Colonnara (er muss ja dem Kraut und der Speckfüllung standhalten) aus dem Ruffini.
Ja, dann waren die lieben Gäste da, eine alte Kollegin von Hauptschulblues, G., mit ihrem liebenswerten Mann H..
G. vergißt inzwischen schon sehr viel. Schade.

6. Januar 2018

Freitag, 05.01.2018

Um 7 Uhr aufgestanden und über dem Sudoku wieder eingeschlafen - aber zur Verabredung im Referat für Bildung und Sport um 10 Uhr pünktlich dort gewesen. Viel über den Münchner Schulpreis und das angedachte Netzwerk Münchner Schulen gesprochen.
In der Dienerstraße am Marienplatz bei der Metzgerei Clasen eine Wurstsemmel gekauft - sehr zu empfehlen. Diese Geschäft ist überhaupt einen Besuch wert. Es gibt dort fränkische und westfälische Wurstwaren und Zubehör (z. B. Grünkohl). Eine Augenweide für den, der Würste mag.
Dann weiter, quer durch die Häuserblöcke. So war das im Mittelalter, so ist es noch heute in Venedig. Passati querdurch, nicht außenrum.
In der Sparkassenstraße ist ein Postamt mit einem Sonderschalter für Briefmarken. Dort agiert ein Herr, dem man nur das Motiv der Marke zu nennen braucht, und schon liegt sie vor einem. Und das bei Hunderten von derzeit gültigen Marken. Als er einmal längere Zeit krank war, musste man sich mühsam aus Schaukästen die Nummern der gewünschten Marken heraussuchen. Da Frau und Herr Hauptschulblues viel schreiben, kaufen sie dort oft viele schöne Sondermarken.
Und wie regelmäßige Leser wissen, geht es dann zum Café Frischhut für Schmalzgebackenes. Der Rucksack duftete in der S-Bahn so stark, dass sich manche Fahrgäste umschauten, um die Quelle zu orten.
Zu Hause war schon die Zugehperle zugange; die Arbeit wurde unterbrochen und es gab gleich Kaffee und Striezel und Kiachi, noch warm. Sie meinte, sie fühle sich dadurch in ihre Kindheit zurückversetzt. Ihre Mutter habe auch immer Hefeteig in Butterschmalz gebacken. In Niš.
Zum Abendessen gab es ein fränkisches Würstchen mit Rosenkohl und Couscous-Pflanzerln.
Das Sudoku ist diesmal eine Herausforderung und muss bald gelöst sein.

5. Januar 2018

Donnerstag, 04.01.2018

Nach dem Sudoku wieder hingelegt und vom Telefon geweckt, aber keine Lust verspürt, anzunehmen. Nach dem zweiten Aufstehen gesehen, dass es der Ex-Hausmeister war. Zurückgerufen und dann in die Schule gefahren, um den abgetakelten Christbaum abzuholen: Den Stamm, um ihn nächstes Jahr zu verheizen und die Zweige für Frau Hauptschulblues zum Abdecken von Gartenpflanzen, falls es doch noch mal kalt werden sollte.
Langer, schöner Plausch und Verabredung zu einem Abendessen beim Lieblingsitaliener. It rained cats and dogs, so dass Hauptschulblues seine Briefmarkenalben hervor holte und sie durchsah (ja, er sammelt Briefmarken, alle Neuerscheinungen gestempelt und ungestempelt sowie Sonderausgaben).
Auf dem Sofa ausführlich SZ und taz studiert und zur Meinung gekommen, wohnte er in Berlin, hätte er nur die taz, die hat dort nämlich einen Lokalteil. Dabei kamen wieder Erinnerungen hoch, wie die Berliner Redaktion die Münchner Menschen abgeschmettert hatte, die sich zusammengefunden hatten, um einen Münchner Lokalteil der taz ins Leben zu rufen. Fast zum Nulltarif. Aber das liegt schon zwei Jahrzehnte zurück.
Am Abend gab es Couscous mit Hühnerflügelchen in Ermangelung von Hühnerbeinchen, dazu Salat und rosaroten Cirò.

4. Januar 2018

Mittwoch, 03.01.2018

Der Kater kam empört schreiend wieder herein: Sturm und sehr starker Regen.
Der Wind verteilte Äste von den Bäumen über den Garten.
Dann widerwillig zum Blumengießen in die Ex-Schule, etwas weniger widerwillig nach Gröbenzell zum Büchersortieren. Schöne Gespräche mit Frau M. über die gemeinsamen 10 Jahre Arbeit. Zwei Stunden dort, dann heim zum Nachmittagskaffee mit Frau Hauptschulblues. Einen der letzten Lebkuchen (Hauptschulblues findet, es sind die besten, von der Nürnberger Lebkuchenbäckerei Düll) verzehrt.
Ofen befeuert, gelesen, schnell und kurz in das Internet geschaut.
Abendessen? Fischstäbchen mit Romanasalat und einem Gläschen Cirò (siehe gestern).
Dann angefangen, Robert Menasse "Die Hauptstadt" zu lesen, auf Anregung von Frau Kaltmamsell. Gespannt.

3. Januar 2018

Dienstag, 02.01.2018


Spät aufgestanden, von Föhnkopfschmerzen geplagt.
Am späten Vormittag nach Gröbenzell gefahren, Bücher für den nächsten Flohmarkt am 17. und 18. Februar sortieren.
Dieser Bücherflohmarkt ist eine Schau und absolut lohnenswert. Taschenbücher gibt es für 0,50 €, Hardcover für 1.- bis 2.- €.
Hauptschulblues gehört nicht zu den Ehrenamtlichen, die den Flohmarkt jedes Jahr auf die Beine stellen; eine Ex-Kollegin bat ihn, ob er nicht ein wenig helfen könne. Er sortiert Geschichte bis 1945, entfernt Bücher von rechtsradikalen Verlagen. Unglaublich, wieviel es davon gibt.
Der Renner waren gestern die gesammelten Aufzeichnungen der Nürnberger Prozesse, über 20 Bände, alle Dokumente und Reden akribisch festgehalten, und das für 6.- €, allerdings muss man/frau alle Bände abnehmen.
Aussortierte Naziliteratur bekommt ein Lehrer für seinen Grund- und Leistungskurs Geschichte, damit Schüler auch Originalquellen studieren können, die härteren Sachen das Institut für Zeitgeschichte.
Dann am späteren Nachmittag mit Frau Hauptschulblues zur Freundin E. zum Kaffeetrinken, Plätzchenvertilgen und Katzenbespaßen gefahren. Die Freundin musste ganz viele Schulgeschichten loswerden, die sie plagen und umtreiben. Lösungen sind kaum in Sicht.
Zum Abendessen gab es dann gedünstetes Gemüse aus der Ökokiste, in Blätterteig,
dazu ein Glas Rosato Cirò von Librandi aus Kalabrien.
Librandi Cirò Rosato DOC 2016 – Bild 1

2. Januar 2018

Montag, 01.01.2018


In Ermangelung eines Sudokus Alexander Kluge gelesen. Dem Kater war es egal - Hauptsache es sitzt jemand neben ihm, den er ab und zu anschnurren kann.

http://www.suhrkamp.de/cover/200/22501.jpgEben noch ganz jung, weil 2017 erschienen, wirkt das Buch durch das neue Datum gleich ein Stück älter.
Die Sonne animierte zum gemütlichen Radfahren. Hauptschulblues kehrte aber bald wieder um, weil ihn der herumliegende Silvestermüll enorm störte. Als ob man den Abfall nicht wieder mit ins Haus/die Wohnung nehmen könnte. Dann auf dem Rückweg wahrgenommen, dass beim etwas entfernt gelegenen sozialen Brennpunkt eine Wertstoffinsel abgefackelt worden war. Die beiden Plastikcontainer waren zerschmolzen.
Anruf von Herrn M., Vater von Z., und ein kleiner Plausch mit gegenseitigen Wünschen.
Wie jedes Jahr das Neujahrskonzert gehört, auf allen Radios, die im Haus herumstehen.
Für den Nachmittag war dann Z. selbst zum Arbeiten angekündigt. Wie immer erst Teetrinken und der Austausch von Neuigkeiten, dann bis 17.00 Uhr intensiv eine zu benotende Hausaufgabe erledigt.
Ein Foto der Cousins gesehen, die von Silvesterraketen angeschossen wurden: Großes Loch in der Jacke und Ärmel des Kapuzenshirts weg.
Dann zum Abendessen Gemüsesuppe mit ausgekochten Markknochen als Grundlage. Welch ein herrlicher Geschmacksträger Fett sein kann.
Bis spät in die Nacht Musikvideos seiner Lieblingsgruppen und -sängerInnen geguckt.

1. Januar 2018

Sonntag, 31.12.2017

Lange geschlafen, von der Sonne geweckt. Das Sudoku aus dem Observer zu Ende gelöst.
Kater gefüttert mit seiner Lieblingsspeise, dann in der Sonne den Hof gekehrt. Den Nachbarhund in den Garten eingeladen, eines seiner Highlights. Er durchschnüffelt wie ein Trüffelschwein den letzten Winkel nach Freßbarem. Obwohl sie sich gut kennen, berochen/beschnüffelten sich Kater und Hund lange Nase an Nase, bevor der Kater sich indigniert abwandte. Zum Abschied gab es dann eine Scheibe Knäckebrot für den Hund - erst dann mag er wieder heim.
Gegen Mittag die Bayerische Creme gerührt und zur Nachbarin 1 gebracht. Nachmittags zur Bank geradelt und Kontoauszüge für die Finanzfrau im Hause geholt, dann weiter in den Obstgarten und auf Einladung des Gartennachbarn eine Flasche Silvesterbier mit ihm getrunken, in den letzten Sonnenstrahlen.
Am Abend etwas aufgehübscht und mit Frau Hauptschulblues und dem anderen Nachbarspaar 5 zur Einladung gegangen, 40 Meter weiter. Dort wartete ein sehr feines Raclette mit u.a. Tofu, Schafskäse, verschiedenen Fleich- und Meeresfrüchtesorten, viel Obst und Kartöffelchen.
Dann zwei Runden Tripple Domino gespielt, wobei die Kommentare der SpielerInnen sehr lustig waren.
Zwischendurch zweimal nach Hause gegangen und den panisch verängstigten Kater getröstet. Um Mitternacht auf der Straße (eine 50 m lange Sackgasse mit 8 Hausnummern) die restlichen Nachbarn getroffen, so sie zu Hause waren und Glückwünsche ausgetauscht.